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Weltmeisterschaft

  • 23. Juni 2014
  • • 22:00
  • • Itaipava Arena Pernambuco, Recife, Pernambuco
  • Schiedsrichter: R. Irmatov
  • • Zuschauer: 41212
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ENDE
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Andres Guardado bejubelt seinen Treffer zum 2:0

Mexiko stürmt ins Achtelfinale und wirft Kroatien raus

Andres Guardado bejubelt seinen Treffer zum 2:0

Getty

Die Lateinamerikaner stehen dank einer überragenden Schlussphase in der K.o.-Runde der Weltmeisterschaft. Kroatien muss die Heimreise antreten.

Recife. Mexiko hat sich eindrucksvoll und auf Kosten von Kroatien für das Achtelfinale der WM qualifiziert. Dank der späten Treffer von Rafael Marquez (72.), des Leverkuseners Andres Guardado (75.) und des eingewechselten Superstars Javier Hernandez (82.) gewannen die Mittelamerikaner das direkte Duell beider Mannschaften am Ende mit 3:1 (0:0). Mexiko trifft als Zweiter der Gruppe A auf die Niederlande.

Bei den vergangenen fünf Weltmeisterschaften war El Tri ebenfalls ins Achtelfinale eingezogen, dort aber jeweils gleich gescheitert. Die Kroaten, für die Ivan Persic vom VfL Wolfsburg erst in der 87. Minute traf, hätten gegen El Tri einen Sieg zum Weiterkommen benötigt, scheiterten aber am Ende kläglich. Kurz vor dem Abpfiff sah der eingewechselte Ante Rebic sogar noch die Rote Karte (89.).

Die Kroaten standen aufgrund der Situation im Parallelspiel, wo Brasilien gegen Kamerun auf Siegkurs war, früh unter Druck - sie benötigten einen Sieg. Mexiko aber verteidigte in der verbissen geführten Begegnung in Recife sehr gut, verteidigte geschickt und startete immer wieder gefährliche Konter: einer davon führte zum zweiten Treffer. Das erste Tor köpfte Marquez nach einem Eckball, Kroatiens Torhüter Stipe Pletikosa sah nicht gut aus.

Schiedsrichter verweigert Elfmeter

Mexiko hätte bereits früher führen können, hatte aber Pech, als Darijo Srna bei einem Schuss von Guardado den Ball im Strafraum mit der Hand abblockte und Schiedsrichter Rawschan Irmatow aus Usbekistan weiterspielen ließ (64.). Kurz darauf klärte Pletikosa bei einem Schuss von Paul Aguilar per Fußabwehr (65.). Chancen der gehemmt und einfallslos wirkenden Kroaten waren zu diesem Zeitpunkt längst Mangelware.

Trainer Niko Kovac hatte sich erneut dazu entschieden, das Schicksal der Kroaten in die Hände von drei Bundesligaprofis zu legen. Perisic, Klubkollege Ivica Olic und Mario Mandzukic (Bayern München) sollten die erforderlichen Tore schießen, wie schon beim 4:0 gegen Kamerun. "Sie können unsere entscheidende Waffe sein", sagte der Trainer. Doch die Waffe blieb stumpf und Kroatien ideenlos.

Kroatien legte entsprechend seinem Spitznamen los, die "Feurigen" drückten von Beginn an aufs Tempo, ergriffen die Initiative, merkten aber bald: Das wird ein Geduldsspiel. Die Mexikaner zogen sich bei gegnerischem Ballbesitz weit zurück, bildeten hinten eine Fünferkette mit dem starken Routinier Marquez als Chef, davor stand eine Dreier-Reihe.

Herraras Schuss küsst Lattenkreuz

Die erste Viertelstunde gehörte den Kroaten, dann kamen die Mexikaner, angetrieben von ihrem heißblütigen Anhang, besser ins Spiel. Der gute Hector Herrera schreckte die Mannschaft von Niko Kovac mit einem wuchtigen Schuss ans Tordreick auf (16.). Und kurz darauf chippte Oribe Peralta den Ball über Torhüter Pletikosa - aber auch neben das Tor (19.).

Kroatien? Hatte mehr Ballbesitz, prallte jedoch immer wieder an der mexikanische Mauer ab und verzweifelte zusehends. Das Bundesliga-Trio im Angriff war abgemeldet - ehe wenigstens Persic den unbedeutenden Anschlustreffer erzielte.

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