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Serie A

  • 24. Februar 2013
  • • 20:45
  • • Stadio Giuseppe Meazza, Milano
  • Schiedsrichter: P. Mazzoleni
  • • Zuschauer: 79341
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ENDE
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Remis zwischen Inter und AC: Feuriges Mailänder Derby findet keinen Sieger

Remis zwischen Inter und AC: Feuriges Mailänder Derby findet keinen Sieger

Getty

Ein feuriges Mailänder Derby endete ohne Sieger. Milan und Inter hatten jeweils zwei starke Halbzeiten, doch nach 90 Minuten stand ein 1:1-Unentschieden auf der Anzeigetafel.

Mailand. Das 293. Derby zwischen Inter und AC Mailand ist Geschichte. Der Mailänder Kampf um die Champions League fand keinen Sieger. In der ersten Halbzeit war die Elf von Massimiliano Allegri stärker, nach der Pause war jene von Andrea Stramaccioni besser. So endete das Derby gerecht mit einem 1:1-Unentschieden.

De Sciglio mit ersten Ausrufezeichen

In der lombardischen Metropole trafen am Sonntag zwei Mannschaften aus einer Stadt aufeinander, die beide schon einmal die Champions League gewinnen konnten. Und um die Königsklasse ging es auch, denn beide Teams wollen den dritten Platz der Serie A. Um der schon vorhandenen Brisanz noch mehr zu verleihen, stand leider auch wieder der leidliche Rassismus im Mittelpunkt, nachdem einige Inter-Anhänger Mario Balotelli im Vorfeld beleidigt hatten.

Das San Siro brodelte und wurde in eine atemberaubende Choreographie getaucht. Eine ganze Stadt wartete auf den Pfiff von Paolo Mazzoleni. Gleich zu Beginn bebte das Stadion und durfte in der sechsten Minuten nach einem Schuss von Mattia De Sciglio den Atem anhalten. An der Strafraumgrenze ließ er zunächst Andrea Ranocchia stehen und setzte den Ball knapp ans Außennetz. Kurz darauf sah Philippe Mexes seine siebte Gelbe Karte in nur acht Spielen (12.) und muss in der kommenden Woche gegen Lazio Rom zuschauen.



El Sharaawy zaubert die Führung

Nach einer Viertelstunde hatte Balotelli seine erste große Chance. Eine Flanke von de Sciglio konnte er er nicht kontrollieren und rutsche, zum Glück Inters, weg. Doch es sollte sein Teamkollege Stephan El Shaarawy sein, der die Führung zauberte. Kevin-Prince Boateng schnörkelte den Ball in die Box, wo der 20-Jährige wartete und die Kugel mit dem Außenrist einnetzte.

Handanovic bewahrt den knappen Rückstand

Zwei Weltklasseparaden von Samir Handanovic bewahrten Inter vor einem größeren Rückstand. Balotelli kam nach einer Ecke zu einem starken Kopfball, der slowenische Nationalkeeper riss die Arme hoch, schnappte sich die Kugel und hielt seinen Kasten sauber (27.), um nur zwei Minuten später wieder eine Glanztat zu vollbringen, als er wieder gegen Balotelli rettete.

In den Minuten vor der Halbzeitpause kam auch mehr Feuer in die Partie. Zuerst knisterte es gewaltig zwischen Esteban Cambiasso und Riccardo Montelivo, anschließend kamen sich Juan und Boateng sehr nahe, wofür der 21-jährige Brasilianer den gelben Karton sah. Dann ging es für Balotelli und Co. mit einer 1:0-Führung in die Kabinen des Giuseppe-Meazza-Stadion.



Nebel im San Siro

Kurz nach Wiederanpfiff zogen Rauchschwaden durch das Stadion, nachdem einige Fans mit Pyrotechnik hantierten, und versperrten den Blick auf das Geschehen. Doch der Schiedsrichter behielt den Überblick und sah sich nicht gezwungen, die Partie zu unterbrechen. Inter schien es wenig zu stören, kamen sie doch durch Guarin zu ihrer größten Chance im bisherigen Spiel (53.). Cambiasso brachte den Ball zu Palacio, der die Kugel scharf in den Strafraum schickte, hier nahm sie Guarin auf und lenkte das Geschoss entschlossen auf den Kasten Milans. Hier stand aber ein herausragender Abbiati, der hinabtauchte und die Führung sicherte.

In der 65. Minute stockte den Inter-Fans kurz der Atem, denn Handanovic rettete mit den Fingerspitzen, doch bekam auch den Schuh eines Mitspielers ab. Was erst schlimmer aussah, entpuppte sich nach einer kurzen Behandlungspause als halb so schlimm und der Slowene stand wieder sicher im Kasten.

Schelotto kam und trifft sofort

Nach 69. Minuten war die Arbeit für Cambiasso getan und es kam für ihn Ezequiel Schelotto in die Derby-Partie. Kaum war er zwei Minuten auf den Platz, verwandelte er eine Flanke von Yuto Nagatomo zum verdienten Ausgleich für die Gastgeber. Der Japaner kam nach einem Stellungsfehler von Mexes ungehindert zur Flanke, die der italienische Nationalspieler perfekt mit einem Kopfball verwertete. Die Kugel flog am chancenlosen Abbiati vorbei in den Kasten flog.

In den folgenden Minuten hielt sich Milan etwas zurück, doch Inter versuchte sein Glück noch einmal. Je mehr die Uhr voranschritt, desto mehr war Milan darauf bedacht, die Zeit herunterlaufen zu lassen. Nach den zweiten 45 Minuten schien man mit einem Remis durchaus zufrieden. Zwar kamen die Hausherren noch einmal gefährlich vor den Kasten, ohne aber einen letzten Stich setzen zu können.

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