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Bundesliga

  • 2. Dezember 2012
  • • 15:30
  • • WIRSOL Rhein-Neckar-Arena, Sinsheim
  • Schiedsrichter: K. Kircher
  • • Zuschauer: 23500
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ENDE
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Hoffenheim empfängt Werder: Babbels letzte Chance

Hoffenheim empfängt Werder: Babbels letzte Chance

Lennart Preiss

Die TSG Hoffenheim empfängt Werder Bremen oder auch Tim Wiese trifft auf seine Vergangenheit. Markus Babbel lässt derweil um sein Schicksal spielen.

Sinsheim. Werder Bremen reist am Sonntag zur TSG Hoffenheim oder auch die Geister der Vergangenheit reisen zu Tim Wiese und Markus Babbel zittert um seinen Job.

Gewinnt die TSG für Babbel?

Die Fußballwelt war erstaunt über den Wechsel von Tim Wiese zu Hoffenheim. Nach vielen, auch erfolgreichen Jahren, verließ er im Sommer Werder Bremen. Nun gastiert das neue Bremen in Sinsheim und der ehemalige Nationalkeeper ist noch verletzt. Er wird der Mannschaft und vor allem dem Trainer nicht helfen können. Für Markus Babbel wird die Luft im beschaulichen Kraichgau immer dünner. Ein Sieg ist mehr als einfach nur Pflicht. Es wird angenommen, das er sich nur noch einen Ausrutscher leisten darf.

Statistik ist nicht der Freund von 1899

Für den Coach wird die Statistik nicht erfreulich sein. In bisher acht Partien siegten die Norddeutschen fünfmal und sicherten sich auch zweimal zumindest einen Punkt. Die Hausherren vom Sonntag gingen nur einmal als Sieger vom Platz. Aber auch ihr Trainer ist gegen Werder nicht vom Fußballgott gesegnet. Keines seiner bisherigen vier Bundesligaspiele konnte er gewinnen. Darunter befand sich auch seine Premierenniederlage, damals noch als Übungsleiter des VfB Stuttgart: Am 15. März 2009 musste er 0:4 in Bremen (die neun Spiele zuvor war er mit den Schwaben unbesiegt geblieben) verkraften.
 
Babbel: „Die Spieler müssen endlich mal Zweikämpfe gewinnen wollen!“

„Nicht in Schönheit sterben, den Kampf annehmen“

Vor dem Duell gegen Abstiegskonkurrent Nürnberg versuchte er noch seine Mannen wach zu rütteln: „Es ist wichtig, nicht in Schönheit zu sterben und den Kampf anzunehmen.“ Genützt hat es nicht viel, denn die Hoffenheimer verloren 2:4. Da konnte auch Manager Andreas Müller nach dem Spiel nichts Gutes finden: „Die Fehler in der Defensive sind kaum zu erklären. In der Bundesliga musst Du hochkonzentriert sein, da verstehe ich nicht, was in den Köpfen der Jungs los ist. Wir haben zwar das Potenzial, aber entscheidend ist, dieses auch auf den Platz zu bringen. Wir werden das jetzt gemeinsam mit Markus Babbel analysieren und die notwendigen Konsequenzen für Sonntag ziehen“, so der Manager gegenüber der Vereinshomepage.

„Es geht um die TSG Hoffenheim

Die Konsequenzen müssen nun vor allem auch die Spieler tragen und zeigen, dass sie auch wirklich noch mit Leib und Seele Fußballer sind und dieses Spiel beherrschen: „Ich habe mich lange schützend vor die Spieler gestellt, aber irgendwann ist auch einmal ein Punkt erreicht, wo ich erwarten kann, dass man die einfachen Sachen, die zum Fußball dazu gehören, zu hundert Prozent erfüllt - auch wenn einer 19 oder 20 ist. Die Spieler müssen endlich mal Zweikämpfe gewinnen wollen!“, polterte Babbel gegenüber n-tv. Alle müssten „kapieren, dass es um unglaublich viel geht. Es geht nicht um mich, um Markus Babbel. Es geht um die TSG Hoffenheim. Dafür müssen sie alles tun, sonst wird das eine ganz, ganz schwierige Saison. In der Bild wird der wütende Trainer wie folgt zitiert: „Sie denken: Das machen wir jetzt so, wie wir meinen. Und wenn‘s nicht funktioniert, hören wir wieder auf den Trainer. Das langweilt langsam.“

Werder-Kapitän Fritz: „Jetzt müssen wir zusehen, dass auch das letzte Quäntchen passt“

„Müssen uns jetzt schütteln und die Niederlage vergessen machen

Auch die Werderaner mussten in der kurzen Zeit eine bittere Niederlage verdauen. Im heimischen Weserstadion führte Bayer Leverkusen die Schaaf-Elf vor und deklassierte sie mit 1:4. Kapitän Clemens Fritz hofft auf ein schnelles Genesen der geschundenen Seele, wie er der Vereinshomepage sagte: „Wir wollten auf Tuchfühlung zu den internationalen Plätzen bleiben, das ist uns durch die Niederlage nicht gelungen. Wir müssen uns jetzt einmal schütteln und haben in vier Tagen wieder die Chance, die Niederlage vergessen zu machen. Auswärts haben wir zuletzt sehr gut gespielt und nur die letzte Konsequenz vermissen lassen. Jetzt müssen wir zusehen, dass auch das letzte Quäntchen passt und wir bis Weihnachten noch einige Punkte holen. Wir wissen aber, dass wir noch zwei schwere Aufgaben vor der Brust haben.“

EURE MEINUNG: Kann Markus Babbel noch seinen Job retten?
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Spieler im Fokus

K. Casteels

Position: Torhüter

Spiele: 0

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Der junge Keeper scheint plötzlich gesetzt, wohl aber auch, weil Wiese verletzt ist. Kann er seinen Verein und Trainer überzeugen und die TSG schon in der Liga halten?

N. Petersen

Position: Stürmer

Spiele: 0

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Er wurde immer besser, schießt er Bremen zu Sieg, die TSG Hoffenheim kurz vor Weihnachten noch tiefer in die Krise und Markus Babbel wohlmöglich in die Arbeitslosigkeit?

Redaktionstipp

Es wird ganz schwer für die TSG. Nicht nur die Statistik, auch die Leistung der Mannschaft spricht gegen einen Sieg. Die Frage ist, ob Babbel seine Mannen ausreichend motivieren kann gegen ebenso angeschlagenen Werderaner alles auf Sieg zu setzen.

Letzte fünf Spiele

Direktes Duell

Hoffenheim

Werder Bremen

Siege
0
2
3
Siege

Wetten & Tipps

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TSG 1899 Hoffenheim HOF
TSG 1899 Hoffenheim Hoffenheim
Unentschieden
SV Werder Bremen BRE
SV Werder Bremen Werder Bremen
23%
66%

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