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UEFA Europa League

  • 15. März 2012
  • • 21:05
  • • Etihad Stadium, Manchester
  • Schiedsrichter: T. Hagen
  • • Zuschauer: 38021
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ENDE
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Gesamtergebnis 3 - 3, Sporting CP Lisbon siegt durch Auswärtstor-Regel

„Don´t mention the cup“ - Manchester blamiert sich aus der Europa League

„Don´t mention the cup“ - Manchester blamiert sich aus der Europa League

Getty Images

Nach dem ungeliebten Rivalen schied nun auch Manchester City aus der Europa League aus. Nachdem man eine Stunde lang kaum am Spiel teilnahm, wurde es aber doch noch dramatisch.

Manchester. In einer dramatischen Partie besiegte Manchester City Sporting Lissabon mit 3:2. Trotz eines in der zweiten Halbzeit wie aufgedreht spielenden Sergio Aguero reichte dieser Sieg nach dem 0:1 im Hinspiel nicht und der Favorit schied aus der Europa- League aus.

Vorsichtiger Beginn

Die Partie begann verhalten. Manchester hatte, natürlich möchte man fast sagen, mehr Ballbesitz, doch die Gäste verstanden es zu Beginn, klug die Räume eng zu machen und zwangen den Favoriten so, sein Spiel in die Breite zu ziehen. Dies hatte demnach aber kaum nennenswerte Tormöglichkeiten zur Folge, das Geschehen spielte sich in der Anfangsphase im Mittelfeld ab.

Sporting versteckte sich nicht

Sporting versuchte bei Ballgewinn, mit schnellen Kombinationen in die Spitze zu spielen. Das Team von Trainer Ricardo Sa Pinto hatte dabei vor allem in dem dribbelstarken Fernandez immer wieder gute Aktionen.

Xandao mit der ersten Chance- Johnson mit Volleyschuss

Die erste kleine Tormöglichkeit hatte dann auch der Gast aus Portugal. Verteidiger Xandao kam in der achten Minute nach einem Eckball am Fünfmeterraum zum Kopfball, setzte die Kugel aber knapp am langen Pfosten vorbei.
Auf der Gegenseite kam zwei Minuten später Johnson im Strafraum mit einer Direktabnahme zum Zug- doch sein Ball ging einen guten Meter am Tor der Portugiesen vorbei.

City bekam keinen Zugriff auf die Gäste

Nach einer Viertelstunde versuchten die Hausherren, mehr Druck aufzubauen, den Gegner früher zu stören. Doch Sporting spielte sich klug und sicher aus der Bedrängnis und so kam City kaum in die gefährliche Zone, während die Gäste immer wieder kleine Nadelstiche setzten und Manchester in der Defensive zwar nicht in Gefahr brachten, sie aber beschäftigten.

Manchester zu langsam

Die Mannschaft von Roberto Mancini spielte zu statisch, um Sporting wirklich ernsthaft in Gefahr zu bringen. Viel zu langsam schaltete man um, und wenn man dann einmal die Möglichkeit bekam, das dicht gestaffelte Netz im Mittelfeld der Portugiesen zu überbrücken, gab es Stockfehler oder Fehlpässe.

Außenseiter mit gefälligerem Spiel

Der 18 malige portugiesische Meister wirkte bei aller defensiven Disziplin auch im Spiel nach vorn gefälliger, aktiver, konsequenter. Und möglicherweise überraschte es die Spieler selbst ein wenig, wie einfach es zu diesem Zeitpunkt war, den Favoriten in Schach zu halten.

Fernandez mit dem Führungstreffer

Und so kam es, wie es in solchen Spielen eben kommen muss. In der 33. Minute bekam Sporting einen Freistoß aus etwa 20 Metern, hablinke Position. Eigentlich ein Ball zum Flanken, doch Fernandez zirkelte den Ball akkurat in den Winkel der Torwartecke zum 0:1 für den Außenseiter.

City beeindruckt

Manchester wirkte durchaus angeknockt durch dieses Tor. Das ohnehin schon behäbige Spiel wurde noch langsamer, es schlichen sich noch mehr Fehler ein und Sporting spielte immer mutiger und selbstbewusster.

Van Wolfswinkel mit dem 0:2

So auch in der 40. Minute. Ein langer Ball landet an der Außenlinie bei Schaars, der das Kopfballduell gegen Savic gewinnt, der dann einfach stehen blieb und zusah, wie Izamilov in den Strafraum eindrang und den vollkommen freistehenden van Wolfswinkel am Fünfmeterraum anspielte, der dann seinerseits keine Mühe hatte, die Kugel zum 0:2 ins Tor zu schieben.

Verdiente Halbzeitführung für Sporting

So stand zur Halbzeit ein zwar überraschendes aber völlig verdientes 2:0 für Sporting, die das klar bessere Team waren, die mit Herz, Leidenschaft aber auch dem nötigen Spielwitz antraten. Manchester enttäuschte in den ersten 45 Minuten auf der ganzen Linie.

Manchester begann wie in Durchgang eins

Der zweite Durchgang begann ähnlich wie die erste Halbzeit. Manchester mit mehr Ballbesitz, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden, Sporting, auf den womöglich entscheidenden Konter lauernd, mit schnellen Ballstafetten nach vorn.

Aguero mit dem Anschlusstor

Die Partie drohte vor sich hin zu plätschern, als in der 60. Minute Aguero von Richards im Strafraum frei gespielt wurde. Der Argentinier, von den Sporting- Verteidigern wohl vergessen, stand neun Meter vor dem Tor vollkommen frei und drosch die Kugel unhaltbar zum 1:2 ins Netz.

City nun druckvoller

Manchester entwickelte nun so etwas wie Druck. Angetrieben durch den eingewechselten de Jong und durch Richards brachte man die Gäste nun doch auch einmal in Bedrängnis. City schnürte Sporting nun in der eigenen Hälfte ein, die ihrerseits nun nicht mehr so zum Kontern kamen, wie noch in der ersten Halbzeit.

Sporting mit Einsatz und Kampf

Doch das, was die Portugiesen in der ersten Halbzeit an taktischer Disziplin und fußballerischer Klasse zeigten, legten sie nun mit Leidenschaft und Kampf an den Tag. Immer wieder war ein Verteidiger das Quäntchen schneller, immer wieder stand den Engländern beim möglicherweise finalen Pass ein Abwehrbein im Weg.

Balotelli mit dem Ausgleich

In der 74. Minute dann eine strittige Entscheidung. Aguero kam im Strafraum der Gäste zu Fall und der Schiedsrichter entschied sofort auf Elfmeter. Der Argentinier jedoch hob durchaus spektakulär ab und hinterließ nicht nur bei den Sporting- Verteidigern Fragen. Balotelli war dies jedoch egal. Aufreizend lässig verwandelte der Italiener den Strafstoß zum 2:2 Ausgleich.

Aguero mit seinem zweiten Treffer

City rannte nun an, zeigte endlich auch seine Klasse. In der 82. Minute dann sogar das 3:2. Dzeko verlängerte einen Eckball an den langen Pfosten, wo Aguero vollkommen freistehend zum Führungstreffer einschießen konnte.

Spiel auf ein Tor

Nun war es ein Spiel auf ein Tor. Flanke um Flanke flog in den Strafraum der Gäste. Balotelli setzte in der 88. Minute einen Kopfball knapp über die Latte. Doch mit Herz, Leidenschaft, Glück und Geschick brachte Sporting die Partie über die Zeit.

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