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Bundesliga

  • 5. Mai 2012
  • • 15:30
  • • Olympiastadion Berlin, Berlin
  • Schiedsrichter: T. Kinhöfer
  • • Zuschauer: 51837
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ENDE
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Zum Siegen verdammt: Hertha BSC erwartet die TSG 1899 zum „Endspiel“

Nur ein Dreier gegen Ex-Coach Babbel kann die Hauptstädter vor dem sechsten Abstieg der Vereinsgeschichte bewahren. Für die TSG geht es noch um die beste Bundesliga-Rückrunde.

Berlin. Während die Saison in den meisten Stadien gemächlich ausklingt, geht es in der Hauptstadt am letzten Spieltag nochmal um alles: Gegen die TSG 1899 Hoffenheim ist der Tabellensiebzehnte Hertha BSC zum Siegen verdammt, um die letzte Chance auf die Relegation und den Klassenerhalt zu wahren. Ausgerechnet Ex-Trainer Markus Babbel könnte den Berlinern dabei ein Bein stellen, die außerdem in Richtung Rheinland schielen müssen: Dort empfängt Abstiegskonkurrent 1. FC Köln Bayern München und wäre bei einem Sieg seinerseits gerettet.

Sechster Abstieg der Vereinsgeschichte?

Als Fahrstuhlmannschaft ist die „alte Dame“ nicht gerade bekannt, aber nach den Spielzeiten 1982/83 und 1990/91 droht Berlin 2012 zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte der direkte Wiederabstieg. Insgesamt wäre es der sechste Abstieg der Berliner seit Gründung der Bundesliga 1963 und der zweite innerhalb von drei Jahren. Bei den Abstiegen 1983 und 1991 blieb Berlin in den Folgejahren zweitklassig. Ein echtes Endspiel also gegen 1899? Solche wurden für Berlin in den letzten Wochen schon zahlreich ausgerufen. Da sich die Saison nun aber zweifelsohne dem Ende neigt, geht es tatsächlich um alles oder nichts. Nachdem das von Otto Rehhagel einberufene Trainingslager letzte Woche keinen Effekt zeigte, hat nun das Team selbst zu einer letzten Maßnahme gegriffen.

Letzte Maßnahmen: Vom Trainingslager zum Offenen Brief

In einem offenen Brief wandten sich die Herthaner am Donnerstag an die Fans, um den eigenen Anhang für Showdown im Olympiastadion zu mobilisieren. „Wir als Mannschaft haben es in der Hand. Wir müssen dieses Spiel gewinnen! Wir werden kämpfen, wir werden fighten, wir werden alles geben und alles tun - das versprechen wir Euch! Helft uns 90 Minuten lang, unterstützt uns 90 Minuten lang, macht 90 Minuten Dampf, seid 90 Minuten für uns da!“, heißt es in dem auf der Vereinshomepage veröffentlichten Brief. Nun jut, werden sich manche Fans denken, wann, wenn nicht jetzt?

Lell auf der Kippe, Kobiashvili auf der Sechs, Ottl auf der Bank

Weil Köln zeitgleich die Bayern empfängt, könnten 90 Minuten Fight tatsächlich reichen, um den Saisonabschluss mit etwas Hoffnung zu beenden. Personell steht dem Vorhaben wenig im Wege: Auf der Kippe steht lediglich der Einsatz von Ersatzkapitän Christian Lell, der an einer Fußprellung laboriert. Pierre-Michel Lasogga und Thomas Kraft konnten nach kleineren Blessuren am Mittwoch das Training wieder aufnehmen. Auch Lewan Kobiashvili, Mitverfasser des offenen Briefs, kehrt nach seiner Rotsperre aus Leverkusen zurück ins Team und wird neben Peter Niemeyer auf die Doppelsechs rücken. Dafür wird Andreas Ottl, dem Rehhagel zuletzt mangelnde Körpersprache attestierte, wohl wieder auf der Bank Platz nehmen.



Babbel über Hertha BSC: „Sie werden alle Register ziehen“

TSG-Coach Babbel, der erstmals nach seiner Entlassung im Dezember 2011 nach Berlin zurückkehrt und im Vorfeld über mehrere Berliner Medien gegen Manager Michael Preetz stichelte, weiß um die Brisanz für seinen Ex-Klub: „Sie werden nochmals alle Register ziehen, um die Minimalchance auf den Klassenerhalt zu nutzen“, warnte Babbel sein Team, das lediglich auf die Langzeitverletzten Roberto Firmino und Tobias Weis verzichten muss. Isaac Vorsah kehrt wieder in den Kader zurück, wird aber vorerst wohl nur auf der Bank sitzen.

Der TSG winkt beste Rückrunde seit Bundesligazugehörigkeit

Für die Kraichgauer geht es nach zwei Niederlagen in Folge vor allem um einen versöhnlichen Saisonabschluss. Mit einem Dreier könnte die traditionell rückrundenschwache TSG zudem die beste zweite Halbserie seit ihrer Bundesligazugehörigkeit 2008 spielen und auf 22 Punkte kommen. Die Bestmarke liegt bisher bei 20 Rückrundenzählern aus der Aufstiegssaison 2008/09. Im Hinspiel gab es für Berlin in Sinsheim einen Last-Minute-Ausgleich zum 1:1. Insgesamt ist die Bilanz vor dem sechsten Aufeinandertreffen beider Mannschaften ausgeglichen: Zweimal siegte die TSG, zweimal Berlin, bei einem Remis.

Eure Meinung: Schafft Herthe noch den Sprung in die Relegation?


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Spieler im Fokus

T. Kraft

Position: Torhüter

Spiele: 28

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Unter der Woche setzte der Keeper ein klares Zeichen pro Hertha und kündigte an, dem Klub auch beim Abstieg treu zu bleiben. Auf Herthas Besten der letzten Wochen wird es am Samstag einmal mehr ankommen!

S. Salihović

Position: Mittelfeldspieler

Spiele: 10

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Der in Berlin aufgewachsene Bosnier erlebt unter Babbel seinen zweiten Frühling im Kraichgau und soll auch in der nächsten Saison eine Führungsfigur bleiben. Als bester TSG-Schütze auch am Samstag gefordert.

Redaktionstipp

Besser spät als nie: Gegen Ex-Trainer Babbel geben sich die Berliner keine Blöße und erkämpfen den vierten Heimsieg der Saison, der bei einer Kölner Niederlage die Relegation bedeutet.

Letzte fünf Spiele

Direktes Duell

Hertha BSC

Hoffenheim

Siege
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2
1
Siege

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