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Weltmeisterschaft

  • 20. Juni 2014
  • • 18:00
  • • Itaipava Arena Pernambuco, Recife, Pernambuco
  • Schiedsrichter: E. Osses
  • • Zuschauer: 40285
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ENDE
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Jubel bei Costa Rica, Frust bei "Gigi" Buffon

Costa Rica besiegelt Englands K.o. - Italien zittert

Jubel bei Costa Rica, Frust bei "Gigi" Buffon

Getty Images

Die Elf aus Mittelamerika zieht sensationell vorzeitig ins Achtelfinale ein und besiegelt damit das Aus von England. Auch Italien muss weiter zittern.

Recife. Costa Rica jubelt, Italien zittert vor dem nächsten WM-Trauma, und England trauert: Das Sensationsteam aus Mittelamerika hat durch einen 1:0 (1:0)-Sieg gegen den viermaligen Weltmeister vorzeitig das WM-Achtelfinale erreicht und damit dem Fußball-Mutterland England in der Gruppe D den endgültigen K.o-Schlag versetzt - die Three Lions sind draußen, erstmals seit 1958 schon in der Vorrunde.

Den Siegtreffer erzielte Bryan Ruiz (44.), den Italienern droht damit die Wiederholung des WM-Traumas von 2010, als der Weltmeister in der Gruppenphase ausschied. Im letzten Spiel gegen Uruguay (beide drei Punkte) am Dienstag in Natal kommt es zum "Finale" um das Achtelfinal-Ticket. Die Squadra Azzurra hat den Vorteil der besseren Tordifferenz, ihr würde ein Remis gegen Luis Suarez und Co. auf jeden Fall reichen.

Im Spiel von Costa Rica gegen England in Belo Horizonte ist nach dem zweiten Einzug der Ticos in ein WM-Achtelfinale nach 1990 nur noch eine Frage zu klären: Wird Costa Rica Gruppensieger oder -Zweiter?

Balotelli lässt Chancen liegen

In der ersten halbe Stunde feierten sich die Fans bei 30 Grad und 70 Prozent Luftfeuchtigkeit in Recife eher selbst als die Teams oder das Spiel. Costa Rica erwischte den etwas besseren Start, drang aber kaum bis zum Tor der Italiener vor, in dem erstmals in Brasilien Gianluigi Buffon stand.

Italien brauchte eine halbe Stunde zum Akklimatisieren, war dann aber plötzlich da: Andrea Pirlo servierte Mario Balotelli mit einem genialen Pass den Ball, der Angreifer lupfte ihn über Keylor Navas, aber auch am Tor der Ticos vorbei. Nur zwei Minuten später war es erneut Balotelli, der von der Strafraumgrenze stramm abzog, aber Navas nicht überwinden konnte.

Osses verweigert Elfmeter

Die Costa Ricaner konterten sofort. Nach einem Kopfball von Oscar Duarte über das Tor (42.) wurde es turbulent. Giorgio Chiellini brachte Joel Campbell im Strafraum eindeutig zu Fall, was jedoch Schiedsrichter Enrique Osses (Chile) anders sah und den fälligen Strafstoß nicht gab (43.).

Die Mittelamerikaner regten sich fürchterlich auf, setzten den Ärger aber in positive Energie um: Junior Diaz von Mainz 05 flankte, Bryan Ruiz köpfte, der Ball flog an die Unterkante der Latte und schlug deutlich hinter der Torlinie auf - Osses gab sofort Tor, "GoalControl" bestätigte den Referee für alle sichtbar kurz danach.

Die Emotionen kochten aber auch nach dem Halbzeitpfiff weiter hoch, im Kabinengang gerieten mehrer Spieler beider Mannschaften aneinander, es dauerte, bis sich die Gemüter beruhigten.

Italien verliert trotz "Gigis" Rückkehr

Das Wichtigste vor dem Spiel war für Italien gewesen: "San Gigi" kehrt zurück. Buffon meldete sich nach überstandener Knöchelverletzung wieder fit und bestritt seinen 13. WM-Einsatz. Neben Pirlo, Daniele Rossi und Andrea Barzagli war er einer von vier Weltmeistern von 2006 auf dem Platz. Im Vergleich zum 2:1 gegen England brachte Prandelli zudem Thiago Motta und Ignazio Abate für Gabriel Paletta und Marco Verratti auf. Costa Rica startete wie beim 3:1 gegen Uruguay.

Nach der Pause brachte Prandelli Antonio Cassano für Thiago Motta, doch Italien tat sich weiter enorm schwer. Fast jeder Angriff lief über Pirlo, der in der 53. Minute mit einem Freistoß zumindest für etwas Gefahr sorgte. In der Sturmspitze kam Balotelli kaum Gelegenheit, das für die Erfüllung seines Twitter-Traums notwendige Tor beizusteuern: "Wenn wir Costa Rica schlagen, möchte ich einen Kuss, natürlich auf die Wange, von der Queen haben", hatte Italiens Bad Boy am Donnerstag getwittert.

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