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UEFA Champions League

  • 27. August 2014
  • • 20:45
  • • Swedbank Stadion, Malmö
  • Schiedsrichter: D. Skomina
  • • Zuschauer: 20361
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Malmo FF siegt mit Gesamtergebnis von 4 - 2

Bilbao schockt Neapel

CL-Playoffs: Arsenal durch - Salzburg scheitert erneut

Bilbao schockt Neapel

Getty

Der FC Arsenal zittert sich in die Gruppenphase der Champions League. Bilbao überrascht Neapel und Salzburg muss sich erneut geschlagen geben.

St. Petersburg.   Zenit St. Petersburg hat mit einem 3:0-Sieg über Standard Lüttich souverän die Gruppenphase der Champions League erreicht. Der FC Porto ist seiner Favoritenrolle mit einem 2:0 gegen OSC Lille gerecht geworden. Auch APOEL Nikosia und BATE Borisov haben ihre Hürden gemeistert, während Celtic Glasgow überraschend gegen NK Maribor ausgeschieden ist.

Die Gunners haben sich gegen Besiktas knapp durchgesetzt und stehen zum 17. Mal in Folge in der Gruppenphase der Champions League. Salzburg kann den Fluch nicht besiegen und fliegt gegen Malmö raus. Bilbao besiegt Neapel.

FC Arsenal - Besiktas 1:0 (1:0) Hinspiel: 0:0

Tore: 1:0 Sanchez (45.)

Gelb-Rot: Debuchy (75./wiederholtes Foulspiel)

Die Gunners glänzten nicht, stehen aber zum 17. Mal in Folge in der Gruppenphase der Champions League. Doch bis es soweit war, bereitete Besiktas dem FC Arsenal ordentlich Kopfzerbrechen.

Vor Anfang an war die Wenger-Elf die spielbestimmende Mannschaft, einzig die klaren Torchancen fehlten. Mit Per Mertesacker und Mesut Özil standen zwei Weltmeister in der Startelf der Londoner. Bei den Türken nahm Trainer Slaven Bilic gesperrt nur auf der Tribüne Platz.

Kurz vor der Pause war es Alexis Sanchez, der die Nerven der Arsenal-Fans beruhigte und nach feiner Vorarbeit von Jack Wilshere zum 1:0 einschob (45.). Im zweiten Durchgang verpasste es die Heimelf, den Deckel auf die Partie zu machen. Alex Oxlade-Chamberlain vergab die größte Möglichkeit, als er aus kurzer Distanz an Tolga Zengin scheiterte.

In einer hektischen Schlussphase sah Matthieu Debuchy eine zweifelhafte Gelb-Rote Karte. Aber Besiktas konnte die numerische Überlegenheit nicht ausnutzen und tritt somit in der Europa League an.   

Malmö FF – RB Salzburg 3:0 (2:0) Hinspiel: 1:2

Tore: 1:0 Rosenberg (10./Elfmeter), 2:0 Eriksson (19.), 3:0 Rosenberg (84.)

Es dauerte gerade einmal zehn Minuten, da bereuten die Salzburger Malmös späten Anschlusstreffer aus dem Hinspiel auch schon. Nach einem Ballverlust von Stefan Ilsanker hatte Markus Rosenberg Magnus Eriksson gesehen, der auf dem Weg zum Tor von RB-Keeper Peter Gulacsi von den Beinen geholt wurde. Schiedsrichter Damir Skomina blieb nichts anderes übrig, als auf den Punkt zu zeigen und Rosenberg bedankte sich artig. Der Ex-Bremer übernahm Verantwortung und brachte die Schweden in Führung.

Völlig verdient. Denn angestachelt vom frenetischen Publikum setzte Malmö die Salzburger bereits tief in deren Hälfte unter Druck und lähmte so den Spielaufbau des österreichischen Meisters. So auch knapp zehn Minuten nach dem 1:0: RB brachte den Ball nicht aus der eigenen Hälfte, das Leder sprang 25 Meter vor dem Tor einmal auf, was Eriksson offenbar als Einladung auffasste. Der Offensivmann zog direkt ab und setzte den Ball unhaltbar unter die Latte (19.). Traumtor!

Plötzlich brauchten die Österreicher zwei Treffer, sollte endlich die ersehnte Champions-League-Qualifikation gelingen. Gegen ein gerade im Zentrum bestens aufgestelltes Malmö boten sich Salzburg allerdings nicht die nötigen Räume. Zwar wich man immer wieder auf den linken Flügel aus, Chancen sprangen dabei jedoch selten heraus. Frust machte sich breit. Frust, der sich in Naby Keitas beidbeiniger Grätsche gegen Emil Fordberg im Mittelfeld entlud (31.). Skomina beließ es jedoch bei Gelb.

