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Super Cup

  • 11. August 2012
  • • 14:00
  • • Beijing National Stadium, Beijing
  • Schiedsrichter: P. Mazzoleni
  • • Zuschauer: 75000
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N. V.
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Juventus schlägt den SSC Neapel und gewinnt Italiens Supercup

Juventus schlägt den SSC Neapel und gewinnt Italiens Supercup

Getty

Zweimal lag der italienische Meister hinten, doch ein Elfmeter und zwei Platzverweise für den Gegner brachten die Alte Dame zurück auf die Siegerstraße.

Beijing. In der italienischen Supercoppa trafen in Beijing, China am Samstagnachmittag Mitteleuropäischer Zeit Juventus und der SSC Neapel aufeinander. Nach 120 Minuten setzte sich der italienische Meister mit 4:2 gegen den italienischen Pokalsieger durch.

Nicht viel los zu Beginn

Die Geschichte der ersten 25 Minuten des Spiels ist schnell erzählt: Keine der beiden Mannschaften konnte eine nennenswerte Torchance herausspielen. Das Spiel war von vielen kleineren Fouls geprägt, während Juventus nach und nach das Heft in die Hand nahm.

Juve-Fehler, Napoli-Führung

In der 27. Minute sorgte allerdings ein kapitaler Bock des Turiner Mittelfelds für die mehr als überraschende Führung Neapels. Die weit aufgerückte Abwehr von Juventus konnte nach einem Ballverlust mit einem Pass ausgehebelt werden, Edinson Cavani lief alleine auf Torhüter Gianluigi Buffon zu. Dieser behielt zwar im ersten Duell gegen Cavani die Oberhand, aber der 25-Jährige blieb am Ball und machte es mit seinem zweiten Versuch besser, sodass Neapel mit der ersten klaren Chance direkt 1:0 in Führung ging.

Vidal bringt Turin zurück ins Spiel

Juventus war bemüht, so schnell wie möglich die passende Antwort zu geben, und die kam – und wie. Arturo Vidal spielte auf Kwadwo Asamoah, der 17 Meter halblinks von der Strafraumkante volley abzog. Ein sensationelles Ausgleichstor und absolut verdient! Die Abwehr der Turiner blieb aber weiterhin vogelwild, sodass Neapel durch Goran Pandev erneut in Führung gehen konnte (41.). Bonucci verlor leichtfertig den Ball und Pandev konnte auf Buffon zustürmen. Als krönenden Abschluss überlupfte er den Juve-Schlussmann.

Ein Duell auf hohem Niveau

Die zweite Halbzeit begann da, wo die erste aufgehört hatte. Die Chancen kamen fast im Minutentakt. In der 49. Minute hatte Vucinic die Chance zum Ausgleich, sein Schuss im Strafraum von links konnte aber noch von de Sanctis an die Latte gelenkt werden. Nur fünf Minuten später konnte der Keeper Neapels einen der gefährlichen Freistöße Andrea Pirlos aus dem linken Winkel fischen. Auf der Gegenseite hatte Edinson Cavani gute Chancen, das Ergebnis zugunsten des SSC Neapel zu erhöhen (57. & 61.). Dazwischen hatte Vucinic in der 58. Minute die Chance, den 2:2-Ausgleich zu erzielen. Die Partie war nun auf einem erstklassigen Niveau und ein Genuss für die Fans.

Juve kommt wieder zurück

Trotz der Bemühungen der „alten Dame“ gelang ihnen der Ausgleich nicht aus dem Spiel, sondern durch einen Strafstoß. Campagnaro brachte Vucinic zu Fall, Arturo Vidal verwandelte den fälligen Elfmeter eiskalt zum 2:2-Ausgleich (74.).

Zweimal Rot für Neapel

In der Folge wurde die Partie hitziger und die Fouls, vor allem auf Seiten der Neapolitaner härter. In der 85. Minute musste Goran Pandev dann mit glatt Rot den Platz verlassen. Allerdings konnten die Zeitlupen keine Attacke gegen den Gegenspieler aufzeigen. Pandev schien wohl, den Linienrichter beleidigt zu haben. Kurz vor dem Ende der Nachspielzeit der zweiten Hälfte musste dann auch der bereits verwarnte Zuniga mit Gelb-Rot vom Platz, nachdem er Giovinco nach einem Ballverlust mit einem Schlag zu Fall gebracht hatte (90.+3).

Turin dreht in der Verlängerung auf

Da nach den regulären 90 Minuten kein Gewinner feststand, musste die Verlängerung herhalten. Dort gelang Juventus dann endlich das, was ihnen zuvor in 90 Minuten nicht gelungen war: In Führung zu gehen. Einen Freistoß Andrea Pirlos von rechts beförderte Christian Maggio ins eigene Tor (97.). Vier Minuten später machte Vucinic alles klar. Marchisio rannte in den Strafraum der Gegner, spielte in die Mitte auf den mitgelaufenen und freien Vucinic, der nur noch den Fuß hinhalten musste und alles klar machte. Die letzten Minuten glichen mehr einem Auslaufen der Spieler. Neapel hatte nach den zwei Platzverweisen nicht mehr die Kraft, dem Spiel noch eine Wendung zu geben.

Neapel protestiert

Am Ende geht das 4:2 aber durchaus in Ordnung, da Juventus hier 120 Minuten lang die dominantere Mannschaft war und sich durch eigene Abwehrfehler in den Schlamassel geritten hat. Damit ist Juventus der Sieger der Supercoppa! Neapel nahm an der anschließenden Siegerehrung nicht teil, aus Protest gegen die Schiedsrichterleistung.

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