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Premier League

  • 2. November 2013
  • • 13:45
  • • St. James' Park, Newcastle-upon-Tyne
  • Schiedsrichter: L. Mason
  • • Zuschauer: 51674
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ENDE
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Premier League: Tottenham verpasst Big Points - Manchester City zündet Feuerwerk

City lieferte ein Offensiv-Spektakel der Extraklasse - auch United feuerte sich Frust von der Seele. Chelsea erlitt einen Dämpfer, die Spurs ließen den wichtigen Dreier liegen.

London. Der FC Chelsea stolperte am zehnten Spieltag der Premier League bei Newcastle United. Die Klubs aus Manchester übten sich in Frustbewältigung: City traf gleich sieben Mal, United gewann ungefährdet. Die Tottenham Hotspur und der FC Everton teilten sich die Punkte. Im Spitzenspiel baute der FC Arsenal gegen den FC Liverpool die Tabellenführung aus (hier geht's zum Spielbericht).

FC Everton - Tottenham Hotspur 0:0 (0:0)

Von Evertons beeindruckender Heimserie (neun Siege aus zehn Spielen) war zunächst wenig zu erkennen. Tottenham presste die Toffees in der ersten Hälfte weit in die eigene Hälfte und dominierte die Partie. Ein Beweis dafür: Den ersten Schuss aufs Tor gaben die Gastgeber erst in der 28. Minute ab.

Die Spurs zeigten im ersten Durchgang eine mehr als ansprechende Leistung. Obwohl sie durch Kyle Walker (18.), Lewis Holtby (25.) und Roberto Soldado (45.) zu Chancen kamen, wurden es selten richtig zwingend. Nach dem Seitenwechsel fand Everton deutlich besser ins Spiel und versuchte mit hohen Bällen, die starke Spurs-Abwehr zu knacken.

Pech für die Toffees in der 66. Minute: Gerard Deulofeu zog von rechts in den Strafraum, legte auf Seamus Coleman quer. Der wurde im Strafraum von Jan Vertonghen gelegt - doch der Pfiff des Schiedsrichters blieb aus. Knapp zehn Minuten vor Ende der regulären Spielzeit kam es zur Schrecksekunde des Spiels. Romelu Lukaku traf den herausstürmenden Hugo Lloris mit dem Oberschenkel am Kopf.

Der Torhüter, der kurzzeitig bewusstlos war, wurde minutenlang behandelt. Als sich Brad Friedel bereits auf seinen Einsatz vorbereitete und Lloris benebelt vom Feld geführt wurde, entschied sich der Franzose gegen den Rat der Ärzte und Mitspieler weiterzuspielen. In neun Minuten Nachspielzeit blieb es letztlich beim 0:0 - die Spurs verpassten den Sprung auf Rang zwei und sind weiterhin Vierter.

Newcastle United – FC Chelsea 2:0 (0:0)

Tore: 1:0 Gouffran (68.), 2:0 Anita (89)

Von Beginn an zeigten sich die Gäste aus London bemüht, ohne Gefahr auszustrahlen. Nur bei  Standards agierte Chelsea mit der letzten Konsequenz. John Terry traf nach zwölf Minuten per Kopfball die Latte, den Abpraller setzte Fernando Torres per Fallrückzieher nochmals ans Quergebälk. Da aus dem Spiel nur wenig kam und bei Newcastle fast gar nichts funktionierte, gingen beide Teams torlos in die Halbzeit.

Nach der Pause dann ein völlig verändertes Bild: Nachdem Moussa Sissoko unbedrängt aus spitzem Winkel beinahe die Führung erzielt hätte, starteten die Hausherren ein regelrechtes Powerplay mit Chancen fast im Minutentakt.

Es folgte die Szene des Spiels: Vor einem Freistoß aus dem Halbfeld flüsterte Newcastle-Coach Alan Pardew  seinem Schützen Yohan Cabaye einige Anweisungen ins Ohr. Ergebnis dessen war der Führungstreffer, den Yoan Gouffran nach einer wunderbaren Flanke unhaltbar ins Tor köpfte.

