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Bundesliga

  • 21. September 2010
  • • 20:00
  • • Wirsol Rhein-Neckar-Arena, Sinsheim
  • Schiedsrichter: T. Kinhöfer
  • • Zuschauer: 30150
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Vorschau Bundesliga: 1899 Hoffenheim – FC Bayern München

Vorschau Bundesliga: 1899 Hoffenheim – FC Bayern München

Zur Oktoberfest-Zeit gelten die Bayern eigentlich traditionell als besonders stark. Eigentlich. Denn angesichts des holprigen Starts mit erst einem Sieg aus vier Spielen muss der Deutsche Meister aufpassen, dass ihm die diesjährige „Wies’n-Laune“ nicht gründlich verdorben wird. Der nächste Gegner besitzt auf jeden Fall das Potenzial dazu, wie seine bisherigen Liga-Auftritte nachgewiesen haben.

(eln) Sinsheim. Die Bundesliga geht in eine „englische Woche“: Nur wenige Tage nach dem vierten Spieltag geht es am Dienstag und Mittwoch bereits mit der nächsten Runde weiter. Mit Spannung erwartet wird am Dienstag das Duell zwischen 1899 Hoffenheim und dem FC Bayern München. Hier die bestens in die Saison gestarteten Kraichgauer, dort der schwächelnde Rekordmeister, der – wie von Bayern-Trainer Louis van Gaal angesichts der WM-Strapazen seiner Spieler vorab bereits angekündigt – nach Frische und Bestform sucht.

PERSONAL & TAKTIK

Beide Teams vertrauen auf ihre gewohnten Systeme: Die Hausherren agieren im 4-3-3 mit den drei Angreifern Demba Ba, Vedad Ibisevic und Peniel Mlapa; die Gäste werden vermutlich wieder im 4-5-1 beginnen, in dem nur die Frage lautet: Wer gibt den Stoßstürmer, Miroslav Klose oder Ivica Olic? Oder sollte sich Bayern-Trainer Louis van Gaal angesichts von zuletzt drei Bundesliga-Spielen in Folge ohne eigenen Treffer für eine Variante mit zwei Angreifern entscheiden? In diesem Fall müsste vermutlich Toni Kroos auf die Bank weichen. Da der Niederländer kein Anhänger der Rotation ist, sind große Änderungen nicht zu erwarten.

1899 muss auf seinen neuen Keeper Tom Starke verzichten, der sich bislang als sehr sicherer Rückhalt erwies, nun jedoch mit einer Wadenzerrung ausfällt. Für ihn wird Daniel Haas das Tor hüten. Auch Matthias Jaissle und Chinedu Obasi, der im letzten Heimspiel gegen die Bayern zum 1:1-Endstand traf, sind nach ihren Verletzungen noch nicht wieder einsatzfähig. Ein Fragezeichen steht noch hinter den Einsätzen der angeschlagenen Offensivkräfte Ibisevic und Sejad Salihovic, die am Montag nicht mittrainieren konnten. Nach seinem direkt verwandelten Freistoß zum 2:2-Endstand beim 1. FC Kaiserlautern und einer auch sonst überzeugenden Leistung stünde der Isländer Gylfi Thor Sigurdsson als Alternative bereit. Der FC Bayern muss noch länger auf Arjen Robben verzichten, der an einem Muskelriss laboriert.

FORMKURVE & AUSGANGSLAGE

Das Remis in Kaiserslautern bedeutete Hoffenheims erste Punktverluste in dieser Saison. Mit zuvor drei Siegen, zehn Punkten aus vier Spielen und Rang zwei ist die Truppe von Trainer Ralf Rangnick hervorragend aus den Startlöchern gekommen. Etwas, das sich von den Münchenern nicht behaupten lässt: Der Titelverteidiger liegt mit mageren fünf Punkten und einem Negativ-Torverhältnis von 2:3 weit hinter seinen eigenen Ansprüchen zurück. Satte sieben Zähler beträgt der Rückstand auf Tabellenführer FSV Mainz 05 bereits. Ein Sieg über Hoffenheim ist daher fast schon Pflicht, um die Distanz nicht allzu früh zu groß werden zu lassen. Doch leicht wird diese Aufgabe nicht, denn 1899 beeindruckte diese Saison auch spielerisch, vor allem beim furiosen 4:1 zum Auftakt über Werder Bremen.