Nach dem Seitenwechsel rannte RB an, drückte auf den Ausgleich, strahlte vor dem gegnerischen Tor allerdings zu selten Gefahr aus. Anders die Schweden. Kurz vor Schluss konterte Malmö Salzburg nach einem Ballverlust perfekt aus. Rosenberg ließ frei vor dem Tor noch zwei Österreicher ins Leere laufen und schob sicher zur Entscheidung ein (84.).

Bilbao – SSC Neapel 3:1 (0:0) Hinspiel: 1:1

Tore: 0:1 Hamsik (47.), 1:1, Adruiz (61.),  2:1 Aduriz  (68.), 3:1 Gomez (73.)

Durch das 1:1 im Hinspiel lag der Druck bei Napoli. Dennoch kontrollierte Bilbao von Anfang an das Spiel und erspielte sich Chancen, aus denen aber kein Tor entstehen wollte. Stattdessen wurden die Spanier von Marek Hamsik kalt erwischt, als dieser kurz nach Wiederanpfiff aus 17 Metern trocken verwandelte.

Diese Führung schockte Bilbao allerdings nicht, Athletic blieb die bessere Mannschaft. Es dauerte jedoch eine ganze Stunde, bis der Knoten endlich platzte; dann drehten die Basken innerhalb von 12 Minuten das Spiel. Erst ein Doppelpack von Aritz Aduriz, dann stand die Napoli-Abwehr zu hoch und Ibai Gomez konnte einen Konter zum 3:1 abschließen. Bilbao steht damit zum ersten Mal seit 1998 in der CL-Gruppenphase.

Ludogorets – Steaua 1:0 n.V. (1:0, 0:0), 6:5 i.E.

Tore: 1:0 Wanderson (90.)

Rote Karte: Vladislav Stoyanov (118./Notbremse)

Elfmeterschießen: 1:0 Moti, 1:1 Keseru, Wanderson gehalten von Arlauskis, Pirvulescu gehalten von Moti, 2:1 Younes, 2:2 Szukala, 3:2 Caicara, 3:3 Popa, 4:3 Marcelinho, 4:4 Varela, 5:4 Dyakov, 5:5 Prepelita, 6:5 Espinho, Rapa gehalten von Moti

Es war das spielerisch schwächste Spiel, das am Ende die meiste Spannung bot. Ludogorets versuchte von Anfang an, den Rückstand aus dem Hinspiel wettzumachen, mehr als zwei Chancen sprangen in der ersten Halbzeit jedoch nicht heraus. Bukarest spielte auch nach Wiederanpfiff sehr passiv, während die Bulgaren aufs Tor drängten. In der 90. Minute war es dann der Brasilianer Wanderson, der nach einer Ecke wie aus dem Nichts das Tor für Rasgrad erzielte.

Die Verlängerung verlief bis in die 118. Minute ereignislos. Dann holte Ludogorets-Torwart Vladislav Stoyanov Fernando Varela als letzter Mann von den Beinen. Ins Tor musste Abwehrspieler Cosmin Moti, pikanterweise ein Rumäne, der in der Folge seinen großen Auftritt hatte. Er verwandelte den ersten Elfmeter selbst und hielt zwei gegnerische. Rasgrad erreicht damit erstmals die Champions League.

Zenit St. Petersburg – Standard Lüttich 3:0 (1:0) Hinspiel: 1:0

Tore: Rondon 1:0 (30.), Hulk 2:0 (54./FE), Hulk 3:0 (58.)

Rote Karte: Faty (89.)

Gelb-Rote Karte: Fayzulin (44.)

Trotz der Führung aus dem Hinspiel bot Andre Villas-Boas seine A-Elf auf, er wollte offensichtlich kein Risiko eingehen. Mit Hulk, Danny, Axel Witsel und Co. sollte der Gegner dominiert und der Einzug in die Gruppenphase schnell eingetütet werden. Zunächst ging dieser Plan auch auf, wenn auch mit tatkräftiger Unterstützung von Standard-Keeper Eiji Kawashima.

Der Japaner wollte in der 30. Minute eine Flanke mit der Faust abwehren und legte stattdessen maßgenau für Jose Rondon auf, der das Geschenk annahm und per Kopf die Führung erzielte. Die Gruppenphase schien zu diesem Zeitpunkt sicher, so harmlos hatten sich die Belgier bis zu diesem Zeitpunkt präsentiert. Erst der unnötige Platzverweis von Wiederholungstäter Viktor Fayzulin kurz vor der Pause ließ bei Lüttich noch einmal Hoffnung aufkeimen.

Lüttich kam tatsächlich offensiver aus der Pause, der Aufwind währte aber keine zehn Minuten. Ein Foul von Jelle Van Damme bescherte Zenit einen Elfmeter, den Hulk sicher verwandelte. Als der Brasilianer vier Minuten später einen weiteren schlimmen individuellen Fehler von Jeff Louis zum 3:0 nutzte, war die Partie entschieden. Der ungerechtfertigte Platzverweis für Ricardo Faty kurz vor Schluss rundete den gebrauchten Abend für Lüttich dann ab.

