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Bundesliga

  • 5. Mai 2012
  • • 15:30
  • • Olympiastadion Berlin, Berlin
  • Schiedsrichter: T. Kinhöfer
  • • Zuschauer: 51837
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ENDE
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Berlin zittert zwei Mal kurzzeitig: Änis Ben-Hatira schießt Hertha BSC zur Relegation

Berlin zittert zwei Mal kurzzeitig: Änis Ben-Hatira schießt Hertha BSC zur Relegation

Getty Images

Eine Zitterpartie in Berlin! Alles schien nach dem 2:0 durch Ben-Hatira entschieden, doch Compper ließ die Hauptstadt nochmal zittern. Endergebnis: Relegation für die Hertha!

Berlin. Während die Saison in den meisten Stadien gemächlich ausklang, ging es in der Hauptstadt am letzten Spieltag nochmal um alles: Gegen die TSG 1899 Hoffenheim war der Tabellensiebzehnte Hertha BSC zum Siegen verdammt, Markus Babbel avancierte mit seinen Äußerungen vor der Partie zu einer Art Feindbild. Beim 3:1 sicherte sich die „alte Dame“ den Relegationsplatz, nachdem sich der 1. FC Köln dem FC Bayern München geschlagen geben musste.

Keine bedingungslose Entschlossenheit zu Beginn

In den ersten Minuten dieser Partie waren von den Berlinern zwar leichte Ansätze hin zum Kampf gegen den Abstieg zu sehen, doch bedingungslos kämpften die Herthaner nicht. Es war leichte Angst zu spüren, die sich auf dem Platz durch einige, unnötige Fehlpässe zeigte.

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Die erste richtige Chance hatte Raffael nach einem guten Vorstoß von Ben-Hatira, der das Leder an der Grundlinie des gegnerischen Strafraums verlor. Mit etwas Glück kam Raffael an den Ball, prüfte Tom Starke aber nur mit einem zu zentralen Schuss (13.).

Ben-Hatira lässt die Hauptstadt hoffen

Anschließend gab es einen Freistoß für die Hauptstädter, den Ben-Hatira in Richtung Kasten brachte. Niemeyer und mehrere Abwehrspieler segelten am Ball vorbei, der sich nach in das lange Eck senkte. Plötzlich stand die Hertha auf dem Relegationsplatz, weil es zwischen Köln und den Bayern noch immer 0:0 hieß (14.).



Die Herthaner kämpften und hatten weitere Chancen nach Vorstößen von Raffael, doch der Brasilianer war in diesen Situationen zu eigensinnig (21. , 26.).

Hoffenheim wacht auf

Die Hoffenheimer wurden immer stärker und Berlin musste sich mächtig in Acht nehmen. Babel (30.) und Schipplock (32.) vergaben ihre Chancen, bevor Vestergaard nach einer guten Ecke von Rudy den gegnerischen Keeper Kraft prüfte (38.).

Babel holt sich Gelb-Rot in einem Zug

Diese Partie hatte alles zu bieten, auch eine besonders ungewöhnliche Szene: Babel wurde bis zur 41. Minute nicht verwarnt und holte sich dann die gelbe und die gelb-rote Karte in einem Zug ab. Kinnhöfer traf diese Entscheidung, nachdem der Niederländer durch ein Foul und durch eine anschließende Tätlichkeit auffiel.



Kurz vor Schluss wurde den Hauptstädtern noch ein Elfmeter verwährt, nachdem Lasogga von den Beinen geholt wurde und der Unparteiische auf Vorteil entschied. Ebert vergab diesen, doch es hätte in dieser Situation wohl gar keinen Vorteil geben dürfen.

Hertha blickt ruhig nach Köln

In der Anfangsphase dieses zweiten Durchgangs ließ es die Hertha ruhig angehen. Der Fokus lag auf Ballbesitz, während der Blick nach Köln ging. Binnen weniger Minuten stand es im Fernduell 3:0 für die Bayern. Doch es blieb dabei: Berlin durfte keinen Gegentreffer von den Schützlingen Babbels hinnehmen.

Lasogga vergibt, Starke hält TSG im Spiel

Lasogga marschierte nach einer knappen Viertelstunde alleine auf Starke zu und beförderte das Leder mit einem fulminanten Linksschuss am rechten Pfosten vorbei (57.), bevor Ronny mit einer Direktabnahme den gegnerischen Keeper starke zu einer Glanzparade zwang (58.).

Nach einem Kopfball-Duell kam Lasogga schlecht auf und musste verletzt vom Platz, Ramos nahm seinen Platz ein (60.). Es wird vermutet, dass sich der Stürmer das Kreuzband gerissen hat.

Hertha zittert kurzzeitig

Für alle in Berlin wurde es ab diesem Zeitpunkt zu einer Zitterpartie, denn die Herthaner vergaben die Chancen, hier eine vorzeitige Entscheidung herbeizuführen. Die Partie war umkämpft, so dass von der Überzahl der „alten Dame“ rein gar nichts zu sehen war. Die Berliner konterten sogar: Ben-Hatira verfehlte den Kasten nach schöner Vorarbeit von Raffael deutlich (74.).

Ben-Hatira macht nur scheinbar alles klar

Der eingewechselte Ramos sorgte dann für den entscheidenden Konter der Partie und brachte das Leder so in die Mitte, dass es zunächst nach einem verunglückten Pass aussah. Überraschend kam das Leder zu Ben-Hatira, der nur locker einschob, aber nur scheinbar für die Entscheidung sorgte (78.).

Denn es war Compper, der mit der Fußspitze nach einer Flanke fünf Minuten vor Schluss nochmal für das Zittern in Berlin sorgte (85.). Die ganze Stadt zitterte, doch es reichte für Berlin zur Relegation. Während zweier Standards verließ Starke den Kasten, so dass Raffael beim letzten Konter noch für das 3:1 sorgte (92.).

Eure Meinung: Hat die Hertha den Relegationsplatz verdient?

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