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Serie A

  • 26. Januar 2014
  • • 15:00
  • • Stadio Giuseppe Meazza, Milano
  • Schiedsrichter: A. De Marco
  • • Zuschauer: 35007
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Serie A: Aquilanis Dreierpack reicht Florenz nicht - Milan mit irrem Finish

Serie A: Aquilanis Dreierpack reicht Florenz nicht - Milan mit irrem Finish

Getty Images

Seedorfs Truppe siegte in letzter Sekunde. Inter bleibt im neuen Jahr weiterhin sieglos. Aquilanis Dreierpack reicht Florenz nicht zum Sieg.

Cagliari. Dank zweier später Stürmertore konnte sich der AC Mailand am 21. Spieltag der Serie A den Dreier sichern, während bei Inter Mailand das Warten auf den ersten Erfolg 2014 weitergeht. Mit Feldüberlegenheit hatte AS Rom das Auswärtsspiel gegen Hellas Verona für sich entschieden. Der SSC Neapel sucht die Form. Gegen Kellerkind Chievo Verona ging der Anschluss an die Tabellenspitze verloren. Der AC Florenz spielt zuhause nur Remis.

AC Florenz - CFC Genua 3:3 (2:2)

Tore: 0:1 Gilardino (26./FE), 1:1 Aquilani (32./FE), 1:2 Antonini (34.), 2:2 Aquilani (42.), 3:2 Aquilani (57.), 3:3 de Maio (77.)

Vogelwilde Partie im Artemio Franchi ohne Sieger. Dass die Fiorentina, nach 500 Minuten ohne Gegentor gleich dreifach bezwungen, nicht zum ersten Mal seit 1977 zuhause gegen Genua als Verlierer vom Platz ging, lag vor allem an Alberto Aquilani. Der italienische Nationalspieler ist nicht als Goalgetter bekannt, erzielte aber zweimal den wichtigen Ausgleich und schließlich gar den Führungstreffer. Dass Aquilani aber nicht zum Matchwinner wurde, lag an Sebastien de Maio, der eine Ecke zum 3:3-Endstand verwertete.

Es dauerte bis zur 25. Minute, ehe der Torreigen eröffnet wurde. Keeper Neto holte Luca Antonelli von den Beinen und Alberto Gilardino traf vom Punkt zur Gästeführung. Allerdings lag kein Foulspiel, sondern eine Schwalbe vor. Minuten später entschied Referee Dino Tomassi erneut auf Strafstoß - diesmal auf der Gegenseite, und wieder war dabei nicht alles sauber. Aquilani bedankte sich und stellte auf 1:1. Es ging wild weiter: Die Fiorentina, immer noch nicht ganz bei der Sache, vertändelte vor dem eigenen Strafraum und ließ Luca Antonini gewähren - 2:1 für die Gäste aus Ligurien.

Doch Florenz antwortete abermals. Aquilani traf nach Zuspiel von Massimo Ambrosini ins linke Eck zum Pausenstand. Nach dem Seitenwechsel blieb das Tempo weiter hoch. Moussa Konate scheiterte per Kopf am Pfosten und der erneuten Führung, ehe Aquilani im direkten Gegenzug mit seinem dritten Tor nach Joaquin-Zuspiel seine überragende Leistung krönte. Nach 74 Minuten holte er sich seine Standing Ovations ab und machte Platz für United-Leihgabe Anderson, der sein Debüt feierte. Ohne den Dreifachtorschützen gab es aber noch den finalen Nackenschlag.

Cagliari Calcio - AC Milan 1:2 (1:0)

Tore: 1:0 Sau (28.), 1:1 Balotelli (87.), 1:2 Pazzini (89.)

Ein unfassbares Finish bringt Milan den Sieg in Cagliari! Ein fataler Blackout von Keeper Marco Amelia schien schon die Pleite der Rossoneri auf Sardinien zu besiegeln. Doch in der Schlussphase bäumten sich die Gäste auf: Ein genialer Freistoß von Mario Balotelli brachte Milan zurück, ehe Giampaolo Pazzini eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit einen Eckball zum umjubelten zweiten Triumpf unter Trainer Clarence Seedorf ins Netz spitzelte.

Milan spielte zunächst in der Defensive unstrukturiert und kassierte schon nach zwei Minuten beinahe das 0:1. Zumindest im Angriff stimmte das Zusammenspiel: Mario Balotelli, Robinho und Keisuke Honda initiierten einige gefährliche Angriffe. Hinten brannte es aber immer wieder lichterloh. So auch nach einer knappen halben Stunde, als Keeper Marco Amelia einen katastrophalen Fehlpass auf Cagliaris Mauricio Pinilla spielte. Sein Zuspiel erreichte Marco Sau, der nur noch einschieben musste.

Milan war im zweiten Durchgang bemüht, das Spiel irgendwie zu drehen. Seedorf brachte mit Pazzini einen weiteren Angreifer, doch weiter mangelte es an Ideen und der nötigen Überzeugung. In der Schlussphase kam dann der große Auftritt des Duos Balotelli und Pazzini, der doch noch den nicht mehr für möglich gehaltenen Dreier sicherte.

