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Bundesliga

  • 2. Dezember 2012
  • • 15:30
  • • Wirsol Rhein-Neckar-Arena, Sinsheim
  • Schiedsrichter: K. Kircher
  • • Zuschauer: 23500
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ENDE
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Bremen deklassiert Hoffenheim mit 4:1 - Arnautovic schießt Babbel weg

Bremen deklassiert Hoffenheim mit 4:1 - Arnautovic schießt Babbel weg

Getty

Es war ein Schicksalsspiels für Markus Babbel. Ein Sieg hätte ihn vorerst gerettet, eine Niederlage weggeschossen. Es wurde ein 4:1 für die Bremer. Das Ende der Ära Babbel?

Sinsheim. Für Markus Babbel ging es um seinen Job. Die TSG Hoffenheim war unter Druck, musste gewinnen, für sich und für den eigenen Trainer. Thomas Schaaf wollte mit Werder Bremen auch siegen, um den Anschluss an die Europacup-Plätze nicht zu verlieren. Nach dem 4:1-Sieg der Gäste war Bremen Europa wieder näher und Babbel am Ende.

Wachmacher von Salihovic

Im winterlichen, aber keineswegs besinnlichen Kraichgau zitterte Markus Babbel heute vor Kälte und wohl auch vor Angst. Seine Mannschaft sollte siegen, für ihn. Der Einsatz stimmte von Beginn an. Gleich in der fünften Minute hämmerte Salihovic einen Freistoß nur wenige Meter am Mielitz-Kasten vorbei. Das Spiel ging kämpferisch weiter. Beide Teams schenkten sich in den ersten 15 Minuten nichts, wenn auch die Hoffenheimer etwas vorsichtiger agierten. Die von Manager Müller geforderten erfolgreichen Zweikämpfe konnten sie in den ersten Minuten vorweisen. Sie gingen früh zum Mann und attackierten hart, aber fair.

Hoffenheim und die Standards

Nach 20 gespielten Minuten roch es mehr nach einem Platzverweis als nach einem Tor, doch die berühmten Standards bringen ein Team schnell ins Spiel oder eben auch raus. Schröck kam zu spät gegen de Bruyne und der Belgier schlenzte in der 21. Minute den fälligen Freistoß über die Abwehrreihen der Gastgeber, wo Prödl mit Köpfchen parat stand. Es war Bremens erster Torschuss und bereits Hoffenheims 16. Gegentreffer nach Standards.



TSG völlig aufgelöst

Nach dem Tor war die TSG verunsichert, von den ersten doch kämpferischen Minuten war nichts mehr zu sehen und es häuften sich die Fehler in der Defensivarbeit, die auch von Arnautovic bestraft wurden. An der Eckfahne holte er sich den Ball, passte zu de Bruyne, rückte in die Box nach, wo er den Ball zurück bekam und das Tor zum 2:0 erzielte (29.)! Die Hausherren waren danach aufgelöst, fanden nicht mehr statt und fingen kurz vor der Pause fast noch weitere Kugeln. Doch Petersen und de Bruyne vergaben. So stand es zur Pause nur 2:0 für die Gäste.



Hoffenheim wie ausgewechselt

In der Kabine schien Markus Babbel die richtigen Worte gefunden zu haben. Gleich nach Wiederbeginn wollten die Bremer so weitermachen, wie sie aufgehört hatten, doch es waren die Hausherren, die so spielten, wie es die Gäste gewollt hätten. Voller Elan und Spielwitz agierte die Babbel-Elf und kam prompt zum Torerfolg. Volland ging über rechts in Richtung Tor und bediente Salihovic, der zum Anschlusstreffer einschob (50.).

Anschließend wirkte Hoffenheim sehr selbstbewusst, hatte, wie auch zu Beginn, wieder erfolgreiche Zweikämpfe auf der Habenseite und drückte auf das Tor von Mielitz. Ohne den klasse parierenden Keeper hätten die Babbel-Männer schon den einen oder anderen Treffer erzielt, was vor der Pause noch undenkbar gewesen wäre.



Hattrick Arnautovic

Nach der 70. Minute kam Werder ins Spiel zurück. Erst spielte sich im Strafraum der TSG ein vermeintliches Handspiel ab, dann gab es einen Freistoß für Werder. Arnautovic trat an und zirkelte die Kugel gekonnt ins Eck des Hoffenheimer Kastens (73.). Doch es war noch nicht alles von dem Österreicher! Nur sechs Minuten später ging er über rechts in den Strafraum, passierte die Abwehr und machte den Hattrick voll!

Es war eine Partie, die mit Spannung erwartet wurde. In der ersten Halbzeit war Bremen klar besser, dann schwächelten sie nach Wiederanpfiff und bekamen auch die Quittung der Hoffenheimer. Doch Thomas Schaaf konnte sich auf Arnautovic verlassen. Es war das Spiel des Österreichers! Im Alleingang besiegelte er die Niederlage der TSG und wohl das Ende der Ära Babbel.

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