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UEFA Champions League

  • 10. Dezember 2013
  • • 20:45
  • • Old Trafford, Manchester
  • Schiedsrichter: M. Mažić
  • • Zuschauer: 74506
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Champions League: ManUnited leistet Schützenhilfe - Real Madrid knackt Rekorde

Champions League: ManUnited leistet Schützenhilfe - Real Madrid knackt Rekorde

Getty Images

United sicherte sich Platz eins in Gruppe A und verhalf Leverkusen zum Weiterkommen. Die Königlichen stellten beim Sieg in Kopenhagen gleich mehrere Rekorde ein.

Manchester. Manchester United leistete am sechsten Spieltag der Gruppenphase der Champions League Schützenhilfe für Bayer Leverkusen. Die Engländer setzten sich 1:0 (0:0) gegen Schachtjor Donezk durch, die lange das bessere Team waren. Beim nie gefährdeten 2:0 (1:0)-Sieg gegen den FC Kopenhagen hat Real Madrid gleich eine Reihe an Rekorden aufgestellt. Cristiano Ronaldo stand einmal mehr im Fokus - positiv wie negativ. Außerdem löste Olympiakos Piräus das Achtelfinalticket. Für Benfica Lissabon ist der Traum vom Finale im eigenen Stadion vorbei, wenngleich man gegen Paris Saint-Germain als Sieger vom Platz ging. Viktoria Pilsen darf sich über die Europa League freuen.

Manchester United - Shakhtar Donezk 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 Phil Jones (67.)

Phil Jones hat Manchester United nach zwei aufeinanderfolgenden Premier-League-Niederlagen erlöst. Ausgerechnet der Innenverteidiger ballerte nach einem Eckball freistehend den Ball zum 1:0 ins Netz (67.). Danach hielten die Engländer mit verbesserter Abwehrarbeit die Führung gegen die Brechstangenangriffe der Ukrainer.

Das war auch bitter nötig. Der Plan von Trainer David Moyes, die Startaufstellung komplett durchzuwirbeln, war komplett gescheitert. Sechs Spieler mussten nach der 0:1-Pleite gegen Newcastle United auf die Bank, totale Abstimmungsprobleme waren die Folge. Donezk nutzte das mit andauernden Kontern.

Schon nach 45 Minuten lautete das Torschussverhältnis aus Sicht von Shakhtar 10:5, am Ende waren es 10:3 Schüsse aufs Tor. Alex Teixeira (12., 28.), Douglas Costa (20.) und  Fred (33.) vergaben beste Chancen, verspielten so das Ticket für die nächste Runde und haben jetzt bis zum 1. März 2014 frei. Dann endet in der Ukraine die Winterpause.

FC Kopenhagen - Real Madrid 0:2 (0:1)

Tore: 0:1 Modric (25.), 0:2 Ronaldo (48.)

Bes. Vorkommnisse: Wiland (Kopenhagen) hält Elfmeter von Ronaldo (90.)

Tag der Rekorde für Real: Im für die Königlichen unbedeutenden letzten Gruppenspiel ließ Madrid gegen überforderte Dänen nichts anbrennen und sorgte für einige neue Bestmarken. So erzielte Cristiano Ronaldo nach Querpass von Pepe sein neuntes Tor in der Gruppenphase (48.), ein neuer Höchstwert. Darüber hinaus war das Tor des Portugiesen auch Reals 800. Tor im Europapokal.

Außerdem hat Real durch die zwei Tore in Kopenhagen 20 Treffer in der Gruppenphase erzielt, was zumindest die Einstellung der Bestmarken von Manchester United (1998/99) und Barcelona (2011/12) bedeutet. Doch auch Luka Modrics Schlenzer in den Winkel aus 17 Metern (25.) sicherte den Ausbau einer Bestmarke: In den letzten 31 Champions-League-Spielen hat Madrid mindestens ein Mal getroffen.

Kopenhagen war nur kurzzeitig in der Partie und hatte unmittelbar vor der Pause eine kurze Angriffsphase, konnte die Königlichen insgesamt aber nie ernsthaft gefährden. Einen Schönheitsfehler hatte die Rekord-Leistung der Madrilenen allerdings: Nach Foul gegen ihn selbst schoss Ronaldo einen Elfmeter an den Kopf von Torhüter Kim Christensen (90.).

