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Premier League

  • 25. August 2014
  • • 21:00
  • • Etihad Stadium, Manchester
  • Schiedsrichter: M. Oliver
  • • Zuschauer: 45471
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ENDE
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Entschied das Spitzenspiel: Stevan Jovetic

Premier League: Manchester City siegt im Spitzenspiel, United stolpert erneut

Entschied das Spitzenspiel: Stevan Jovetic

Getty

City setzte sich im Topspiel gegen Liverpool dank des doppelten Jovetics klar durch. Stadtrivale United hingegen patzte wie schon am ersten Spieltag.

London. Zum Abschluss des zweiten Spieltags setzte sich Manchester City dank eines Doppelpacks von Stevan Jovetic im Topspiel gegen den FC Liverpool mit 3:1 durch. Zuvor hatte  Manchester United mit Neu-Trainer Louis van Gaal auch beim zweiten Auftritt in der neuen Liga-Saison gepatzt. Die Tottenham Hotspur haben hingegen am zweiten Premier-League -Spieltag eine überzeugende Heimpremiere und den zweiten Sieg der Saison gefeiert. Gegen überforderte Queens Park Rangers gewannen die Spurs mit 4:0 (3:0). Einen Kraftakt benötigte zuvor der FC Arsenal : Trotz 0:2-Pausenrückstand holten die Gunners jedoch beim FC Everton einen Punkt. Für Chelsea gab es ebenso ein hartes Stück Arbeit: Gegen Aufsteiger Leicester City taten sich die Blues lange schwer und hatten Glück, nicht in Rückstand zu geraten, blieben am Ende jedoch siegreich.

Manchester City - FC Liverpool 3:1 (1:0)

Tore: 1:0 Jovetic (41.), 2:0 Jovetic (55.), 3:0 Agüero (69.), 3:1 Zabaleta (83./Eigentor)

Zwischen dem Meister und Vizemeister der letzten Saison entwickelte sich vor den Augen von Reds-Neuzugang Mario Balotelli von Beginn an eine rasante Partie. Beide Teams erzielten in der abgelaufenen Spielzeit über 100 Tore und suchten auch heute bei typisch englischem Wetter wieder ihr Heil in der Offensive. Dabei waren die Citizens in der ersten halben Stunde die etwas gefährlichere Mannschaft, während die Gäste den letzten Pass meist nicht an den Mann brachten.

Es dauerte dann aber doch bis kurz vor die Pause, ehe Stevan Jovetic die Hausherren nach einem Aussetzer von Alberto Moreno aus kurzer Distanz in Führung schoss (41.). Vier Minuten nach dem Seitenwechsel zappelte der Ball auf der Gegenseite im Kasten von Joe Heart, doch der Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung von Daniel Sturridge zu Recht nicht anerkannt.

Es ging mittlerweile Auf und Ab im Etihad, wobei Jovetic nach einer Traumkombination nur wenig später auf 2:0 stellte (55.). Das Team von Brendan Rodgers wirkte aber keinesfalls geschockt und drückte auf den schnellen Anschluss. Diese Hoffnungen wurden aber allerdings zerstört, als Sergio Agüero 23 Sekunden nach seiner Einwechslung 20 Minuten vor dem Ende alles klar machte. Pablo Zabaleta bescherte den Gästen mit einem Eigentor dann aber doch noch den Ehrentreffer (83.).

AFC Sunderland - Manchester United 1:1 (1:1)

Tore: 0:1 Mata (17.), 1:1 Rodwell (30.)

Louis van Gaal und Manchester United treten weiter auf der Stelle und kommen nach der Auftaktniederlage im Stadium of Light nicht über einen Punkt hinaus. Die Dreierkette der Red Devils: erneut wacklig. Die Offensive: praktisch nicht existent. Dabei fing es für United durchaus vielversprechend an mit der Führung durch Juan Mata nach scharfer Hereingabe von Antonio Valencia, der auf rechts zum ersten Mal durchbrechen konnte,

Doch die Freude der Gäste währte nur bis zu 30. Minute. Jack Rodwell erzielte per Kopf sträflich frei nach einer Ecke den Ausgleich.  In der Folge entwickelte sich ein intensives Spiel - mit leichten Vorteilen für Sunderland, das Uniteds Schwachstelle in der Defensive immer wieder anlief und vor Probleme stellte. Vorne blieb Robin van Persie bei seinem Saisondebüt komplett abgemeldet.

Auch im zweiten Durchgang trat keine Besserung ein. Im letzten Spielfelddrittel war Manchester seltsam ideenlos, Sunderland konnte aufkeimende Gefahr meist sofort bereinigen. Wayne Rooney rieb sich im Zentrum fortwährend auf und blieb ohne Ertrag. Die Poyet-Elf indes spielte bis zum Schluss mutig nach vorn, konnte den durchaus verdienten Siegtreffer aber nicht mehr erzielen.

Tottenham Hotspur - Queens Park Rangers 4:0 (3:0)

Tore: 1:0 Chadli (12.), 2:0 Dier (30.), 3:0 Chadli (37.), 4:0 Adebayor (65.)

