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Serie A

  • 1. November 2014
  • • 15:00
  • • Stadio San Paolo, Napoli
  • Schiedsrichter: P. Tagliavento
  • • Zuschauer: 30157
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Klose mit zwei Treffern bei Lazios Sieg am Montagabend

Klose schießt Lazio Rom zum Sieg, Florenz unterliegt bei Gomez-Comeback

Klose mit zwei Treffern bei Lazios Sieg am Montagabend

Getty Images

Das Duell an der Tabellenspitze der Serie A geht in die nächste Runde! Am Samstag patzte der AS Rom beim SSC Neapel - Juventus zog mit dem Sieg in Empoli davon.

Neapel. Der AS Rom hat im Titelrennen am Samstag beim SSC Neapel gepatzt. Bei der 0:2 (0:1) -Auswärtsniederlage erzielte Gonzalo Higuain die frühe Führung. Juventus nutzte die Niederlage des Konkurrenten und triumphierte beim FC Empoli . Derweil unterlag der AC Florenz trotz Comeback von Mario Gomez mit 1:3 bei Sampdoria Genua .

Miroslav Klose kann es immer noch. Beim letztlich ungefährdeten Sieg von Lazio Rom am 10. Spieltag der Serie A gegen Cagliari Calcio erzielte der WM-Rekordtorschütze innerhalb weniger Sekunden einen Doppelpack (26./27.). Bereits zuvor war Lazio auf einem guten Weg: Stefano Mauri brachte die Hauptstädter in der 6. Minute in Führung. Edson Braafheids Eigentor (48.) und Joao Pedro (84.) machten das Spiel in der zweiten Halbzeit noch einmal spannend. Honorato Ederson entschied das Spiel in der Nachspielzeit endgültig (90.+2). Die Sarden waren seit der 72. Minute nur noch zu zehnt, nachdem Victor Ibarbo nach einer Tätlichkeit die rote Karte sah.

Lazio Rom – Cagliari Calcio 4:2 (3:0)

Tore: 1:0 Mauri (6.), 2:0 Klose (25.), 3:0 Klose (26.), 3:1 Braafheid (48./ET), 3:2 Pedro (84.), 4:2 Ederson (90.+2)

Rote Karte: Ibarbo (73.)

Miroslav Klose wurde mit zwei Treffern innerhalb weniger Sekunden zum Mann des Spiels und letztlich auch zum Matchwinner für Lazio. In der ersten Halbzeit hatte Rom das Spiel im Griff und führte souverän mit 3:0. Nach der Pause machte Cagliari das Spiel noch einmal spannend, Edersons Tor in der Nachspielzeit entschied das Spiel endgültig

Die Römer begannen mit einem Blitzstart: Nach einer Ecke nutzte Stefano Mauri das Getümmel und schob aus kurzer Distanz ein. 20 Minuten später schlug die große Stunde von Klose. Zweimal wurde er von Senad Lulic in Szene gesetzt, zweimal traf  der WM-Rekordtorschütze souverän ins Netz. Den ersten Treffer leitete er mit einem Pass auf Antonio Candreva auch selbst ein.

Während der ersten 45 Minuten war Lazio drückend überlegen und erspielte sich einige Chancen, die zweite Hälfte verschliefen sie jedoch komplett. Cagliari kam durch ein unglückliches Eigentor von Edson Braafheid aus dem Nichts zum Anschlusstreffer. In der Folge wurden die Sarden mutiger und waren häufiger vor dem Tor von Federico Marchetti zu sehen. Doch sie machten sich das Leben selbst schwer: Victor Ibarbo sah nach einer Tätlichkeit gegen Lucic glatt rot.

Joao Galvao reagierte fünf Minuten vor Schluss im Lazio-Sechzehner am schnellsten und erzielte den Anschlusstreffer. Die kurze Phase der Spannung unterbrach Honorato Ederson in der Nachspielzeit, als die Römer  einen Konter konsequent zu Ende spielten, den der Brasilianer zum 4:2 Endstand abschloss.

FC Empoli - Juventus Turin 0:2 (0:0)

Tore: 0:1 Pirlo (61.), 0:2 Morata (72.)

Rote Karte: Tonelli (Empoli/90.)

Nach der Niederlage in Genua war Juventus Turin auf Wiedergutmachung aus. Der FC Empoli agierte clever gegen den Tabellenführer der Serie A. Trainer Maurizio Sarri stellte drei Sechser auf, die das Zentrum verdichteten. Es dauerte 20 Minuten, bis die Gäste mutiger wurden und Alvaro Morata das erste Mal für Gefahr vor dem Tor von Empoli-Keeper Davide Bassi sorgte.

