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DFB Pokal

  • 17. August 2014
  • • 14:30
  • • Stadion Hoheluft, Hamburg
  • Schiedsrichter: S. Storks
  • • Zuschauer: 4750
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Fünf auf einen Streich: Sven Schipplock traf gegen USC Paloma fünffach

DFB-Pokal: Augsburg scheitert, Wolfsburg mit Glück, Bremen fast blamiert

Fünf auf einen Streich: Sven Schipplock traf gegen USC Paloma fünffach

Stuart Franklin

Die Augsburger müssen gegen einen Regionalligisten sensationell die Segel streichen. Wolfsburg und Werder verhindern das Erstrunden-Aus derweil nur mit viel Glück.

Hamburg. Am 45. Geburtstag von Trainer Markus Gisdol haben die Bundesliga-Profis von 1899 Hoffenheim ohne jede Mühe die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht. Gegen die völlig überforderten Oberliga-Amateure des USC Paloma Hamburg feierten die Gäste einen 9:0 (7:0)-Kantersieg, nach nicht einmal 20 Minuten war die einseitige Partie bereits entschieden.

Als besonders torhungrig erwies sich vor 4750 Zuschauern im ausverkauften Stadion "Hoheluft" Sven Schipplock, dem binnen einer Viertelstunde mit Toren in der 18., 28., und 33. Minute ein Hattrick gelang. Zudem war der Offensivspieler, der anstelle von Roberto Firmino aufgeboten worden war, in der 45. und 54. Minute erfolgreich.

In die Torschützenliste eintragen konnten sich auch Tarik Elyounoussi (9.), Ermin Bicakcic (17.), Adam Szalai (36.)und Anthony Modeste (90.).

Bremen vermeidet die Blamage

Werder Bremen hat seine Pleitenserie im DFB-Pokal hingegen nur mit Ach und Krach beendet und steht erstmals seit vier Jahren wieder in der zweiten Runde. Der sechsmalige Cup-Sieger gewann beim Viertligisten SV Illertissen nach einer in allen Belangen enttäuschenden und phasenweise ängstlichen Vorstellung glücklich mit 3:2 (1:1, 1:1) nach Verlängerung.

In der Verlängerung erwischte Werder erneut einen Start nach Maß, doch Lukimyas Kopfball- und auch Selkes Hackentor gaben den Hanseaten keine Sicherheit. Nach Hämmerles Anschluss zitterte sich der Bundesligist gegen tapfer kämpfende Gäste in die zweite Runde.

Freiburg lässt sich nur eine Hälfte schrecken

Der SC Freiburg wäre fast ein weiteres Opfer von Favoritenschreck Eintracht Trier geworden, hat die erste Hürde auf dem Weg nach Berlin aber nach einer Steigerung in der zweiten Hälfte gemeistert. Der Fußball-Bundesligist gewann in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2:0 (0:0) beim Viertligisten, der in seiner Cup-Historie bereits Borussia Dortmund, Schalke 04 und Hannover 96 das Fürchten gelehrt hat.

Kapitän Julian Schuster (51.) per Foulelfmeter und der eingewechselte Karim Guede (68.) trafen für die Breisgauer, die eine erfolgreiche Generalprobe für den Ligastart am Samstag bei Eintracht Frankfurt feierten.

Augsburg erleidet Schiffbruch in Magdeburg

Fußball-Bundesligist FC Augsburg hat sich in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals bis auf die Knochen blamiert. Die Schwaben mussten sich nach einer enttäuschenden Vorstellung beim Viertligisten 1. FC Magdeburg mit 0:1 (0:0) geschlagen geben und verpassten erstmals seit 2007 die zweite Runde. Das Tor des Tages für den einzigen DDR-Europapokalsieger erzielte Christian Beck (57.).

Für Magdeburg war es der erste Einzug in Runde zwei seit dem legendären Pokal-Jahr 2000. Damals besiegte der dreimalige DDR-Meister in den ersten drei Runden den 1. FC Köln, Bayern München und den Karlsruher SC, ehe man am späteren Pokalsieger Schalke 04 scheiterte.

