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Serie A

  • 4. April 2015
  • • 21:00
  • • Juventus Stadium, Torino
  • Schiedsrichter: P. Giacomelli
  • • Zuschauer: 40029
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ENDE
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Carlos Tevez (M.) packte in Hälfte eins den Hammer aus

Tevez-Hammer ebnet Juves Weg - Klose trifft für Lazio

Carlos Tevez (M.) packte in Hälfte eins den Hammer aus

Getty

Juventus geht auf dem Weg zum Scudetto einen weiteren Schritt. Zuvor feierten Florenz und die beiden Hauptstadt-Klubs jeweils Siege.

Juventus Turin gelingt am 29. Spieltag der Serie A zuhause gegen Empoli ein 2:0 (1:0)-Erfolg. Carlos Tevez (43.) hatte die Bianconeri auf Kurs gebracht. Der AC Florenz besiegte zuvor Sampdoria Genua mit 2:0 (0:0). Alessandro Diamanti (61.) und Mohamed Salah (64.) brachten per Doppelschlag die Führung. Auch  AS Rom fuhr einen wichtigen 1:0 (1:0)-Heimsieg gegen den SSC Neapel ein. Die Roma agierte dabei extrem minimalistisch, nutzte ihre beste Gelegenheit aber und Miralem Pjanic erzielte das Tor des Tages (25.). Lazio Rom wackelte derweil in Cagliari lange, setzte sich letztlich aber mit 3:1 (1:0) durch.

Juventus – Empoli 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Tevez (43.), 2:0 Pereyra (90.+4)

In einem laufintensiven und körperbetonten Spiel musste für Juventus ein Standard herhalten, um gegen die aufmüpfigen Aufsteiger aus Empoli auf die Siegerstraße zu gelangen. In der 42. Minute versuchte Juventus Leihgabe Daniele Rugani den Ball innerhalb des Strafraums zu klären und der Ball landete in den Händen von Luigi Sepe. Schiedsrichter Piero Gaicomelli entschied auf indirekten Freistoß. Carlos Tevez knallte den Ball aus gut sieben Metern humorlos unter die Latte (43.) und leitete so den Sieg der Turiner ein.

Die Rekordmeister mussten ohne das gesamte Stamm-Mittelfeld antreten, da Andrea Pirlo, Claudio Marchisio und Youngster Paul Pogba allesamt verletzt waren. In der ersten Hälfte passierte nicht viel: Juventus hatte zwar leichtes Übergewicht, konnte aber die guten Ansätze in nichts Zählbares umsetzen. Empoli hingegen versuchte mit konsequenten Pressing, die Turiner unter Druck zu setzen, hatte aber dem geschickten Ballhalten der Tabellenführer nichts entgegenzusetzen. Bis zum Tor zum Ende der Halbzeit konnten beide Teams keine entscheidenden Akzente setzen.

In der zweiten Hälfte präsentierte sich Empoli mutig und es bot sich ein Bild, dass man bei Juventus so nicht kennt: Der Aufsteiger hatte viel Ballbesitz und Juventus stand tief hinten drin. So kamen die Toskanern zu mehreren guten Möglichkeiten durch Manuel Pucciarelli (51., 69.) und Riccardo Saponara (50.) – in allen drei Fällen war Gianluigi Buffon zur Stelle. Bis auf ein paar Konter limitierte sich Juventus auf Ergebnisverwaltung und konnte durch einen späten Treffer des eingewechselten Roberto Pereyra noch auf 2:0 erhöhen (90.+4).  

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AC Florenz - Sampdoria Genua 2:0 (0:0)

Tore: 1:0 Diamanti (61.), 2:0 Salah (64.)

Ein Spiel, das über weite Strecken Tempo und Strafraumaktionen vermissen ließ, wurde durch seine vier packendsten Minuten entschieden. Zunächst hielt Alessandro Diamanti vom Strafraumeck einfach mal drauf und die Kugel rutschte durch ins lange Eck (61.). Nur drei Minuten später erhöhte die Fiorentina, nachdem Eder den Ausgleich knapp verpasst hatte (63.): Sampdoria war aufgerückt, Mohamed Salah marschierte nach Pass von Mario Gomez an zwei Abwehrspielern vorbei und knallte die Kugel humorlos ins kurze Eck (64.).

Dass das Spiel plötzlich so explodieren könnte hatte sich in der Stunde zuvor überhaupt nicht abgezeichnet. Auf einem durch heftige Regenfälle nur sehr schwer bespielbaren Platz blieb der Ball häufig liegen und viele Fouls prägten das Bild, ein konstanter Spielfluss war so kaum möglich. Samuel Eto'o hatte dennoch die frühe Chance für Samp, seinen Schlenzer lenkte Gonzalo Rodriguez aber per Kopf über die Latte (3.). Es dauerte bis Mitte der ersten Halbzeit, ehe Florenz das Spiel in den Griff bekam und Genua zunehmend defensiver agierte.

