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Primera Division

  • 11. April 2015
  • • 18:00
  • • Estadio La Rosaleda, Málaga
  • Schiedsrichter: Antonio Miguel Mateu Lahoz
  • • Zuschauer: 24500
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ENDE
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Ronaldo brach per Freistoß-Flatterball den Bann für die Königlichen

Primera Division: Barcelonas Vorsprung auf Real schmilzt

Ronaldo brach per Freistoß-Flatterball den Bann für die Königlichen

Getty images

Real Madrid machte mit Eibar kurzen Prozess und fuhr die drei Punkte ein. Der Tabellenführer und große Rivale hingegen brachte ein 2:0 am Ende nicht ins Ziel.

Real Madrid ist der große Gewinner des 31. Spieltags der Primera Division. Die Königlichen hatten mit dem SD Eibar keine Probleme und bezwangen den Aufsteiger souverän mit 3:0 (2:0). Große Schwierigkeiten hingegen hatte zunächst Atletico Madrid beim 2:2 (1:1) beim FC Malaga. Und auch der FC Barcelona kam am Samstagabend beim 2:2 (2:1) in Sevilla nicht zu einem Sieg. Die Katalanen verspielten sogar eine 2:0-Führung.

FC Sevilla – FC Barcelona 2:2 (1:2)

Tore: 0:1 Messi (14.), 0:2 Neymar (31.), 1:2 Banega (38.), 2:2 Gameiro (84.).

Barcelona startete in Sevilla effektiv: Mit der ersten Möglichkeit gingen die Gäste sofort in Führung. Lionel Messi nahm an der Strafraumgrenze einen Querpass auf und schlenzte dann das Spielgerät mit viel Gefühl zum 1:0 ins Netz (14.). Danach kontrollierte die Mannschaft von Trainer Luis Enrique das Geschehen und legte auch das zweite Tor nach: Mit Neymar war es der nächste Superstar, der eine tolle Aktion mit einem Treffer veredelte. Der Brasilianer streichelte einen Freistoß aus 18 Metern in den linken Winkel – Sevillas Torwart Sergio Rico schaute der Kugel nur noch staunend hinterher (31.).

Der 0:2-Rückstand war für die Hausherren das Zeichen, mehr zu riskieren. Vicente Iborra gab den ersten Warnschuss ab (35.) und kurz danach brachte Ever Banega Sevilla wieder ins Spiel. Der Mittelfeldmann zog aus 23 Metern ab und der haltbare Ball schlug unten links zum 1:2 im Netz ein, obwohl Barca-Keeper Claudio Bravo noch mit den Fäusten dran war (38.).

Der Anschlusstreffer gab Sevilla in der zweiten Halbzeit Aufwind. Zwar hatte Barcelona gleich nach Wiederbeginn eine Doppelchance durch Andres Iniesta und Luis Suarez (50.), danach aber kamen auch die Gastgeber zu Abschlüssen: Carlos Bacca zielte aus zwölf Metern über das Tor. Die Partie wurde immer umkämpfter, wobei Barcelona nicht drückend überlegen war.

Und das sollte sich in der Schlussphase rächen: In der 84. Minute leitete ein Fehlpass von Gerard Pique einen Sevilla-Konter über Jose Antonio Reyes ein, der auf der rechten Seite Aleix Vidal bediente. Dessen Hereingabe musste in der Mitte Kevin Gameiro nur noch zum 2:2 über die Linie drücken. Barcelona leistete sich nach einer starken ersten Hälfte einen schwächeren zweiten Durchgang und wurde dafür von Sevilla am Ende bestraft.

FC Malaga - Atletico Madrid 2:2 (1:1)

Tore: 0:1 Griezmann (25.), 1:1 Torres (37./ET), 2:1 Samuel (71.), 2:2 Griezmann (78.)

