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Serie A

  • 26. Oktober 2014
  • • 18:00
  • • Stadio Olimpico, Roma
  • Schiedsrichter: P. Giacomelli
  • • Zuschauer: 34782
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ENDE
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Napoli feiert gegen Verona

Serie A: Neapel-Feuerwerk, Klose schießt Lazio zum Sieg - Inter siegt dank Icardi-Elfer

Napoli feiert gegen Verona

Getty Images

Der SSC Neapel tut sich lange schwer, brennt in der zweiten Hälfte aber ein Feuerwerk ab. Higuain schnürt einen Dreierpack, Hamsik trifft doppelt.

Genua. Der AS Rom kam im Spitzenspiel gegen Sampdoria Genua nicht über ein 0:0 hinaus. Am Sonntag nutzte Juventus gegen Aufsteiger Palermo den Patzer aus. Lazio Rom hat am 8. Spieltag der Serie A einen Heimsieg gegen den FC Turin eingefahren. Der SSC Neapel kommt gegen Hellas Verona trotz der frühen Führung durch den Treffer von Emil Hallfredsson zurück und dreht die Partie in beeindruckender Art und Weise. Inter Mailand hat nach drei sieglosen Partien in Folge wieder einen Dreier feiern dürfen.

SSC Neapel – Hellas Verona 6:2 (1:1)

 Tore: 0:1 Hallfredsson (1.), 1:1 Hamsik (45.), 2:1 Hamsik (55.), 2:2 Lopez (66.), 3:2 Higuain (68.), 4:2 Callejon (71.), 5:2 Higuain (80.), 6:2 Higuain (89., FE)

Gerade einmal 24 Sekunden lief das Spiel, da schockte Emil Hallfredsson die Neapolitaner. Der Isländer fasste sich ein Herz und setzte einen schönen Volley aus gut 20 Metern ins rechte Toreck. Erst ab der zwölften Minute konnten die Gastgeber in der Offensive in Erscheinung treten. Gonzalo Higuain hatte binnen weniger Minuten gleich zwei Einschussmöglichkeiten, scheiterte aber beide Male an Hellas-Keeper Rafael.

Erst kurz vor dem Pausenpfiff gelang es dem SSC, das Verona-Bollwerk zu überwinden: Marek Hamsik netzte eiskalt zum 1:1 ein (45.). Nur zehn Minuten nach Wiederanpfiff war es erneut Hamsik, der sogar die Führung für die Gastgeber erzielte. Nachdem zunächst Rafael glänzend gegen den Slowaken parierte, war der Keeper nach Hamsiks Nachschuss machtlos.

Zwar bestimmte Neapel in der Folge das Spiel, dennoch konnte Verona ausgleichen. Nico Lopez durchdribbelte die gesamte Napoli-Abwehr und konnte ausgleichen (66.). Higuain stellte jedoch nur zwei Minuten später die Führung wieder her. Ebenfalls mit einem sehenswerten Dribbling gelang dem Argentinier das 3:2.

Für die Vorentscheidung sorgte dann Jose Callejon, der die nun offene Verona-Deckung bestrafte und einen Konter nach Vorlage vom überragenden Hamsik eiskalt verwertete (71.). Anschließend wurde es bitter für die Gäste, deren Gegenwehr nun gebrochen war: Higuain machte mit einem Doppelschlag sogar noch seinen Dreierpack perfekt (80., 82.).

AC Cesena - Inter Mailand 0:1 (0:1)

Tor: 0:1 Icardi (32./FE)

Rote Karte: Leali (Cesana / 32.)

Die Nerazzurri feiern ihren ersten Auswärtssieg in dieser Spielzeit und lösen sich ein wenig aus den enttäuschenden Tabellenregionen. Spielerisch über weite Strecken nicht überzeugend, brachte ein Elfmeter von Mauro Icardi der Mannschaft von Walter Mazzarri den Erfolg.

Im Stadio Dino Manuzzi hatte der Favorit zwar optisch das Übergewicht, klare Tormöglichkeiten gab es zunächst aber weder für Internazionale noch für den Aufsteiger. Gerade als das Inter-Spiel zunehmend abflachte, ertönte der Elfmeterpfiff zugunsten der Gäste. Cesena-Keeper Nicola Leali kam gegen Rodrigo Palacio zu spät und sah Rot.

