thumbnail Hallo,
Live

Serie A

  • 5. Oktober 2014
  • • 18:00
  • • Juventus Stadium, Torino
  • Schiedsrichter: G. Rocchi
  • • Zuschauer: 39102
3
ENDE
2

Bonuccis Traumtor bringt Juventus den Sieg gegen Rom

Serie A: Wahnsinn in Turin, Napoli dreht Partie, Lazio verschafft sich Luft, Milan siegt

Bonuccis Traumtor bringt Juventus den Sieg gegen Rom

AFP

In Turin brennen Rom und Juve ein Feuerwerk ab, es hagelt Elfer und Karten. Napoli kommt zurück, dem AC Milan reicht eine ordentliche Halbzeit, um Chievo Verona zu besiegen.

Völliger Wahnsinn am sechsten Spieltag der Serie A beim Top-Duell zwischen Juventus Turin und dem AS Rom, Napoli dreht das Spiel gegen den FC Turin, der AC Mailand schlägt unterdessen Chievo Verona mit 2:0 (0:0)  und fährt so den dritten Dreier im sechsten Spiel ein. Lazio Rom besiegt Sassuolo knapp und verschaffte sich etwas Luft.

SSC Neapel – FC Turin 2:1 (0:1)

Tore: 0:1 Quagliarella (14.), 1:1 Insigne (55.), 2:1 Callejon (72.)

Nach einem durchwachsenen Saisonstart ist der SSC Neapel zurück auf der Erfolgsspur. Die Gastgeber hatten ordentlich Probleme mit überraschend aggressiven Turinern. Bis zum wunderbaren Führungstreffer von Fabio Quagliarella (14.) wirkte die Mannschaft um Gonzalo Higuain eher verhalten.

Doch Neapel erhöhte den Druck und spielte sich gute Torchancen heraus die einzig Turin-Torhüter Jean-Francois Gillet vereiteln konnte. Die Gäste wurden zurückhaltender und warteten auf gute Kontermöglichkeiten. Lorenzo Insigne und Gonzalo Higuain vergaben Riesenchancen (23.).

Im zweiten Durchgang agierte Turin noch bissiger in den Zweikämpfen um den Spielaufbau der Mannschaft von Trainer Rafael Benitez zu zerstören. Insigne erlöste Napoli nach einer exzellenten Flanke von Juan Zuniga (55.). Die Gäste konnten kaum für Entlastung sorgen und Gillet stand unter Dauerbeschuss. Jose Callejon drehte die Partie endgültig mit einem eigentlich verunglückten Ball der im Tor landete (72.).

Juventus Turin - AS Roma 3:2 (2:2)

Tore: 1:0 Tevez (27./HE), 1:1 Totti (32./FE), 1:2 Iturbe (44.), 2:2 Tevez (45.+2/FE), 3:2 Bonucci (86.)

Rot: Morata (89.), Manolas (89.)

Spektakuläres Spitzenspiel in Italien - mit Referee Gianluca Rocchi in der Hauptrolle. Dreimal zeigte der Unparteiische allein im ersten Durchgang auf den Punkt, verwies dazu Roma-Trainer Rudi Garcia auf die Tribüne und zeigte am Ende doppelt Rot. Dass sich letztlich Meister Juve durchsetzte, war neben Doppelpacker Carlos Tevez in erster Linie Leonardo Bonucci zu verdanken. Der Innenverteidiger traf spät mit einem fulminanten Volley (86.).

Das Spektakel nahm nach 27 Minuten seinen Lauf, als Referee Rocchi nach einem Handspiel von Maicon auf den Punkt zeigte. Der Brasilianer stand wohl leicht außerhalb, aber Rocchi hatte die Mauer innerhalb des Strafraums positioniert. Viel Aufregung, Trainer Rudi Garcia musste nach Protesten auf die Tribüne. Tevez ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und stellte auf 1:0 (27.)

Doch die Roma kam zurück - ebenfalls per Strafstoß. Stephan Lichtsteiner legte Totti in Ringkampf-Manier, der Routinier blieb gegen Gigi Buffon cool (32.). Das Spiel war nun hitzig und geprägt von Fouls, Nickligkeiten und Rudelbildungen. Und noch vor der Pause ging die Roma in Front. Gervinho spielte einen tollen Pass in die Schnittstelle, Juan Iturbe schüttelte Giorgio Chiellini ab und schob zum 2:1 ein (44.).

Doch damit nicht Schluss - die Nachspielzeit war bereits durch, da entschied Rocchi zum dritten Mal auf Elfmeter, nachdem Miralem Pjanic Paul Pogba zu Fall gebracht hatte. Tevez war erneut zur Stelle (45.+3). Nach dem Wiederbeginn ging es dann gemächlicher zu, erst gegen Ende wurde es noch einmal heiß, Alvaro Morata scheiterte an der Latte (82.), vier Minuten später setzte Bonucci dann doch noch den Schlusspunkt.