Obwohl der Rekordmeister im Laufe der Partie deutlich stärker wurde, gelang es Empoli, mit einer kompakt stehenden Abwehr dem Druck standzuhalten. Beide Mannschaften unterbrachen mit Fouls das Aufbauspiel des Gegners, so dass Schiedsrichter Paolo Valeri mehrfach eingreifen musste. Einzig Juve-Star Sebastian Giovinco war im ersten Durchgang bemüht.

In der zweiten Hälfte wurde Juventus dominanter, Bassi verhinderte den Führungstreffer durch Kwadwo Asamoah und Claudio Marchisios Schuss verfehlte das Tor (56.). Fünf Minuten später erzielte Andrea Pirlo den ersten Treffer der Turiner. Per Freistoß traf der 35-Jährige aus 24 Metern und ließ dem gegnerischen Torhüter keine Chance (61.).

Nach dem Juve-Treffer wollte die Heimmannschaft prompt reagieren, jedoch scheiterte Manuel Pucciarelli am überragenden Buffon. Die Gäste bemerkten, dass die Entscheidung her musste. Mit einer schönen Einzelaktion erzielte Morata  das zweite Tor der Partie und sorgte für den Endstand.

SSC Neapel – AS Rom 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Higuain (3.), 2:0 Callejon (85.)

Was für ein Auftakt im Stadio San Paolo! Bereits nach drei Minuten zappelte der Ball erstmals im Netz. Gonzalo Higuain wurde nach einem langen, abgefälschten Ball im Rücken der Abwehr alleine gelassen und vollendete sehenswert per Fallrückzieher zum 1:0 für die Neapolitaner.

Die Gastgeber spielten danach wie entfesselt und zündeten, angetrieben von der hitzigen Atmosphäre, ein Offensivfeuerwerk ab. Erst nachdem die turbulente Anfangsviertelstunde beendet war, nahmen die Römer mehr am Spiel teil. Neapel beschränkte sich derweil aufs Kontern, blieb aber dennoch brandgefährlich. Marek Hamsik vergab kurz vor der Halbzeit die größte Chance, als er vor dem leeren Tor nur die Latte traf (43.).

Im zweiten Durchgang musste der SSC den vergebenen Chancen nachtrauen, schließlich bot sich den Zuschauern ein komplett anderes Bild als noch vor dem Pausenpfiff: Die Roma war plötzlich am Drücker und erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten. Aber auch Neapel kam zu Konterchancen, vergab diese aber meist zu leichtsinnig und inkonsequent. So mussten die Gastgeber bis zur 85. Minute zittern. Dann traf Jose Callejon zum erlösenden 2:0, nachdem Radja Nainggolan den Ball in der Vorwärtsbewegung vertendelte. 

Sampdoria Genua – AC Florenz 3:1 (2:1)

Tore: 1:0 Palombo (27./Elfmeter), 2:0 Rizzo (43.), 2:1 Savic (45.), 3:1 Eder (78.)

Bes. Vorkommnis: Romero hält Foulelfmeter gegen Rodriguez (33.)

Sein Comeback hat sich Mario Gomez sicher anders vorgestellt. Der deutsche Nationalspieler wurde in Genua beim Stand von 2:1 eingewechselt, um vorne für mehr Gefahr zu sorgen, konnte aber nicht mehr entscheidend in Szene gesetzt werden. Am Schluss kam es noch bitterer:  Eder besiegelte mit einem sehenswerten Solo den 3:1-Endstand (78.).

Gemessen am Spielverlauf hätte es für die Gäste aber gar nicht erst so weit kommen müssen: Nach dem frühen Rückstand durch Angelo Palombos verwandelten Strafstoß (27.) hatte die Fiorentina die große Möglichkeit zum Ausgleich – ebenfalls vom Elfmeter-Punkt. Kapitän Gonzalo Rodriguez scheiterte jedoch an Sampdoria-Keeper Sergio Romero (33.).

Die Gastgeber erwiesen sich in der Folge als Meister der Effizienz: Sowohl das 2:0 durch Rizzo nach einem Eckball (45.) als auch Eders 3:1 fielen durchaus überraschend. Florenz ließ gerade im ersten Durchgang zu viele Chancen liegen und war in der zweiten Halbzeit zu ideenlos, um noch etwas Zählbares mitzunehmen. Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer von Stefan Savic (45.) brachte keinen Aufschwung.

Durch den Sieg über den Tabellennachbarn macht Genau vorerst einen gewaltigen Sprung auf Platz vier der Tabelle. Gomez und seine Fiorentina lassen den Anschluss zu den vorderen Plätzen weiter abreißen.

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