DER DIREKTE VERGLEICH

In bislang vier Aufeinandertreffen gelang Hoffenheim noch kein Sieg gegen die Bayern: zwei Remis und zwei Niederlagen lautet die Zwischenbilanz, wobei beide Punkteteilungen auf eigenem Platz zustande kamen. Nach Toren führt der deutsche Rekordmeister mit 7:4. Der letzte Vergleich in Sinsheim endete am 8. August 2009 mit einem 1:1, Torschützen waren Ivica Olic (für Bayern) und Chinedu Obasi (Hoffenheim), der diesmal fehlt, da er sich nach einer Verletzung noch im Aufbautraining befindet.  

DIE SCHLÜSSELSPIELER

Nach dem kurzfristigen Transfer von Carlos Eduardo (zu Rubin Kasan) liegt auf ihm eine größere Verantwortung, das Hoffenheimer Spiel zu lenken: Luiz Gustavo. Der Brasilianer, der seit 2007 das Trikot von 1899 trägt, soll das Angriffstrio in Szene setzen und für Struktur im Mittelfeld sorgen. Auch ist es mit seine Aufgabe, gegnerische Angriffe im Ansatz zu unterbinden - was gerade gegen das Offensivpotenzial der Bayern um Franck Ribéry, Thomas Müller und Co. von wesentlicher Bedeutung sein wird.

Beim FC Bayern wird viel davon abhängen, ob Ribéry wieder näher an seine alte Galaform heran findet, die ihn während seiner ersten beiden Bayern-Jahre auszeichnete. Bisher kann der Franzose noch nicht die gewichtige Rolle einnehmen, die letztes Jahr Robben ausfüllte, als dieser die Mannschaft in entscheidenden Situationen zum Sieg führte. Gerade Ribérys Kreativität ist es, die den als Nachwirkung der Weltmeisterschaft noch ausgelaugten Bayern derzeit abgeht und die sie jetzt dringend gebrauchen könnten. Oder wurde den Spielern durch den häufigen Verweis van Gaals auf die unzureichende Saisonvorbereitung ungewollt ein Alibi gegeben, hinter dem sie sich – womöglich auch unbewusst – verstecken? Nach dem Motto: „Es geht jetzt eben noch nicht besser, der Trainer hat es ja schon vorher gewusst…“
Auch von Regisseur Kroos, mit Vorschusslorbeeren aus Leverkusen zurückgeholt, müssen allmählich mehr Impulse ausgehen, will er sich in der Stammelf etablieren.

AUFGESPIESST

1899 Hoffenheims Torwart Daniel Haas im kicker: „Natürlich hat (Stammkeeper Tom) Starke aktuell einen Vorsprung, aber gegen die Bayern sehe ich auch eine gute Chance, mal wieder ein Ausrufezeichen zu setzen.“

Bayern Münchens Sportdirektor Christian Nerlinger bei fcbayern.de: „Wir haben in vier Spielen zwei Tore geschossen. Das ist für unsere Ansprüche zu wenig.“

Eure Meinung: Wird der FC Bayern seine Torflaute bei 1899 Hoffenheim beenden oder stürzt die Rangnick-Truppe den deutschen Meister in die Krise?

Spieler im Fokus

D. Haas

Position: Mittelfeldspieler

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Daniel Haas hat am Dienstag keinen leichten Job: Er vertritt im Tor den verletzten Tom Starke, der bislang einen so überzeugenden Eindruck hinterließ. Der 27-Jährige Haas, seit 2005 im Verein, kann nun beweisen, dass er trotz mangelnder Spielpraxis ein Stellvertreter ist, auf den auch gegen den deutschen Meister Verlass ist.

M. Klose

Position: Stürmer

Spiele: 0

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Geprüft werden könnte Daniel Haas insbesondere von Nationalstürmer Miro Klose, der im DFB-Dress noch immer stärker zu überzeugen weiß, als beim FC Bayern. Zusammen mit Ivica Olic und Mario Gomez liefert sich Klose einen internen Kampf um den einen freien Platz im van Gaalschen 4-5-1. Tore wie zuletzt sein 2:0-Endstand in der Champions League gegen den AS Rom sind dabei das beste Argument...

Letzte fünf Spiele

Direktes Duell

Hoffenheim

Bayern München

Siege
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1
4
Siege

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Unentschieden
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