Unrühmliches Ende eines großen Spiels: Kostas Manolas versetzte Morata nach grobem Foulspiel einen Kopfstoß - Rocchi stellte beide vom Feld.

AC Milan – Chievo Verona 2:0 (0:0)

Tore: 1:0 Muntari (55.), 2:0 Honda (78.)

Dem AC Milan reicht eine ordentliche Halbzeit, um im Heimspiel gegen Chievo Verona drei Punkte einzufahren. Nach einer verkorksten und unansehnlichen ersten Hälfte, folgte ein engagierterer zweiter Durchgang, in dem ein Fernschuss von Muntari und ein genialer Honda-Moment die Weichen für den Sieg stellten.

In der ersten Halbzeit bot sich den Fans im San Siro noch fußballerische Magerkost. So hatte Milan zwar insgesamt mehr vom Spiel und kontrollierte die Partie auch weitestgehend, kam allerdings nur zu sehr wenigen Chancen. Aussichtsreiche Möglichkeiten wurden zumeist nicht konsequent genug zu Ende gespielt. Folgerichtig also, dass beide Teams torlos in die Pause gingen, zumal Chievo offensiv kaum in Erscheinung trat.

Im zweiten Durchgang bot sich zunächst ein ähnliches Bild: Die Rossoneri agierte, Verona reagierte. Das ging für den Gast allerdings nicht lange gut. Sulley Muntari erlöste Milan mit einem Schuss aus 18 Metern. Zuvor gelang es Biraghi nicht, eine Flanke von Keisuke Honda nach außen zu klären.

In der Folge machte Milan zwar weiter das Spiel, Chievo versuchte jedoch, Milan früher zu stören, was auch teilweise gelang. So kamen die Gäste zu mehreren vielversprechenden Konterchancen, spielten diese aber nicht ordentlich zu Ende. Diese Schlampigkeit wurde prompt bestraft: Nach 78 Minuten verwandelte Keisuke Honda einen seiner gefürchteten Freistöße aus rund 21 Metern direkt. Keeper Bardi konnte den Ball nicht mehr abwehren. Anschließend ergab sich der Gast seinem Schicksal, nur Paloschi kam kurz vor Abpfiff noch zu einer großen Möglichkeit, scheiterte aber an Christian Abbiati. So blieb es am Ende beim dritten Sieg im sechsten Spiel für die Mailänder.

Lazio Rom hat sich mit dem dritten Saisonsieg ein wenig aus dem Niemandsland der Serie A gearbeitet. Gegen den Tabellenletzten US Sasuolo gewannen die Hauptstädter am 6. Spieltag mit 3:2 (3:1). Stefano Mauri (9.), Filip Djordjevic (26.) und Antonio Candreva (35.) schossen den Sieg heraus. Domenico Berardi traf für die Gäste (27., 50./FE). Lorik Cana und Federico Peluso flogen.

Lazio Rom - US Sassuolo 3:2 (3:1)

Tore: 1:0 Mauri (9.), 2:0 Djordjevic (26.), 2:1 Berardi (27.), 3:1 Candreva (35.), 3:2 Berardi (50./FE),  Gelb-Rot: Cana (50.), Peluso (61.)

Die Laziali befreien sich nach dem unzufriedenen Saisonstart etwas aus den Tiefen der Tabelle, hatten gegen das Schlusslicht aus Sassuolo dabei aber einige Probleme, obwohl Stefano Mauri bereits nach neun Minuten mit einem platzierten Flachschuss aus rund 20 Metern ins rechte Eck auf 1:0 stellte, nachdem zunächst ein Geduldsspiel befürchtet worden war.

Lazio hatte nun scheinbar leichtes Spiel, Filip Djordjevic erhöhte per Kopf nach einer Candreva-Flanke (26.). Doch Sassuolo antwortete Sekunden darauf überraschend: Nicola Sansone steckte durch auf Domenico Berardi, der zum Anschlusstreffer einschob (27.). Wenig später scheiterte Simone Zaza am Pfosten, das bestrafte Antonio Cnadreva auf der Gegenseite mit dem 3:1 (35.).

Nach der Pause machte Lorik Cana es aber noch einmal spannend. Der Albaner verursachte einen Foulelfmeter und sah Gelb-Rot. Berardi versenkte sicher (50.). Sassuolo sah nun seine Chance und drängte auf das 3:3, doch nach gut einer Stunde musste auch Gästespieler Federico Peluso mit Gelb-Rot vom Feld. Sasuolo blieb gefährlich, doch Lazio konnte den Sieg retten.

Dazugehörig