FC Porto – OSC Lille 2:0 (0:0) Hinspiel: 1:0

Tore: Brahimi 1:0 (49.), Martinez 2:0 (69.)

Auch der FC Porto hat die Gruppenphase erreicht, allerdings taten sich die Portugiesen lange Zeit ziemlich schwer mit dem OSC. Nach gutem Start mit gleich mehreren Chancen für Jackson Martinez verlor der Gastgeber zunehmend den Faden, was auch Coach Julen Lopetegui nicht entging. Schon in der 39. Minute nahm er den schwachen Alex Sandro raus, um ein Zeichen zu setzen.

Die Botschaft kam an. Nach der Pause kam der Favorit druckvoll aus der Kabine und wurde durch einen spektakulären Freistoß von Yacine Brahimi belohnt. Mit der Führung im Rücken spielte Porto auf einmal jedoch nur noch mit halber Kraft, was zu Chancen für die Franzosen und extremem Unmut beim Coach und beim Publikum führte.

Zur Wende kam es trotzdem nicht. Lilles Pape Souare spielte einen ganz schwachen Pass, den Brahimi abfing und auf Martinez weiterleitete. Der Torjäger schob souverän ein und entschied damit das Spiel. Die Portugiesen stehen damit zum vierten Mal in Folge in der Gruppenphase der Champions League.

BATE Borisov - Slovan Bratislava 3:0 (1:0)  Hinspiel: 1:1

Tore: Gordejchuk (41.), Krivets (84.), Rodionov (85.)

Gelb-Rote Karte: Soumah (79.)

Schon im Hinspiel war BATE Borisov die deutlich stärkere Mannschaft gewesen, allerdings konnten sie ihre Überlegenheit vor einer Woche kaum in Tore ummünzen. Auch beim Rückspiel hatte Schiedsrichter Wolfgang Stark zunächst mehr damit zu tun, diverse Gelbe Karten zu verteilen, als auf den Mittelpunkt zu zeigen. Bratislava versuchte, die spielerische Unterlegenheit mit Aggressivität zu kompensieren.

Kurz vor der Pause erzielte Mikhail Gordejchuk nach einem wunderbaren Solo die Führung und öffnete damit das Spiel. Die Slowaken mussten kommen und versuchten nun, selbst zu Chancen zu kommen, schließlich bedeutete der Rückstand das Ausscheiden. Selbst in seiner Druckphase fiel Bratislava aber nicht genug ein, um die Weißrussen ernsthaft zu fordern.

Stattdessem sorgte Borisov selbst mit einem späten Doppelschlag für klare Verhältnisse: Erst bediente der eingewechselte Andriy Yakovlev bei einem Konter Sergei Krivets, der nur noch einschieben musste. Nur eine Minute später tanzte dann Vitaly Rodionov die Abwehr aus und besorgte den Endstand.

Celtic Glasgow - NK Maribor 0:1 (0:0) Hinspiel 1:1

Tore: 0:1 Tavares (75.)

In der ersten Hälfte hatten beide Teams Probleme im Spielaufbau. Fehlpass reihte sich an Fehlpass, jedoch konnte weder Glasgow noch Maribor daraus Kapital schlagen. Nach der Pause erhöhte Celtic den Druck. In der 56. Minute traf McGregor aus zehn Metern nach guter Vorarbeit von Stokes aber nur die Latte. Auch Maribor schaltete offensiv nun einen Gang hoch und tauchte hin und wieder gefährlich vor dem Tor von Jasmin Handanovic auf.

Ein Viertelstunde vor Schluss dann die Überraschung: Nach einer Flanke von links bekam Celtic den Ball nicht auf dem Strafraum, Marcos Tavares bedankte sich und netzte aus acht Metern trocken ein. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Mannschaften gute Torchancen hatten, aber keine von ihnen nutzen konnten. Die größte Möglichkeit zum Ausgleich vergab Virgil van Dijk in der dritten Minute der Nachspielzeit.

Champions-League-Niveau boten beide Teams weder defensiv noch offensiv. Aber Maribor wird es egal sein: Der NK steht als erster slowenischer Klub der Geschichte in der Gruppenphase.

APOEL Nikosia - Aalborg BK 4:0 (2:0) Hinspiel 1:1

Tore: 1:0 Vinicius (29.), 2:0  De Vincenti (44.), 3:0 Aloneftis (64.), 4:0 Sheridan (75.)

APOEL war im Vergleich zum Hinspiel die bessere Mannschaft und ging noch vor der Pause mit 2:0 in Führung. Mario Sergio legte zwei Treffer auf, darunter das Joker-Tor von Efstathios Aloneftis. Tomas De Vincenti hatte mit einem Assist und einer Bude ebenfalls großen Anteil am Einzug in die Gruppenphase. Den Schlusspunkt des Spiels setzte Sillian Sheridan mit einem sehenswerten Weitschuss.

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