Rodriguez' spektakulärer Schlenzer klatschte allerdings gegen den Pfosten (23.) und im Laufe der ersten Hälfte verflachte die Partie von Minute zu Minute, auch weil sich Genua auf die Defensive beschränkte. Das gleiche Phänomen war nach dem Fiorentina-Doppelschlag zu beobachten: Alberto Aquilani scheiterte noch aus fünf Metern an Emiliano Vivano (68.), doch Florenz nahm dann spürbar den Fuß vom Gas und Sampdoria konnte den Schalter nicht mehr umlegen. Die Fiorentina schiebt sich damit in der Tabelle an Genua und Neapel vorbei auf den vierten Platz.

Cagliari Calcio - Lazio Rom 1:3 (0:1)

Tore: 0:1 Klose (31.), 1:1 Sau (50.), 1:2 Biglia (61./FE), 1:3 Parolo (90.+2)

Rote Karte: Diakite (Cagliari/68.)

Die 28.500 Zuschauer im Sant Elia sahen eine überraschend packende Partie zwischen den seit acht Spielen sieglosen Hausherren und den zuletzt heiß gelaufenen Gästen - und das lag vor allem am starken Auftritt von Cagliari. Von Anfang an spielte Cagliari offensiv mit, ging aggressiv in die Zweikämpfe und stellte Lazio vor große Probleme. Dennoch gab es zunächst die kalte Dusche: Felipe Anderson brachte den Ball von rechts rein, Stefano Mauri verlängerte im Strafraum und Miroslav Klose musste am langen Pfosten nur noch einschieben (31.).

Doch Cagliari gab sich nie auf und wurde, nachdem Paul-Jose M'Poku per Freistoß noch gescheitert war (42.), belohnt: Danilo Avelar bediente Marco Sau, der direkt abschloss und der abgefälschte Schuss landete unhaltbar unter der Latte (50.). Lazio, das schon vor der Pause nachgelassen und in Person von Mauri kurz nach Wiederanpfiff die Vorentscheidung verpasst hatte, wirkte wie von der Rolle und tat sich schwer - bis Trainer Stefano Pioli den Sieg einwechselte. Nur eine Minute nach seiner Einwechslung setzte sich Keita im Strafraum durch, Luca Rossettini ließ das Bein stehen und Lucas Biglia verwandelte den fälligen Elfmeter sicher (61.).

Ganze acht Minuten später war Keita wieder durch, dieses Mal wurde er von Modibo Diakite zu Fall gebracht. Der Abwehrmann flog mit glatt Rot vom Platz, doch dieses Mal knallte Biglia den Strafstoß über die Latte. Das Spiel wurde dann hektisch, viele Fouls und viele Proteste der Hausherren prägten das Bild. Keita hatte noch selbst die Entscheidung auf dem Fuß, den Schuss des Jokers kratzte Antonio Balzano aber spektakulär von der Linie (76.). In der Schlussphase wurde Lazio dann sicherer und per Freistoß machte Marco Parolo in der Nachspielzeit alles klar (90.+2).

AS Rom - SSC Neapel 1:0 (1:0)

Tor: 1:0 Pjanic (25.)

Die Roma lieferte über weite Strecken einen cleveren, organisierten Auftritt ab - was gleichzeitig aber in einem zumindest aus Sicht der Hausherren zähen Spiel resultierte. Napoli war über weite Strecken die deutlich aktivere Mannschaft und investierte viel mehr ins Offensivspiel, ging aber schlicht zu fahrlässig mit seinen Gelegenheiten um. Dries Mertens scheiterte gleich zwei Mal aus spitzem Winkel aber kürzester Distanz am starken Torhüter Morgan De Sanctis (53./57.) und auch Manolo Gabbiadini (67./78.) brachte den Ball freistehend nicht im Tor unter.

Schon vor der Pause hatte der Schlenzer von Gonzalo Higuain nur knapp den Winkel verfehlt (42.). Die Giallorossi auf der anderen Seite hatten ihre erste echte Chance genutzt und ihren schönsten Angriff in Zählbares verwandelt: Nach sehenswerter Kombination rechts im Strafraum legte Alessandro Florenzi zurück und Miralem Pjanic schob clever flach ins kurze Eck (25.). Vor allem im Spielaufbau taten sich die Hausherren aber über die kompletten 90 Minuten schwer, die wenigen Konterchancen wurden zudem meist leichtfertig vergeben.

Insbesondere nach der Pause hatte die Roma Probleme, sich dauerhaft zu befreien und es spielte zunehmend nur noch Napoli, das vor allem über seine schnellen Flügelspieler immer wieder für Gefahr sorgte. Doch obwohl die Defensive der Römer nach der Pause Löcher offenbarte, gelang es den Gästen in der von vielen Fouls geprägten Partie nicht, sich zumindest einen hochverdienten Zähler zu sichern. Die Roma verteidigt damit ihren zweiten Platz, während für Neapel die Luft im EL-Kampf immer dünner wird.

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