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Bundesliga

  • 23. Mai 2015
  • • 15:30
  • • WIRSOL Rhein-Neckar-Arena, Sinsheim
  • Schiedsrichter: K. Kircher
  • • Zuschauer: 30150
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ENDE
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Brachte Hoffenheim früh in Führung: Anthony Modeste

Hoffenheim verpasst Europa, Hertha gerettet

Brachte Hoffenheim früh in Führung: Anthony Modeste

Getty

Hoffenheim dominiert das Spiel, tut sich aber lange schwer. Firmino wird zum Matchwinner, während die Hertha insgesamt enttäuscht. Die Analyse.

Die TSG 1899 Hoffenheim gewann am 34. Spieltag der Bundesliga mit 2:1 (1:0) gegen Hertha BSC und verpasst als Tabellen-Achter damit nur knapp die Qualifikation für die Europa League. Die Berliner entgehen dagegen als Tabellen-15. knapp der Relegation.

Vor 30.150 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena brachte Anthony Modeste die Hausherren in Führung (8.), ehe der eingewechselte Roy Beerens nach dem Seitenwechsel (72.) wie aus dem Nichts den Ausgleich erzielte - für die Hertha der erste Treffer nach 328 Minuten.

Reaktionen: "Es ist ein Scheiß-Gefühl"

Hoffenheim schlug aber zurück und Roberto Firmino besorgte mit seinem Treffer (80.) nach elf torlosen Spielen den Sieg für die Kraichgauer, nachdem Thomas Kraft einen Schuss von David Abraham nur zur Seite klatschen lassen konnte. Für die Hausherren war es gleichzeitig der 200. Bundesliga-Treffer vor eigenem Publikum.

Pirmin Schwegler stellte dabei mit 145 Ballaktionen für einen Hoffenheimer Spieler einen neuen Bundesliga-Rekord auf, während die Hertha auch das 18. Spiel in Folge nach einem Pausenrückstand verlor.

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Markus Gisdol tauscht seine Mannschaft im Vergleich zum 0:2 in Leverkusen auf zwei Positionen: Roberto Firmino kehrt nach seiner Gelbsperre zurück und ersetzt Tarik Elyounoussi (Bank), Jeremy Toljan rutscht für Jin-Su Kim (Schlag aufs Knie) in die Anfangsformation.

Berlins Pal Dardai stellt nach dem 0:0 gegen Eintracht Frankfurt lediglich einmal in der Verteidigung um: John Heitinga vertritt den gelbgesperrten John Anthony Brooks.

8., 1:0, Modeste: Firmino bekommt im Mittelfeldzentrum zu viel Platz und schlägt eine herausragende Seitenverlagerung über 20 Meter auf Modeste in die linke Strafraumhälfte. Der nimmt den Ball geschickt an, wackelt Pekarik aus und trifft aus 13 Metern eiskalt mit seinem siebten Saisontor ins kurze Eck. 

13.: Um ein Haar der Ausgleich! Nach einer Flanke von Schulz von der rechten Seite setzt sich Kalou auch mithilfe des Armes im Kopfballduell mit Abraham durch. Der Kopfball des Ivorers am langen Pfosten senkt sich gefährlich über Baumann, streift jedoch knapp über die Latte.

28.: Riesenchance für Hertha! Nachdem Polanski im Mittelfeld wegrutscht, läuft Haraguchi unbedrängt den rechten Flügel entlang, zieht in die Mitte und steckt dann auf links in den Strafraum zu Stocker durch. Der spielt einen scharfen Pass an den Fünfmeterraum, wo Abraham um ein Haar den Ball ins eigene Tor schiebt. 

40.: Polanski bekommt auf der linken Seite zu viel Platz von Pekarik zugesprochen. Der Pole zieht zum linken Strafraumeck und verpasst mit seinem Schlenzer auf das lange Eck nur haarscharf das rechte Lattenkreuz.

72., 1:1, Beerens: Nach einem langen Flankenwechsel auf die rechte Seite kommt Beerens an der rechten Strafraumkante an den Ball. Der Niederländer bleibt beim Versuch in die Mitte zu ziehen zunächst an Abraham hängen, sichert sich aber den Rebound und überläuft den Argentinier mit einer starken Ballmitnahme. Aus spitzem Winkel bleibt Beerens gegen den herausstürmenden Baumann cool.

80., 2:1, Firmino: Abraham bleibt mit seinem Freistoß aus 20 Metern zunächst an der Mauer hängen, bekommt aber den zweiten Versuch und hält per Dropkick aus gleicher Distanz drauf. Der Ball segelt an allen Herthanern vorbei. Kraft sieht den Ball spät und kann diesen nur noch zur Seite abwehren, wo Roberto Firmino goldrichtig steht und zu seinem siebten Saisontor einschiebt.

Fazit: Verdienter Sieg für die TSG Hoffenheim, die insgesamt mehr investiert. Die Hertha hatte zwar ebenfalls ihre Chancen, zog sich aber vor allem im zweiten Durchgang viel zu weit zurück.

Galerie: Der 34. Spieltag in Bildern

Der Star des Spiels: Pirmin Schwegler dirigierte das Spiel der Hoffenheimer und war nahezu überall auf dem Rasen zu finden. Hatte unglaubliche 145 Ballaktionen und gewann über 70 Prozent seiner Zweikämpfe. Brachte außerdem über 90 Prozent seiner Pässe an den Mann.

Der Flop des Spiels: Nico Schulz war kaum in das Spiel der Berliner eingebunden und konnte auf dem Flügel keine Akzente setzen. Brachte nur etwas mehr als die Hälfte seiner Zuspiele an den Mann und gewann nur jeden dritten Zweikampf.

Der Schiedsrichter: Knut Kircher war gleich in der ersten Minute gefordert und entschied mit Gelb für Strobl in der Summe der Aktionen wohl richtig. Auch richtig, in der 71. Minute nicht auf Elfmeter für Berlin zu entscheiden

Das fiel auf:

  • Die Hertha war zu Beginn die aktivere Mannschaft, wobei es Stocker meist in die Spitze zu Kalou zog. Dabei versuchten es die Gäste oftmals über die Außen, wenngleich die zahlreichen Flanken von Haraguchi und Schulz in der Mitte meist keinen Abnehmer fanden.
  • Die Dardai-Truppe stand insgesamt sehr hoch und attackiere früh, Hoffenheim hatte dementsprechend Probleme, die erste Pressingreihe zu überspielen. Gelang dies doch mal, war meistens aber viel Platz - so wie beim 1:0 durch Modeste.
  • Nach einer halben Stunde zogen sich die Berliner weiter zurück und ließen Hoffenheim anrennen. Die taten sich jedoch schwer, aufgrund fehlender Kreativität bis in den Strafraum zu spielen und versuchten es hauptsächlich durch das Zentrum, während die Hertha stattdessen einige gefährliche Konter fahren konnte.
  • Hoffenheim brachte knapp 90 Prozent seiner Zuspiele an den Mann, suchte dabei aber kaum mal den Risikopass und konnte somit auch nur wenige Räume schaffen - die Hertha stellte geschickt zu, lief aber vor allem dann im zweiten Durchgang meist nur hinterher.

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