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WM-Qualifikation Europa

  • 10. September 2013
  • • 18:00
  • • Astana Arena, Astana
  • Schiedsrichter: M. Zelinka
  • • Zuschauer: 24000
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WM-Qualifikation im Roundup: Frankreich bangt um Franck Ribery - Oranje vor finalem Schritt, England vor entscheidendem Duell

Die Spannung steigt in Europa: Diverse Entscheidungen und Vorentscheidungen stehen am Dienstag in der WM-Quali an. Holland hat Brasilien vor Augen. England zittert.

Am Dienstag steht der wegweisende Teil zwei des Doppelspieltags in der europäischen WM-Qualifikation an. In der deutschen Gruppe liefert sich das Verfolgerfeld einen heißen Kampf. England muss um jeden Preis in der Ukraine bestehen, während bei Frankreich Bayern-Star Franck Ribery auszufallen droht. Die Niederlande wollen sich in Andorra endgültig nach Brasilien schießen.

Kasachstan - Schweden (Di., 18 Uhr)

Die Schweden können in Astana einen ganz großen Schritt in Richtung WM-Playoffs machen. Nachdem die Skandinavier in der deutschen Gruppe C durch den Sieg in Irland Österreich vom zweiten Rang verdrängen konnten und nun mit drei Punkten Vorsprung (14 insgesamt) vor dem Verfolgerduo (je 11) die Pflichtaufgabe Kasachstan vor der Brust haben, ist Brasilien 2014 greifbarer denn je. Zumal sich Irland und Österreich im direkten Duell die Punkte abknöpfen.

Trotzdem oder gerade deswegen herrscht im Lager der Tre Kronor volle Konzentration. "Jetzt müssen wir sehen, dass wir den ganzen Job getan kriegen. Es ist unglaublich wichtig, dass wir nicht wegwerfen, was wir in Dublin erreicht haben", so Johan Elmander, Torschütze in Dublin. Und auch Superstar Zlatan Ibrahimovic mahnt: "Wir müssen konzentriert bleiben. Noch benötigen wir ein paar Zähler."

Österreich - Irland (Di., 20.45 Uhr)

Das Verfolgerduell in Gruppe C ist zugleich das sportliche Kräftemessen der geprügelten Hunde. Austria hatte in München beim 0:3 nicht den Hauch einer Chance und verlor zu allem Überfluss auch Platz zwei an Schweden. Da mit einem Sieg der Nordeuropäer in Kasachstan zu rechnen ist, muss die Koller-Elf im ausverkauften Ernst-Happel-Stadion liefern.

"So wie Deutschland das Spiel dominiert hat, müssen wir das Spiel gegen Irland dominieren. Dann müssen wir unsere Chancen nutzen - und dann steht einem Sieg nichts im Wege", ist Ex-Bremer Marko Arnautovic überzeugt. Bitter für die Alpenrepublik: Bundesliga-Legionär Zlatko Junuzovic muss nach wie vor passen. Der Mittelfeldspieler laboriert an einer Sprunggelenksverletzung, die einen Einsatz wie schon gegen Deutschland unmöglich macht.

Auch in Irland läuten die Alarmglocken: Das Team von Coach Giovanni Trappatoni ging gegen Schweden in Führung, ließ sich aber allzu leichtfertig den Schneid abkaufen und ist so nun im Kampf um die WM-Qualifikation in die Defensive geraten. Kapitän Robbie Keane übt sich in Durchhalteparolen: "Natürlich wird es schwer, aber wir müssen an unsere Chance glauben. Wenn man das grüne Trikot überstreift, muss man stolz sein und diesen Stolz auch zurückgeben. Das werden wir am Dienstag tun."

Ukraine - England (Di., 20.45 Uhr)

Showdown in Gruppe H: England ist nach dem 4:0-Erfolg über Moldawien und dem zeitgleichen Punktverlust Montenegros in Polen (1:1) gleichauf mit der Balkanrepublik Erster im Tableau (je 15) und hat zudem ein Spiel weniger als die Montenegriner absolviert - und doch könnte nach dem Auftritt in der Ukraine wieder Katerstimmung auf der Insel herrschen. Der EM-Ausrichter von 2012 tankte beim 9:0 gegen San Marino ordentlich Selbstbewusstsein und lauert nur einen Zähler hinter den Three Lions.

 

Und England-Coach Roy Hodgson kämpft nach wie vor mit der Personalnot in der Offensive. Nach diversen Ausfällen bereits gegen Moldawien muss nun auch Doppeltorschütze Danny Welbeck passen, der sich am Freitag seine zweite Gelbe Karte eingehandelt hatte. Also könnte es erneut auf Rickie Lambert im Sturmzentrum hinauslaufen. Der 31-Jährige Southampton-Angreifer erzielte gegen Moldawien sein zweites Tor im zweiten Spiel. "Für England zu treffen, ist das schönste Gefühl der Welt", so Lambert.