RB Leipzig schwimmt weiter auf Erfolgswelle: Pokalsieg über Paderborn

Der finanzstarke Zweitliga-Neuling RB Leipzig sorgt auch im DFB-Pokal für Furore und hat Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn in der ersten Runde aus dem Wettbewerb geworfen. Die in dieser Saison noch ungeschlagenen Sachsen setzten sich mit 2:1 (1:1, 1:1) nach Verlängerung gegen die Ostwestfalen durch und schwimmen weiter auf ihrer Erfolgswelle.

Die Treffer für RB erzielten Anthony Jung (43.) und der eingewechselte Clemens Fandrich (109.). Leipzig blieb damit auch im 18. Pflichtspiel nacheinander ohne Niederlage. Süleyman Koc (30.) hatte zuvor mit einem sehenswerten Distanzschuss zur Führung für Paderborn getroffen.

"Natürlich bin ich tierisch enttäuscht. Für uns war heute viel mehr drin. Wir haben aber nicht konsequent genug nach vorne gespielt. Leipzig hat es aber auch gut gemacht", sagte SCP-Geschäftsführer Michael Born.

Zweitligisten zittern - Randale in Würzburg

1860 München ist an einer Blamage nur knapp vorbeigeschrammt und trotz einer mäßigen Vorstellung durch einen 2:1 (0:1)-Erfolg beim Drittligisten Holstein Kiel in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen.

Der Tabellenvorletzte der 2. Liga war durch Tim Siedschlag (8.) zunächst in Rückstand geraten, bevor Rubin Okotie (65.) zum Münchner Ausgleich traf. Für die Entscheidung sorgte erneut Okotie (81.) mit einem äußert umstrittenen Foulelfmeter.

Fußball-Zweitligist Fortuna Düsseldorf hat sich hingegen einmal mehr in der ersten Runde des DFB-Pokals bis auf die Knochen blamiert. Das Team von Trainer Oliver Reck kassierte beim Regionalligisten Würzburger Kickers eine verdiente 2:3 (2:2, 1:0)-Niederlage nach Verlängerung und schied damit wie im Vorjahr frühzeitig aus dem lukrativen Wettbewerb aus. In der Vorsaison war die Fortuna zum Pokal-Auftakt beim viertklassigen SC Wiedenbrück gescheitert.

Im Vorfeld des Spiels war es in der Würzburger Innenstadt zu teilweise massiven Ausschreitungen gekommen. Ein Polizist wurde dabei verletzt und musste mit Schnittverletzungen im Gesicht im Krankenhaus behandelt werden. Das teilte die Polizei, die mit einem Großaufgebot im Einsatz war, am Sonntag mit.

An den Ausschreitungen in der Nacht zum Samstag waren nach Polizeiangaben Fans der Fortuna und des 1. FC Nürnberg beteiligt. Die festgestellten Straftaten beinhalten unter anderem Sachbeschädigung, Zechbetrug, Gefangenenbefreiung, gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Wolfsburg mogelt sich in Runde zwei 

Zittersieg vor dem Bundesliga-Kracher: Geheimfavorit VfL Wolfsburg hat sich fünf Tage vor dem Ligastart bei Double-Gewinner Bayern München mit viel Glück in die zweite Pokalrunde gemogelt. Die Niedersachsen setzten sich erst im Elfmeterschießen mit 5:4 bei Zweitliga-Aufsteiger Darmstadt 98 durch. Nach 120 Minuten hatte es 0:0 gestanden. Held des Abend war auf Wolfsburger Seite Torwart Max Grün, der die Elfmeter von Maurice Exslager und Milan Ivana abwehrte.

"Wir haben gar nicht so schlecht gespielt", sagte Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking, "wir wussten, was und hier erwartet." Über weite Strecken habe seine Mannschaft das Spiel dominiert, "aber wir haben in der ersten Hälfte der Verlängerung auch etwas Glück gehabt", so Hecking weiter.

Darmstadt, das im vergangenen Jahr in der ersten Runde Bundesligist Borussia Mönchengladbach bezwungen hatte, war in der Verlängerung das dominierende Team. Hanno Behrens (97.) und Torjäger Dominik Stroh-Engel (102.) vergaben allerdings sehr gute Chancen für die Gastgeber, die am Ende für ihre couragierte Vorstellung nicht belohnt wurden.

Die Wolfsburger waren vor 13.900 Zuschauern zwar in der regulären Spielzeit die bessere Mannschaft, mehr als ein Lattentreffer des belgischen WM-Teilnehmers Kevin De Bruyne (23.) kam allerdings nicht zu Stande.

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