Mauro Icardi blieb gegen Federico Agliardi cool, die erste Amtshandlung des eingewechselten Ersatztorhüters war es, den Ball aus dem Netz zu holen (32.). Mit der Führung ging es in die Pause, nach der es spielerisch auf beiden Seiten weiter arm zuging. Gegen Ende suchte Cesena noch einmal seine Chance, doch Samir Handanovic hielt, was zu halten war.

Lazio Rom - FC Turin 2:1 (1:0)

Tore: 1:0 Biglia (15.), 1:1 Farnerud (53.), 2:1 Klose (60.)

Zuletzt kam Miroslav Klose bei den Laziali nur noch zu Kurzeinsätzen, doch gegen Torino hatte Trainer Stefano Piolo das richtige Gespür, brachte den Weltmeister zur zweiten Halbzeit. Der 36-Jährige dankte es mit dem 2:1-Siegtreffer nach einer Stunde. Einen nach vorne geblockten Candreva-Freistoß brachte Klose im Tor unter. Die Entscheidung in einer flotten Partie.

Lazio zeigte sich zu Beginn direkt brandgefährlich, Antonio Candreva vergab per Flachschuss denkbar knapp die Führung (5.). Nach einer Viertelstunde das folgerichtige 1:0. Die Römer bekamen 20 Meter vor dem Tor leicht links versetzt einen Freistoß zugesprochen, Lucas Biglia trat  an - und verwandelte direkt. Eine Minute später traf Candreva den Pfosten.

Es folgten weitere Hochkaräter für Lazio, doch dann schalteten auch die Gäste in den Vorwärtsgang. Torino drückte auf das 1:1, das nach der Pause dann auch fiel. Alexander Farnerud schoss nach gescheiterter Abwehraktion von Mickael Ciani ein (53.). Wenig später war Klose dann zur Stelle und sicherte die drei Punkte für Lazio.

Sampdoria Genua - AS Rom 0:0

Tore: Fehlanzeige

Während Sampdoria sich unter der Woche ausruhen durfte, kam die Roma in der Champions League gegen die Bayern mit 1:7 unter die Räder. Davon war ihnen in Genua aber nichts mehr anzumerken, denn die Giallorossi präsentierten sich in einer intensiven ersten Hälfte als die agilere Mannschaft.

Im Angriff aber oftmals etwas zu ungenau, vergab Gervinho nach exakt einer halben Stunde die beste Chance der Partie, als der Ivorer aus kurzer Distanz nur den linken Außenpfosten traf. Die Gastgeber waren bemüht, konnten die Defensive der Mannschaft von Rudi Garcia allerdings nicht entscheidend unter Druck setzen.

Nach dem Seitenwechsel zappelte der Ball dennoch im Netz - Manolo Gabbiadini hatte zuvor aber klar im Abseits gestanden. Die Roma gewann nun mehr und mehr die Oberhand, musste sich nach einer Glanzparade von Sergio Romero gegen Alessandro Florenzi (82.) am Ende aber trotzdem mit dem torlosen Remis zufrieden geben und verpasste es, an Tabellenführer Juventus vorbeizuziehen.

Juventus Turin - US Palermo 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Vidal (32.), 2:0 Llorente (64.)

Der Meister sagt danke und setzt sich nach dem Remis der Verfolger aus Rom und Genua wieder ab. Auf die jüngsten Patzer gegen Sassuolo in der Liga und Piräus in der Königsklasse reagierten die Bianconeri mit einem souveränen Sieg gegen Palermo. Erfreulich für die Alte Dame: Fernando Llorente erzielte nach 787 torlosen Minuten in dieser Saison seinen Premierentreffer.

Schon in den Anfangsminuten zeichnete sich der Trend der Partie ab. Juve ließ den Ball laufen und verlagerte das Spiel in die Hälfte der Gäste, die um defensive Stabilität bemüht waren. Die Hausherren näherten sich zunehmend dem Gehäuse an, doch Palermo machte die Räume dicht. Auf der Gegenseite schockte Franco Vazquez um ein Haar den Favoriten (29.).

Die Erlösung drei Minuten später: Carlos Tevez bediente Arturo Vidal mustergültig auf links, der Chilene schloss trocken ins rechte Eck ab. Mit der Führung ging es in die Pause, aus der Palermo mit mehr Schwung kam. Chancen resultierten daraus aber nicht - anders als auf der anderen Seite. Llorente wuchtete sich in einen Pirlo-Eckball und stellte per Kopf den Sieg sicher (64.). Kurz vor Schluss scheiterte Sebastian Giovinco noch per Fernschuss am Pfosten (89.).

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