Derweil denkt in Kiew niemand daran, den Engländern, bei denen Frank Lampard vor seinem 100. Länderspiel steht, kampflos die Punkte mit auf die Insel zu schicken. "Dienstag wird es ein Druckspiel. Ich habe in der letzten Saison das Triple mit den Bayern gewonnen und weiß alles über Spiele mit Druck", so Anatolij Timoschtschuk. Die einfache Formel des Routiniers: "England hat vielleicht Namen, die jeder Fußballfan in Europa kennt - aber wir sind besser."

Weißrussland - Frankreich (Di., 21 Uhr)

Die Freude über Rückkehrer Eric Abidal, die Ankunft des "Königs von Europa" Franck Ribery im Kreise der Nationalmannschaft - nach dem 0:0 gegen Georgien am Freitag alles vergessen. Frankreich steht nach dem enttäuschenden Remis zwar nicht mit dem Rücken zur Wand, ist aber durch den zeitgleichen Sieg der Spanier in Finnland bei drei Punkten Rückstand, zwei noch ausstehenden Spielen und der Konstanz des Welt- und Europameisters praktisch nicht mehr in der Lage, den Gruppensieg doch noch zu erreichen.

"Der erste Platz ist weg. Jetzt müssen wir uns eben auf die Playoffs einstellen. Das werden wir tun, und wir werden über die Playoffs das Ticket für Brasilien erkämpfen", so Superstar Ribery, der zu allem Überfluss auszufallen droht. Der 30-Jährige laboriert an Beschwerden im Gesäßmuskel und ist fraglich für den Auftritt beim Tabellenletzten der Gruppe I.

Damit dürfte der Equipe Tricolore weitere Offensivpower abgehen im ohnehin derzeit indisponierten Angriffsverbund. Fünf Spiele ohne Torerfolg sind eines möglichen WM-Teilnehmers nicht würdig. "Wir haben Spieler, die für ihre Klubs treffen, aber trotzdem nicht bei uns", zeigt sich Trainer Didier Deschamps ratlos. Ob der Knoten in Minsk platzt? Deren Coach Georgi Kondriatev ist sicher: "Das ist eine der besten Mannschaften der Welt."

Andorra - Niederlande (Di., 20.30 Uhr)

Trotz des unerwarteten Ausrutschers gegen den Tabellenvorletzten Estland am Samstag (2:2) ist die Mannschaft von Louis van Gaal weiter voll auf Kurs Brasilien. Die Chancen auf ein Verpassen der Endrunde sind eh nur noch theoretisch, zumal mit Andorra drei Spieltage vor Schluss das abgeschlagene Tabellenschlusslicht wartet.

 

Mit sieben Pleiten aus sieben Spielen und 0:22 Toren müsste beim Pyrenäenstaat einiges passieren, um mehr als nur Kanonenfutter für die Truppe von Arjen Robben und Co. zu werden. Die führen die Gruppe mit 19 Punkten vor Rumänien (13) und Ungarn (11) an.

Norwegen – Schweiz (Di., 19 Uhr)

Im Osloer Ullevaal-Stadion kommt es zum Topspiel der Gruppe E zwischen Spitzenreiter Schweiz (15 Punkte) und dem Zweiten Norwegen (11). Während sich die Gastgeber im letzten Spiel gegen Schlusslicht Zypern keine Blöße gaben und einen ungefährdeten 2:0-Sieg einfuhren, ging es in der Schweiz spektakulärer zu.

„Wir werden uns über sehr viele Dinge unterhalten müssen“, sagte ein konsternierter Ottmar Hitzfeld, nachdem seine Mannschaft zuhause ein 4:1 gegen Island herschenkte und sich am Ende mit einem Remis abfinden musste.

Während die Isländer im Verfolgerduell mit Albanien (beide 10) um den Playoff-Platz zwei kämpfen, geht es für die Eidgenossen um die Festigung der Spitzenposition. Bei einer Niederlage gegen die Skandinavier wäre die im Moment komfortable Situation der Truppe um Bayerns Xherdan Shaqiri dahin.

Russland - Israel (Di., 17 Uhr)

Dank einer spektakulären Show von Cristiano Ronaldo sicherte sich Portugal am Samstag die Tabellenführung in der Gruppe F. Bei 17 Punkten auf dem Konto haben die Iberer aber bereits ein Spiel mehr absolviert als die Verfolger Russland (15) und Israel (12).

Während die Israelis auf dem dritten Platz mit sechs Punkten Vorsprung auf Nordirland nach vorne schauen und bei einem Sieg mit zwei Toren Vorsprung  die Russen vom Playoff-Platz verdrängen können, geht es für die Hausherren um den festen Qualifikationsplatz. Unter der Leitung des deutschen Schiedsrichters Manuel Gräfe muss dazu allerdings ein Heimerfolg her.
 

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Kasachstan

Schweden

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