Anschließend drehte sich das Bild abermals und Chelsea drückte seinerseits auf den Ausgleich. Großchancen durch die eingewechselten Samuel Eto´o, Willian und Andre Schürrle sowie dem blassen Eden Hazard hätten längst den Ausgleich bedeuten müssen. Doch es folgte was kommen musste: Mit dem ersten guten Konter entschieden die Magpies durch einen platzierten Schuss von Vurnon Anita die Partie.

Manchester City - Norwich City 7:0 (4:0)

Tore: 1:0 Johnson (16., ET), 2:0 Silva (20.), 3:0 Nastasic (25.), 4:0 Negredo (36.), 5:0 Toure (60.), 6:0 Agüero (71.), 7:0 Dzeko (85.)

Manchester City hat seine makellose Heim-Bilanz ausgebaut und gegen ein defensiv desolates Norwich City einen vereinsinternen Rekord aufgestellt. Bereits nach 25 Minuten war die Partie entschieden: Zunächst fälschte Bradley Johnson den Schuss von Sergio Agüero ab, sodass der Ball über Keeper John Ruddy einschlug (16.), anschließend bediente Agüero David Silva, der aus wenigen Metern einschoss (20.).

Für die frühe Vorentscheidung gegen eine desolate Gäste-Defensive sorgte Matija Nastasic per Kopf (25.), Norwich kam gegen die extrem dominanten Gastgeber kaum mal aus der eigenen Hälfte und noch vor der Pause machte Alvaro Negredo aus wenigen Metern alles klar (36.).

City hatte sich jetzt in einen Rausch gespielt: Yaya Toure erhöhte mit seinem dritten Freistoß-Treffer (60.) in dieser Saison und nach Fehler von Sebastien Bassong legte Agüero abermals nach (71.). Damit hatten die Citizens, bei denen sich Joe Harts Vertreter Costel Pantilimon kaum beweisen konnte, aber noch nicht genug.

Der eingewechselte Edin Dzeko sorgte, abermals nur mit Geleitschutz der Norwich-Abwehr, aus der Drehung aus zwölf Metern für den Endstand und gleichzeitig für einen neuen Rekord - es war der höchste Sieg in der Premier League für ManCity.

FC Fulham - Manchester United 1:3 (0:3)

Tore: 0:1 Valencia (9.), 0:2 van Persie (20.), 0:3 Rooney (22.), 1:3 Kacaniklic (65.)

Den Ausfall von Kapitän Brede Hangeland konnte Fulham nicht auffangen und so entschied United die Partie bereits vor der Pause, als Fulhams Abseitsfalle ohne ihren Abwehrchef gleich drei Mal schief ging: Antonio Valencia nach Pass von Wayne Rooney (9.), Robin van Persie auf Vorlage von Adnan Januzaj (20.) und Rooney nach Flanke von van Persie (22.) trafen vor 25.700 Zuschauern jeweils freistehend vor dem Tor.

Für Fulham hatte lediglich Dimitar Berbatov die Chance auf den zwischenzeitlichen Ausgleich, Rafael klärte per Grätsche gegen den Bulgaren in letzter Sekunde (19.). Im zweiten Durchgang wurde United angesichts der klaren Führung passiver und setzte der unsicheren Abwehr der Hausherren nicht mehr so zu wie am Anfang.

Stattdessen kam Fulham zum Anschlusstreffer, der Schuss des vier Minuten zuvor eingewechselten Alexander Kacaniklic aus 17 Metern wurde von Rooney in die lange Ecke abgefälscht (65.). Die Gastgeber drückten anschließend auf den Anschluss, mehr als ein Schuss von Berbatov, den Chris Smalling auf der Linie klärte (76.) sowie ein Lattentreffer von Darren Bent (85.) sprang aber nicht mehr heraus.

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