Inter Mailand - Catania Calcio 0:0

Inter Mailand tritt weiter auf der Stelle. Selbst im Heimspiel gegen den Tabellenletzten vermochten es die Lombarden nicht, ihre Durststrecke von vier Pflichtspielen ohne Sieg im Kalenderjahr 2014 zu beenden. Trotz 14:4 Torschüssen und massiven Ballbesitzvorteilen für die Mailänder konnte Catania den Punkt relativ problemlos nach Sizilien entführen. Für die Mannschaft von Walter Mazzarri rückt der Champions-League-Qualifikationsplatz damit in weite Ferne.

Dabei stellten die Nerazzurri zu Beginn klar, wer im San Siro heimisch und wer der Tabellenletzte ist. Inter drückte Catania weit in die eigene Hälfte und belagerte den Strafraum teilweise im Handball-Stil. Nahezu 75 Prozent Ballbesitz hatten die Lombarden sich nach einer halben Stunde erspielt. Was fehlte, waren die Tore. Der Gastgeber lieferte hinsichtlich der Effektivität einen Offenbarungseid ab.

Die Gäste merkten zunehmend, dass sie die Chance auf Punkte hatten und verstärken ihre Bemühungen. Inter-Schlussmann Samir Handanovic musste vermehrt rettend eingreifen. Das Offensivspiel der Mailänder fand praktisch nicht mehr statt. Das halbvolle San Siro tat seinen Unmut mit Pfiffen kund. Die Nerazzurri fügten sich in ihr Schicksal und brachten nichts Zählbares mehr zustande.

Hellas Verona - AS Roma 1:3 (0:1)

Tore: 0:1 Ljajic (45.), 1:1 Hallfredsson (49.), 1:2 Gervinho (60.), 1:3 Totti (FE/82.)

Gervinho, Gervinho, Gervinho - das Spiel der Römer bestand zunächst fast ausschließlich aus Aktionen des Ivorers. Kaum verwunderlich, dass Adem Ljajic kurz vor der Pause aus sechs Metern einschob, nachdem Gervinho über die linke Flanke durchgebrochen war. Als die komplett feldüberlegenen Giallorossi nach 226 Serie-A-Minuten allerdings mal wieder einen Schuss auf den eigenen Kasten bekamen, fiel prompt der Ausgleich. 

Emil Hallfredsson, der als einziger Verona-Profi überhaupt aufs Tor schoss, traf zum zweiten Mal in der italienischen Liga. Sein erstes Tor hatte er im April 2009 gegen Juventus erzielt. Allerdings war Verona klar unterlegen. Routinier Luca Toni schoss im gesamten Spiel nicht einmal in Richtung Tor.

Rom nutze die Ungefährlichkeit des Gegners schließlich: Gervinho schnappte sich auf dem linken Flügel das Leder, dribbelte quer in den Strafraum und schoss aus 14 Metern flach ins Eck - 2:1. Der eingewechselte Francesco Totti besorgte mit einem sicher verwandelten Foulelfmeter schließlich den Endstand, durch der AS Rom den Rückstand auf Tabellenführer Juventus auf sieben Punkte verkleinert.

SSC Neapel - Chievo Verona 1:1 (0:1)

Tore: 0:1 Sardo (18.)., 1:1 Albiol (88.)

Über eine Stunde lang belagerte Napoli den Strafraum der Gäste, bis kurz vor Schluss hielt Chievos Führung aber. Zwei Minuten vor dem Ende fiel eine abgefälschte Flanke vor die Füße von Raul Albiol, der nicht lange fackelte und aus acht Metern per Volley zum längst verdienten Ausgleich traf. Neapel drückte zwar noch auf den Siegtreffer, musste sich am Ende aber mit einem Zähler begnügen.

Dabei hätte das Team von Trainer Rafael Benitez schon deutlich früher treffen müssen. Die Hausherren schnürten Chievo vor allem im zweiten Durchgang regelmäßig in der eigenen Hälfte ein, kamen allerdings kaum mal gefährlich in den Strafraum. Lediglich Dries Mertens hatte gute Gelegenheiten, sein Kopfball rauschte knapp über das Tor (12.) und ein Freistoß aus 20 Metern klatschte gegen den Pfosten.

Aus dem Spiel heraus tat sich Napoli gegen den extrem defensiven Abstiegskandidaten aber sehr schwer, zumal sich Chievo nach dem Führungstreffer nur noch auf die Defensive verlagerte - nach einem Doppelpass mit Cyril Thereau hatte Gennaro Sardo den Ball per Vollspann aus acht Metern in den Winkel geknallt. Aufgrund der mangelnden Durchschlagskraft reichte es aber nur zu einem Zähler, womit Napoli nur drei der letzten sieben Ligaspiele gewonnen hat. Chievo wartet indes seit sechs Partien auf einen Sieg.

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