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Premier League

  • 5. April 2014
  • • 13:45
  • • Etihad Stadium, Manchester
  • Schiedsrichter: C. Foy
  • • Zuschauer: 47009
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Katerstimmung bei Chelsea: Jose Mourinho schreibt nach der letzten Niederlage die Meisterschaft ab

England: Neuer Optimismus und Mourinhos Katerstimmung

Katerstimmung bei Chelsea: Jose Mourinho schreibt nach der letzten Niederlage die Meisterschaft ab

Getty Images

Während sich City über ein Comeback freut, bastelt Liverpool an einer Bestmarke und trifft auf einen alten Bekannten. Bei Chelsea hingegen herrscht Katerstimmung.

Beim FC Chelsea herrscht vor dem 33. Spieltag in der Premier League Niedergeschlagenheit, vom Titelkampf will Jose Mourinho nichts wissen. Manchester City dagegen schielt noch nach oben, während der FC Liverpool seine Serie fortsetzen will. Allerdings könnte Andy Carroll den Ex-Kollegen in die Suppe spucken. Außerdem: Arsenal steht in Everton unter Druck und Manchester United schöpft neue Hoffnung.

Manchester City - FC Southampton (Sa., 13.45 Uhr)

Nur eine Niederlage in den letzten 19 Spielen, vier der letzten fünf Partien gewonnen - Manchester City hat bei zwei Spielen und vier Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Liverpool noch alle Chancen auf den Titel. Gegen Southampton winkt außerdem ein zusätzlicher Boost: Stürmer Sergio Agüero steht vor seinem Comeback, ohnehin schießt kein Team im Schnitt zuhause mehr Tore als die Citizens (3,43 pro Spiel).

"Die Teams auf den ersten vier Plätzen können alle Meister werden", betonte Trainer Manuel Pellegrini und konnte sich eine kleine Spitze gegen Chelsea (0:1 gegen Crystal Palace am vergangenen Wochenende) nicht verkneifen: "Ich denke, jeder wird noch Punkte liegen lassen, denn die finale Phase der Saison ist schwierig, wenn man gegen Abstiegskandidaten ran muss. Fragen Sie mal Chelsea. Wir haben noch acht Spiele, also gibt es noch viele Punkte zu holen. Das Wichtigste für uns ist das nächste Spiel gegen Southampton."

Die Saints können dagegen nach drei Siegen in den letzten vier Spielen befreit aufspielen, da sie im sicheren Mittelfeld der Tabelle stehen. Gleichzeitig konnten sie fünf der letzten zehn Ligaduelle gegen City gewinnen. Dennoch richtet sich der Blick bereits in die Zukunft: Geschäftsführer Hans Hofstetter erteilte dem Werben um die begehrten Luke Shaw, Adam Lallana und Jay Rodriguez unter der Woche eine klare Absage: "Wir sind in einer Position, in der wir keine Spieler verkaufen müssen, die Mauricio Pochettino behalten will."

Newcastle United - Manchester United (Sa., 16 Uhr)

Flieger-Protest, Kantersieg über Aston Villa und ein guter Auftritt gegen den FC Bayern im Viertelfinale der Champions League (1:1) - es waren turbulente Tage für Manchesters Trainer David Moyes. Doch nach der von vielen Experten nicht erwarteten Leistung gegen die Münchner, regiert bei den Red Devils plötzlich wieder Optimismus, wenngleich in der Liga bei zehn Punkten Rückstand auf Platz vier nur noch der EL-Platz drin sein dürfte.

"Das ist ein großer Klub. In schwierigen Zeiten kann ein Team seine Stärke zeigen und beweisen, wie groß der Klub ist", zeigte sich Torhüter David De Gea bei uefa.com stolz nach dem Viertelfinal-Hinspiel. Auch Moyes war sichtlich erleichtert: "Die Fans waren großartig und ich bin sehr zufrieden mit meinen Spielern." Die Vorzeichen vor dem Duell mit Newcastle sind ebenfalls nicht schlecht: Wayne Rooney war zuletzt gut in Form (vier Tore in den letzten beiden Partien), darüber hinaus stellt United das beste Auswärtsteam der Liga.

Newcastle dagegen blieb in zehn der letzten 14 PL-Spielen ohne Treffer, außerdem fallen Mathieu Debuchy sowie Torhüter Tim Krul erneut aus. Auch der Einsatz von Loic Remy ist unwahrscheinlich. Trainer Alan Pardew muss nach seinem Kopfstoß zudem noch für drei Spiele auf die Tribüne, Kapitän Fabricio Coloccini lässt aber keine Ausreden zu: "Wenn das Spiel angepfiffen wird, denkt man nicht darüber nach, wer auf der Bank sitzt. Unser Fokus liegt auf den drei Punkten. Wir versuchen, alles so normal wie möglich zu halten."

FC Chelsea - Stoke City (Sa., 18.30 Uhr)

Zwar ist Chelsea in der Premier League zuhause unter Jose Mourinho in 76 Spielen ohne Niederlage, dennoch fehlt den Blues derzeit die Konstanz. Zuletzt wurden das 4:0 gegen Tottenham und das 6:0 gegen Arsenal durch 0:1-Niederlagen bei Aston Villa und Crystal Palace ergänzt. Angesichts der Pleite im Derby gegen Palace am vergangenen Wochenende schrieb Mourinho die Meisterschaft bereits ab.