Es war ein leidenschaftlicher, mitreißender Auftritt, den der FC Malaga den 24.500 Zuschauern im La Rosaleda bot. Die Hausherren ergriffen schon in der ersten Hälfte die Initiative, richtig packend wurde es aber erst nach der Pause. Malaga rannte immer wieder an, es entwickelte sich eine offene Partie und schließlich belohnten sich die Gastgeber: Der überragende Nordin Amrabat steckte den Ball perfekt durch und Samuel hob die Kugel aus 13 Metern über den heraus eilenden Jan Oblak ins Netz (71.).

Allerdings begann Malaga dann zu früh, sich auf seine Defensive zu fokussieren und stand zu tief. Atletico konnte so schnell wieder das Zepter übernehmen und kam zum Ausgleich, Griezmann staubte nach Kopfball-Ablage von Raul Jimenez aus stark abseitsverdächtiger Position zum Endstand ab (78.). Zwei kuriose Tore hatten zuvor im ersten Durchgang, der deutlich ereignisärmer war, das Bild geprägt. Zunächst unterschätzte Malaga-Keeper Carlos Kameni einen scheinbar harmloses Einwurf von links komplett, die Kugel rutschte ihm durch die Hände und am langen Pfosten musste Antoine Griezmann nur noch den Fuß hinhalten (25.).

Auf der anderen Seite stellte Atletico-Stürmer Fernando Torres wieder alles auf null - Torres versuchte eine scharf reingeschlagene Ecke zu klären und köpfte den Ball stattdessen aus drei Metern ins eigene Netz (37.). Insgesamt aber sahen die Zuschauer eine eher zähe erste Hälfte, auch weil von Atletico zu wenig kam. Doch der zweite Durchgang entschädigte dafür komplett, wenngleich Malaga, das auch in der Schlussphase nach dem 2:2 das Spiel machte und durch Amrabat (83.) eine weitere Chance hatte, den Sieg etwas unglücklich verpasste.

Real Madrid - SD Eibar 3:0 (2:0)

Tore:  1:0 Ronaldo (21.), 2:0 Hernandez (31.), 3:0 Jese (83.)

62 Prozent Ballbesitz, 24:4 Torschüsse und keine einzige ernsthafte Chance für den Gegner - Reals Pflichtaufgabe gegen Eibar war eine klarere Angelegenheit, als es das reine Ergebnis vermuten lässt. Die Königlichen bestimmten, wenn auch die Schlagzahl nach der Pause deutlich verringert wurde, das Spiel über die kompletten 90 Minuten, die Partie spielte sich grade im ersten Durchgang fast ausschließlich um den Strafraum der Gäste ab und die wenigen Entlastungsangriffe Eibars verpufften meist schnell wirkungslos.

Dennoch brauchte es einen Standard, um den Bann zu brechen: Cristiano Ronaldo knallte einen Freistoß aus 25 Metern zentral aufs Tor, der Flatterball schlug neben dem unglücklich agierenden Xabi Irureta im Netz ein (21.). Es war Ronaldos erster Freistoßtreffer seit fast einem Jahr und 56 erfolglosen Versuchen. Real machte mit viel Zug nach vorne und viel Spielfreude weiter, die logische Konsequenz folgte schnell. Die Königlichen spielten sich auf rechts schön durch, Alvaro Arbeloa brachte die Flanke punktgenau und Javier Hernandez köpfte die Kugel mustergültig ins lange Eck (31.).

Isco (3./33.), Ronaldo (42.), dessen Gelbsperre von der Liga zurückgenommen worden war, sowie Hernandez per Kopf (51.) ließen weitere Chancen liegen, den Kopfball von Sergio Ramos lenkte Irureta zudem an die Latte - der folgende Nachschuss von Isco rollte kurioserweise ein Mal von Innenpfosten zu Innenpfosten (18.). Insgesamt aber schaltete Real im zweiten Durchgang mehrere Gänge runter und tat nur noch das Nötigste. Jese setzte, als Eibar die Gegenwehr schon zunehmend eingestellt hatte, mit einem trockenen Rechtsschuss den Schlusspunkt (83.).

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