thumbnail Hallo,
Live

Weltmeisterschaft

  • 16. Juni 2014
  • • 21:00
  • • Estádio Joaquim Américo Guimarães, Curitiba, Paraná
  • • Zuschauer: 39081
0
ENDE
0

Auch Liverpools Victor Moses konnte nicht für Torgefahr sorgen

Erstes Unentschieden, erster Langeweiler: Müde Nullnummer zwischen Iran und Nigeria

Auch Liverpools Victor Moses konnte nicht für Torgefahr sorgen

Getty Images

Die Super Eagles erreichen gegen den Iran nur ein schwaches, torloses Unentschieden. Den Afrikanern ist zu wenig eingefallen gegen engagierte, aber recht harmlose Iraner.

Curitiba. Die WM hat ihren ersten großen Langeweiler: Nigeria und Iran präsentierten in Curitiba Fußball zum Abgewöhnen und trennten sich 0:0 - es war das erste Unentschieden im 13. WM-Spiel und die bislang mit Abstand schlechteste Begegnung der Endrunde.

39.000 Zuschauer in der Arena da Beixada waren nicht zu beneiden. Der dreimalige Asienmeister Iran war zwar engagiert und spielte auf technisch ordentlichem Niveau, blieb aber aus dem Spiel in der Offensive wirkungslos. Auch Afrika-Champion Nigeria mühte sich, aber es fehlte jegliche Struktur im Spiel. Unter diesen Voraussetzungen wäre der Achtelfinal-Einzug eines der beiden Teams in der Gruppe F mit Argentinien und Bosnien-Herzegowina (2:1 zum Auftakt) eine große Überraschung.

Beiden Teams gelang es nicht, ihre WM-Negativserien zu beenden. Nigeria ist seit sechs Spielen sieglos, war 2002 und 2010 jeweils als Vorrundenletzter ausgeschieden. Die Iraner hatten ihre letzten vier WM-Partien nicht gewonnen und haben als letzten Sieg das legendäre 2:1 gegen den Klassenfeind USA bei der WM 1998 in der WM-Chronik stehen. Vor der Pause enttäuschten vor allem sie.

Dejagah bleibt blass

Auch Ashkan Dejagah, einst deutscher Junioren-Nationalspieler und 2009 deutscher Meister mit dem VfL Wolfsburg, konnte dem Spiel seines Teams vom rechten Flügel aus keine Impulse verleihen. Er wurde in der 78. Minute ausgewechselt.

Nigeria war überlegen und entwickelte vor allem über die linke Angriffsseite mit Victor Moses vom FC Liverpool etwas Druck - die beste Chance der ersten Hälfte hatten aber wie aus heiterem Himmel die Iraner. Nach einer Ecke von Dejagah kam Reza Ghoochannejad völlig frei zum Kopfball, den aber Nigerias Torwart Vincent Enyeama glänzend hielt (35.).

Davari nur auf der Bank

Im Tor der Iraner stand Alireza Haghighi, nicht Daniel Davari. Der Schlussmann von Bundesliga-Absteiger Eintracht Braunschweig, der zu Grasshopper Zürich wechseln wird, saß nur auf der Bank.

Nach der Pause stellten die zu Beginn noch erwartungsvollen brasilianischen Fans schnell das Singen und Tanzen ein und begannen zu pfeifen, weil das Niveau des Spiels weiter sank. Nigeria blieb leicht spielbestimmend, entwickelte aber keinerlei Torgefahr.

Die Iraner konzentrierten sich weiter auf ihre defensive Ordnung und zeigten wenig Interesse an einem konstruktiven Spiel nach vorne. Beide Mannschaften gönnten sich zudem eine immens hohe Fehlerquote in Pass- und Aufbauspiel. Das Ergebnis: ein Fußballspiel, das einer WM-Endrunde unwürdig war.

Dazugehörig