"Wir haben jetzt keine Chance mehr auf den Titel. Wir sind jetzt zu sehr von anderen Ergebnissen abhängig", betonte der Portugiese: "Ich weiß, mathematisch ist es noch möglich. Aber die Mathematik ist das eine, die Realität das andere. Ich denke nicht, dass es passieren wird." Als zusätzlichen Dämpfer gab es am Mittwoch die 1:3-Pleite im CL-Viertelfinale in Paris, obendrein drohen Samuel Eto'o und Ashley Cole weiter auszufallen.

Ganz anders die Stimmungslage bei den Potters. Stoke hat die letzten drei Spiele gewonnen und ist raus aus dem Abstiegskampf. "Ich bin froh, dass wir die 40-Punkte-Marke erreicht haben", erklärte Kapitän Ryan Shawcross auf der Klubwebsite: "Aber wir hören jetzt nicht auf, wir wollen unsere Ziele erreichen. Eine Platzierung in den Top-Ten ist möglich." In jedem Fall erwartet die Blues ein hartes Spiel: Kein PL-Team foult häufiger als Stoke (417 Fouls), während Chelsea bislang die zweitmeisten Fouls einstecken musste (381).

FC Everton - FC Arsenal (So., 14.30 Uhr)

Es ist das wohl interessanteste Duell des Spieltages. Arsenal könnte mit einem Sieg seinen vierten Platz untermauern, während Everton, bei einem Spiel weniger auf dem Konto, bis auf einen Zähler an die Gunners heranrücken kann. Schon jetzt spielen die Toffees eine historische Saison: Noch nie hatte Everton nach 31 Spielen 60 Punkte auf dem Konto, die letzten fünf Partien wurden allesamt gewonnen.

Das alles gelang trotz Verletzungspech, Darron Gibson und Bryan Oviedo sowie Arouna Kone und Lacina Traore fallen weiter aus. Auch Steven Pienaar fehlt wegen einer Knieverletzung, doch Trainer Roberto Martinez erklärte auf der Klubwebsite: "Er macht sich gut. Ich hoffe, dass er vor Saisonende noch eingreifen kann." Auch Arsenals Lazarett lichtet sich, wenngleich ein Einsatz am Sonntag für Aaron Ramsey, Laurent Koscielny und Mesut Özil noch zu früh kommt. Theo Walcott und Jack Wilshere fallen ohnehin noch länger aus.

Darüber hinaus konnten die Gunners nur drei der letzten zehn Ligaspiele gewinnen. Dennoch zeigte sich Trainer Arsene Wenger optimistisch: "Wir haben gegen City gezeigt, dass wir kämpfen und zusammenhalten, und dass wir auf Widerstände antworten können." Der Franzose, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft, erhielt darüber hinaus Rückendeckung von Kapitän Thomas Vermaelen. "Jeder will, dass er so lange wie möglich bleibt. Wir haben einen tollen Zusammenhalt im Team", zitierte ESPN den Belgier.

West Ham United - FC Liverpool (So., 17 Uhr)

Liverpool konnte seine letzten acht Spiele gewinnen, führt die Tabelle an und erwartet die Verfolger Chelsea und Manchester City in den kommenden Wochen noch zuhause. Grund genug für Trainer Brendan Rodgers, der weiter nur auf den Langzeitverletzten Jose Enrique verzichten muss, am Montag eine Kampfansage loszulassen: "City und Chelsea wissen, dass es sehr schwer wird, noch in Liverpool zu spielen. Wir haben das Gefühl, jedes Spiel gewinnen zu können. Wir sind hungrig und unser Selbstvertrauen ist enorm hoch."

Tatsächlich fehlen den Reds noch fünf Punkte, um den klubinternen Punkterekord einzustellen, und das trotz Alu-Pech: Kein Team traf in dieser Saison häufiger Pfosten oder Latte als Liverpool (24 Mal), während kein Team häufiger durch Alu-Treffer vor Gegentoren bewahrt wurde als West Ham (20 Mal). Pool-Kapitän Steven Gerrard stimmt davon unbeeindruckt seinem Trainer zu: "Ich glaube fest daran, dass wir die Liga gewinnen können. Wir müssen jetzt jedes Spiel wie ein Pokalfinale angehen."

Aber auch West Ham präsentierte sich zuletzt gut in Form und gewann sechs seiner letzten neun Spiele. Hammers-Kapitän Kevin Nolan betonte bereits, man wolle den Reds "die Party verderben" und Andy Carroll könnte in seinem ersten Duell mit dem Ex-Klub seit seinem Wechsel Pool in die Meisterschaft-Suppe spucken. "Er ist schneller als er aussieht, kann mit dem Ball am Fuß was und hat einen tollen Schuss", lobte Trainer Sam Allardyce seinen Stürmer, der nach langer Verletzungspause zuletzt immer besser in Form kam.

Letzte fünf Spiele

Direktes Duell

Manchester City

Southampton FC

Siege
3
1
1
Siege

Wetten & Tipps

Leser-Tipps

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Manchester City FC Manchester City
Unentschieden
Southampton FC SOT
Southampton FC Southampton FC
61%
19%
20%

Top 3 Tipps

Manchester City FC MNC
4 - 0
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1 - 1
Southampton FC SOT
Manchester City FC MNC
3 - 1
Southampton FC SOT

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