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Bundesliga

  • 21. April 2012
  • • 15:30
  • • Olympiastadion Berlin, Berlin
  • Schiedsrichter: W. Stark
  • • Zuschauer: 51461
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ENDE
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Ohne Esprit, ohne Ehrgeiz, ohne Willen - Lautern blamiert Hertha im Abstiegskampf

Ohne Esprit, ohne Ehrgeiz, ohne Willen - Lautern blamiert Hertha im Abstiegskampf

Bongarts

Keine zehn Minuten lang konnte der Hauptstadtklub im eigenen Olympiastadion überzeugen. Der 1. FC Kaiserslautern verabschiedet sich trotz eines verdienten Sieges aus der Liga.

Berlin. Am 32.Spieltag der Bundesliga musste sich Hertha BSC im eigenen Stadion gegen den 1.FC Kaiserslautern mit 1:2 geschlagen geben. Die Gäste stehen trotzdem als erster Absteiger fest.

64 Prozent Ballbesitz bei der Hertha

In den ersten zehn Minuten versuchte Berlin über Ballbesitz das Spiel an sich zu reißen und das funtkioniert auch ganz gut - allerdings ohne, dass dabei Chancen zustande kamen. Doch schon nach acht Minuten hatten die Lauterer kleinere Möglichkeiten durch De Wit (3.) und Bugera (8.). Erst in der 15. Minute stieg Peter Niemeyer nach einem Eckball hoch und köpfte das Leder gezielt in die untere linke Ecke, doch Keeper Thomas Sippel hatte den Ball und hielt ihn fest. Die Möglichkeiten der Berliner häuften sich nach einem Schuss von Lasogga (18.) und einer Solo-Einlage von Raffael (25.).

Oliver Kirch schockt die Hauptstadt

Was dann passierte, nahm die Gastgeber komplett aus dem Spiel. Nach einer Hereingabe von rechts konnte Startelf-Debütant Andrew Wooten am Fünferraum den Ball auf Sahan spielen, der legte am Fünfer das Leder quer zu Oliver Kirch, dieser drehte sich und schoss unter Keeper Kraft hindurch das 0:1 für die „Roten Teufel“. In den anschließenden Minuten konnte den Berlinern beim Zusammenbruch zugeschaut werden, denn in den Reihen der Haupstädter lief nichts mehr.

Wooten erhöht, Berlin-Fans flüchten

In der 38. Minute kam das, was kommen musste. Pierre de Wit bediente Fortounis, der konnte an gleich zwei Berlinern vorbeiziehen und quer zu US-Boy Wooten passen. Dieser fasste sich ein Herz, blieb ruhig und schoss das Leder stramm aus etwa zehn Metern an Keeper Kraft vorbei zum 0:2 ins Netz. Auch danach kamen die Lauterer zu zahlreichen Möglichkeiten sogar noch auf 0:3 zu erhöhen, denn die Leistung der Berliner Abwehr glich einer Katastrophe. Erste Zuschauer verließen noch vor der Halbzeit das Stadion.

Anschlusstreffer bleibt ohne Reaktion

Zu Beginn der zweiten Hälfte machten die Herthaner da weiter, wo sie aufhörten. In der 51. Minute ließ die Abwehr Olcay Sahan alle Zeit der Welt, um aus etwa 16 Metern auf das Berliner Tor schießen. Kraft wehrte ab, aber Wooten konnte eigentlich auf 0:3 erhöhen, verpasste das Leder aber ganz, ganz knapp. Weil aus dem Spiel nichts funktionierte, musste ein Eckball für den Anschlusstreffer sorgen. Nach Eberts Hereingabe stieg Peter Niemeyer höher als Rodnei und köpfte unten links ein. Außer einer Schuss-Chance durch Holland (63.) ließ die Aufhol-Mut der Berliner aber unerklärlich auf sich warten.

Niemeyer fliegt vom Platz

Erst in der 73. Minute gab Berlin wieder ein Lebenszeichen von sich. Raffael versuchte es mit einem wuchtigen Schuss, doch Lauterns Keeper Thomas Sippel parierte glänzend. Peter Niemeyer machte es seiner Mannschaft noch schwerer. Erst erhielt der Ex-Bremer wegen unnötiger Meckerei die Gelbe-Karte, zwei Minuten später flog er nach einem taktischen Foul vom Platz (77.). In der 88. Minuten ging Olcay Sahan an Thomas Kraft vorbei, hatte das leere Tor vor sich und schon den Ball in die Mitte, wo sein Mitspieler verpasste. Wer diese Chance sah, dem wurde klar warum Lautern so wenig Tore in dieser Saison schoss.

Eure Meinung: Hat die Hertha noch eine Chance auf den Liga-Verbleib?

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