thumbnail Hallo,
Live

Bundesliga

  • 2. März 2014
  • • 15:30
  • • Wirsol Rhein-Neckar-Arena, Sinsheim
  • Schiedsrichter: M. Schmidt
  • • Zuschauer: 24519
6
ENDE
2

Wolfsburger Defensiv-Desaster in Hoffenheim

Wolfsburger Defensiv-Desaster in Hoffenheim

Getty

Der VfL Wolfsburg hat im Kampf um die Königsklasse einen derben Rückschlag erlitten. In Hoffenheim kassierten die Wölfe eine 2:6-Pleite bei stark aufspielenden Gastgebern.

Sinsheim. So wird es sicher nichts mit der Champions League für die Millionentruppe des VfL Wolfsburg: Aufgrund einer desaströsen Defensivleistung kassierte der Bundesligist nach vier Pflichtspielsiegen in Folge ein ganz bitteres 2:6 (1:4) bei 1899 Hoffenheim. Damit bleiben die Niedersachsen, die in der nächsten Partie auf Bayern München treffen, nach dem 23. Spieltag auf dem fünften Rang.

Die seit fünf Punktspielen ungeschlagenen Kraichgauer feierten den höchsten Sieg ihrer Bundesliga-Geschichte und liegen nach wie vor auf dem zehnten Platz. Roberto Firmino (4.), Niklas Süle (37.), Anthony Modeste (39. und 43.), Sejad Salihovic (82., Foulelfmeter) und Sven Schipplock (86.) trafen für die TSG, die in dieser Saison schon zweimal (Hinrunde und DFB-Pokal) gegen den VfL verloren hatte. Bas Dost (15.) und Ivan Perisic (76.) waren für die Wolfsburger erfolgreich, bei denen Christian Träsch wegen groben Foulspiels die Rote Karte sah (81.).

Die 24.519 Zuschauer in der Rhein-Neckar-Arena mussten nicht lange auf den ersten Höhepunkt warten. Nach starker Vorarbeit von Salihovic und Modeste schloss Firmino gekonnt ab. Es war das zwölfte Saisontor des 22-Jährigen, der bei zahlreichen Topklubs auf der Wunschliste steht.

Hoffenheim nach Ausgleich weiter am Drücker

Sieben Minuten nach der Führung hatte Kevin Volland die nächste gute Schusschance für die Gastgeber, bei denen es unter der Woche noch einmal großen Wirbel um Ex-Nationaltorhüter Tim Wiese (doch noch Vertrag in Hoffenheim) gegeben hatte. VfL-Torwart Benaglio war aber auf dem Pfosten.

Sein Gegenüber Koen Casteels war kurz darauf machtlos. Der frühere Hoffenheimer Luiz Gustavo und Perisic bereiteten das vierte Saisontor von Dost mustergültig vor. Der Mittelstürmer traf per Kopf. Die Hoffenheimer, die ohne ihren argentinischen Abwehrchef David Abraham (Adduktorenprobleme) auskommen mussten, waren trotz der Führung in einen Konter gelaufen.

Im Anschluss wurde es vor dem Tor der Wolfsburger, bei denen die Abwanderungswünsche von Stürmer Ivica Olic in den vergangenen Tagen für Unruhe gesorgt hatten, mehrfach brenzlig. Volland (19.), Salihovic (24.) und 1899-Kapitän Andreas Beck (33.), der sein 200. Bundesligaspiel absolvierte, gaben gefährliche Schüsse ab. Noch besser war die Kopfball-Chance von Modeste nach einer Ecke von Salihovic (34.).



Modeste zum Zweiten

Kurz darauf fielen die längst überfälligen Tore für die Gastgeber, die die Abwehr der Gäste immer wieder mühelos überrannten. Innenverteidiger Süle war nach einer Salihovic-Ecke zum dritten Mal in dieser Saison erfolgreich. Modeste erzielte nach Vorarbeit von Sebastian Rudy seinen achten Saisontreffer.

Nachdem der Franzose wenig später noch freistehend an Benaglio gescheitert war (42.), machte es der 25-Jährige nur Sekunden später per Kopf besser. Allerdings stand der Angreifer bei seinem Treffer hauchdünn im Abseits. Erneut hatte Rudy die Vorarbeit geleistet.

Was VfL-Trainer Dieter Hecking von der Leistung seiner Schützlinge im ersten Durchgang hielt, machte er in der Pause offenbar in wenigen Worten deutlich. Die Wolfsburger waren bereits Minuten vor Wiederanpfiff auf dem Rasen. Viel besser wurde das Spiel der Gäste in der zweiten Hälfte zunächst allerdings nicht, ganz im Gegenteil: Nur mit Mühe verhinderte der VfL seine höchste Bundesliga-Niederlage (2:7).

EURE MEINUNG: Hätte der Sieg von Hoffenheim noch höher ausfallen können?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal auf
oder werde Fan von Goal auf !

Dazugehörig