Vier Jahre lang war Harry Redknapp Trainer bei den Spurs, verließ die Londoner 2012 im Streit. Nun folgte mit QPR die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte - doch statt eines Happy Ends gab es ein Debakel. Die Spurs dominierten die Rangers in allen Belangen und spielten sich phasenweise in einen Rausch. Emmanuel Adebayor, Nacer Chadli und Erik Lamela sammelten je zwei Scorerpunkte an einem perfekten Spurs-Nachmittag.

Tottenham zeigte sich verbessert im Vergleich zum Zittersieg gegen West Ham und stellte die Weichen früh auf Sieg. Chadli traf nach perfekt getimter Flanke von Adebayor auf den langen Pfosten zum 1:0 (12.). Auch in der Folge zogen die Spurs begeisterndes Powerplay auf. Christian Eriksen scheiterte mit einem Freistoß aus 25 Metern an der Unterkante der Latte (24.). Nach einer halben Stunde begann dann die Sieben-Minuten-Show von Erik Lamela.

Der Argentinier, erstmals überhaupt an der White Hart Lane von Beginn an, verdoppelte mit zwei Assists seine bisherige Quote im Spurs-Dress. Eric Dier, Matchwinner gegen West Ham, traf per Kopf nach Lamela-Ecke, Chadli markierte nach starker Vorarbeit des 22-Jährigen kurz darauf ebenfalls mit dem Kopf das dritte Tor. Auch im zweiten Durchgang ging die Spurs-Demonstration weiter. Adebayor schloss einen Konter flach zum 4:0 ab (65.), danach ließ Pochettino in den Schongang schalten.

FC Everton - FC Arsenal 2:2 (2:0)

Tore: 1:0 Coleman (19.), 2:0 Naismith (45.), 2:1 Ramsey (83.), 2:2 Giroud (90.)

Eine Einwechslung der Gunners, wieder mit den Weltmeistern Mesut Özil und Per Mertesacker in der Startelf, brachte vor 40.000 Zuschauern im Goodison Park die Wende: Zur Pause kam Olivier Giroud für Alexis Sanchez und plötzlich funktionierte das Offensivspiel der Gunners. Giroud ließ zwar gute Chancen liegen (46./66./69.), insgesamt kontrollierten die jetzt deutlich stabileren Gunners das Spiel nach der Pause aber.

Nach Flanke von Santi Cazorla erzielte Aaron Ramsey aus wenigen Metern schließlich den mittlerweile verdienten Anschlusstreffer (83.), Giroud war mit einem wuchtigen Kopfball der Ausgleichstreffer vorbehalten (90.).

Zuvor war es eine schwache Partie der Londoner. Nach nervöser Anfangsphase beider Teams, die für den verletzten Steven Pienaar nach neun Minuten bereits beendet war, gehörte die erste Halbzeit den Toffees und Everton verwertete seine erste Chance prompt: Von halblinks flankte Gareth Barry an den langen Pfosten, wo Seamus Coleman Özil stehen ließ und den Ball per Kopf unter die Latte knallte (19.).

Danach waren die Hausherren aggressiver und legten kurz vor der Pause mit einem überragenden Konter nach: Romelu Lukaku holte sich den Ball in der eigenen Hälfte, ließ zwei Gegenspieler stehen und passte am Strafraum perfekt in die Schnittstelle zu Steven Naismith. Der Schotte schob den Ball dann, allerdings aus abseitsverdächtiger Position, durch die Beine von Wojciech Szczesny (45.). Doch nach der Pause kam nicht mehr viel von Everton und am Ende verdiente sich Arsenal den Zähler.

FC Chelsea - Leicester City 2:0 (0:0)

Tore: 1:0 Diego Costa (63.), 2:0 Hazard (77.)

Lange Zeit tat sich Chelsea schwer, dennoch hatte sich der vorentscheidende Führungstreffer durch Diego Costa angekündigt - wie aufgezogen kamen die Blues aus der Pause: Oscar eröffnete den zweiten Durchgang mit einem Schlenzer an den Pfosten (48.), Andre Schürrles Versuch rauschte nach einem Konter knapp über die Latte (54.). Torhüter Kasper Schmeichel fischte zudem den Schuss von Branislav Ivanovic aus dem Winkel (55.) und rettete gegen den Lupfer von Cesc Fabregas (57.).

Doch auch der Aufsteiger hatte plötzlich Chancen: Thibaut Courtois rettete per Fußabwehr gegen David Nugent (52.), der kurz darauf komplett frei vor dem Belgier das Duell erneut verlor (55.). Es war jetzt eine packende Partie, das 1:0 war aber auch ein Zufallsprodukt: Ivanovic setzte sich rechts durch, von Schürrles Rücken prallte der Ball vor die Füße von Diego Costa und der netzte flach ein (63.). Eden Hazard sorgte wenig später für die Entscheidung, von links zog der Belgier in den Strafraum und vollendete ins lange Eck (77.).

Im ersten Durchgang hatte noch wenig auf diese Explosion des Spiels hingedeutet. Chelsea hatte Probleme im letzten Drittel, gefährlich wurde es nur nach Ecken: Schürrles Schuss (2.) wurde genau wie Gary Cahills (20.) abgeblockt. Die beste Chance vor der Pause hatte der lange abgemeldete Costa, dessen Versuch knapp übers Tor ging (36.). Leicester konnte sich zudem immer wieder befreien und suchte mutig den Weg nach vorne. Lange wirkten die Blues extrem ideenlos, was sich nach der Pause aber schlagartig änderte.

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