Benfica Lissabon - Paris Saint Germain 2:1 (1:1)

Tore: 0:1 Edinson Cavani (38.), 1:1 Rodrigo Lima (45.), 2:1 Nicolas Gaitan (68.)

Benficas Traum vom Finale im eigenen Stadion ist ausgeträumt. Stattdessen geht es in die Europa League. Gegen eine Pariser B-Elf - Zlatan Ibrahimovic war nicht mal mit nach Portugal gereist - erspielte sich Benfica von Beginn an ein Chancenplus.

Rodrigo Lima und Nicolas Gaitan verwandelten den frühen Rückstand nach Edinson Cavanis Treffer noch in einen Sieg. Drei Punkte reichten aber durch den zeitgleichen Sieg von Piräus nicht für die K.o.-Phase. Den Franzosen mangelte wohl aufgrund der sportlichen Bedeutungslosigkeit am Siegeswillen. Die Serie von 13 ungeschlagenen CL-Spielen für PSG ist damit gerissen.

Olympiakos Piräus - RSC Anderlecht 3:1 (1:1)

Tore: 1:0 Saviola (33.), 1:1 Kljestan (39.), 2:1 Saviola (58.), 3:1 Dominguez

Rote Karte: Proto (90./ Anderlecht)

Gelb-Rote Karte: Kouyate (Anderlecht/49.), N'Sakala (Anderlecht/89.)

Bes. Vorkommnisse: Proto hält Foulelfmeter von Saviola (50.) und Weiss  (72.)

Wenn vor dem Tor des RSC Anderlecht etwas passierte, dann war fast immer auch Javier Saviola beteiligt. Der mittlerweile 31-Jährige Argentinier erzielte zwei Treffer, verschoss aber auch einen Elfmeter. Anderlecht schwächte sich mit drei Platzverweisen zudem selbst.

Ohne den verletzt fehlenden Mitroglou tat sich Piräus in der Offensive lange schwer, schoss bis zur 30. Minute nicht einmal gefährlich auf das Tor der Gäste. Erst in der 33. Minute war es Saviola, der bei einem geklärten Ball am schnellsten reagierte und satt in die rechte Torecke abschloss. Auch bei seinem zweiten Treffer war er gedankenschneller als die gesamte Defensive des belgischen Meisters.

Zweiter Hauptakteur des Spiels war Anderlecht-Keeper Silvio Proto, der die Elfmeter von Saviola und Vladimir Weiß mit tollen Reflexen partierte. Mit einer Notbremse verursachte er den dritten Piräus-Strafstoß selber und musste zudem mit Rot vom Platz. Olympiakos zieht durch den Sieg als Gruppenzweiter in das Achtelfinale ein, Anderlecht bleibt mit einem Punkt aus sechs Partien Letzter und verabschiedet sich sang- und klanglos von der europäischen Bühne.

Viktoria Pilsen - ZSKA Moskau 2:1 (0:0)

Tore: 0:1 Musa (65.), 1:1 Kolar (76.), 2:1 Wagner (90.)

Rote Karte: Dzakoev (ZSKA/67.), Wernbloom (ZSKA/90+2.)

Als Ahmed Musa, der schon im ersten Durchgang alleine vor Pilsen-Keeper Matus Kozacik gescheitert war (31.), die Gäste im zweiten Durchgang per Kopf in Führung brachte (65.), schien ZSKA auf der Siegerstraße. Doch eine Tätlichkeit hatte schwerwiegende Folgen für Moskau.

Alan Dzakoev trat seinem Gegenspieler im Mittelfeld abseits des Spielgeschehens in die Ferse und flog dafür vom Platz (67.), dadurch war Pilsen wieder im Spiel. Nur neun Minuten später köpfte Daniel Kolar unbedrängt aus sechs Metern ein. In der letzten Minute der regulären Spielzeit brachte Frantisek Rajtoral den Ball an den Fünfmeterraum, wo Tomas Wagner komplett alleine stand und den Ball eiskalt versenkte.

Für Pilsen bedeutet das tatsächlich den unerwarteten Sprung in die Europa League - nach der 2:3-Niederlage im Hinspiel konnten die Tschechen den direkten Vergleich für sich entscheiden und verwiesen Moskau auf Rang vier. In der Nachspielzeit flog zudem noch Pontus Wernbloom wegen einer Tätlichkeit vom Platz.

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