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Serie A

  • 9. Februar 2014
  • • 15:00
  • • Stadio Marc'Antonio Bentegodi, Verona
  • Schiedsrichter: D. Doveri
  • • Zuschauer: 25140
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ENDE
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Serie A: Inter siegt endlich wieder, Juve gibt Führung aus der Hand

Serie A: Inter siegt endlich wieder, Juve gibt Führung aus der Hand

Getty Images

Inter feiert den ersten Sieg 2014, Juve gibt in Verona Zwei-Tore-Führung aus der Hand und spielte remis. Der AC Milan war gegen den SSC Napoli über weite Strecken klar unterlegen.

Mailand. Inter Mailand ist am 23. Spieltag gegen Sassuolo Calcio ein Befreiungsschlag geglückt. Das 1:0 (0:0) beendete eine Serie von fünf Spielen ohne Sieg. Juventus Turin kam unterdessen nicht über ein Remis hinaus. Bei Hellas Verona mussten die Bianconeri ein 2:2 (2:0) hinnehmen. Der SSC Neapel hat sich hingegen aus seiner Mini-Krise befreit und gleichzeitig dem neuen Milan-Trainer Clarence Seedorf die erste Liga-Pleite beschert. Beim hochverdienten 3:1 (1:1) der Azzurri trafen Gökhan Inler (11.) und Gonzalo Higuain (56./82.) für die Hausherren. Adel Taarabt (7.) hatte schwache Rossoneri in Führung gebracht.

Inter Mailand - Sassuolo Calcio 1:0 (0:0)

Tore: 1:0 Samuel (48.)

Inter springt mit dem ersten Sieg im Jahr 2014 in die internationalen Ränge. Die zuletzt erschreckend schwachen Nerazzurri zeigten zwar gegen den Vorletzten aus Sassuolo abermals keine überzeugende Leistung, doch danach fragt am Ende keiner mehr. Matchwinner im San Siro war ausgerechnet Walter Samuel, der in der Liga letztmals vor drei Monaten auf dem Platz stand und sein erstes Tor seit Oktober 2012 erzielte - passenderweise kam die Vorlage von Hernanes, der damit ein gelungenes Debüt feierte.

Inter zeigte sich bemüht, die Enttäuschung des verlorenen Derby d'Italia abzustreifen, doch zunächst fehlte es an Ideen. Sassuolo konnte die Vorstöße der Lombarden relativ einfach verteidigen. Zudem wurden die Gäste frecher. Domenico Berardi verlangte Samir Handanovic mit einem scharf getretenen Freistoß aus gut 25 Metern eine Glanzparade ab. Kurz vor der Pause musste Sassoulos Gianluca Pegolo in höchster Not gegen Diego Milito retten.

Inter kam engagiert aus der Kabine und ging folgerichtig in Führung - durch Comebacker Samuel, der wuchtig einköpfte. Danach ging den Mailändern vieles leichter von der Hand, zumal die Gäste aus der Emilia-Romagna auch etwas abbauten. So spielten die Lombarden die Uhr souverän herunter.

Hellas Verona - Juventus Turin 2:2 (0:2)

Tore: 0:1 Tevez (4.), 0:2 Tevez (21.), 1:2 Toni (52.), 2:2 Gomez (90.+4)

Last-Second-Dämpfer für Juve! Als alles nach einem knappen Auswärtssieg für den Tabellenführer aussah, stach das tapfer kämpfende Verona mit der letzten Aktion des Spiels zurück und drehte einen 0:2-Rückstand noch auf 2:2. Der erst in der 86. Minute eingewechselte Juan Ignacio Gomez köpfte Hellas in der vierten Minute der Nachspielzeit nach einer scharfen Flanke noch zum umjubelten Punkt. Für die Turiner ist der Punktverlust verkraftbar, trotzdem dürfte der Endstand nach einem verheißungsvollen Auftakt eine Enttäuschung sein.

Schon nach vier Minuten war vermeintlich klar, in welche Richtung es gehen würde. Nach einem nach vorne abgewehrten Schuss von Kwadwo Asamoah war Carlos Tevez in Torjägermanier zur Stelle und staubte cool ab. Es ging weiter nur in eine Richtung. Nach einem Schnittstellenpass von Paul Pogba stand der Sommerneuzugang erneut richtig und schob von halblinks zum 2:0 ein - allerdings stand er zum Zeitpunkt des Abspiels minimal im Abseits. Blieb der Argentinier in sechs Spielen im neuen Jahr torlos, traf er im Bentegodi also gleich doppelt - ein schönes Geschenk an sich selbst, vier Tage nach seinem 30. Geburtstag.

Dann sorgte aber eine Unachtsamkeit noch einmal für Spannung. Giorgio Chiellini ließ Luca Toni enteilen und der Ex-Bayer köpfte zum Anschluss ein. Juve aber ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und war dem dritten Tor näher - Neuzugang Pablo Osvaldo spitzelte den Ball an den Außenpfosten und verpasste nur knapp einen Traumeinstand bei seinem Debüt. Dusel für Juve zehn Minuten vor Ende: Der starke Toni zwang Gigi Buffon nach einer Freistoßflanke zu einer Glanzparade. Mit letzter Kraft fischte er den Ball aus dem linken Eck. In der letzten Szene des Spiels hatte aber auch Buffon das Nachsehen.

SSC Neapel - AC Milan 3:1 (1:1)

Tore: 0:1 Taarabt (7.), 1:1 Inler (11.), 2:1 Higuain (56.), 3:1 Higuain (82.)

Die 41.200 Zuschauer im Stadio San Paolo von Neapel sahen Einbahnstraßenfußball ihrer Mannschaft, die ihre Mini-Krise von drei sieglosen Ligaspielen in ungewohnten gelben Auswärtstrikots bekämpfte. Der einzige Schönheitsfehler war die Chancenverwertung. In diesem Punkt machte Milan der Benitez-Elf etwas vor: Winter-Neuzugang Adel Taarabt ließ sich in der 7. Minute nicht zweimal bitten, als er mit dem Ball am Fuß 30 Meter Richtung Tor lief und aus 20 Metern verwandelte.

Von einem Balotelli-Fernschuss (16.) abgehsehen, war von Milan danach bis zur Schlussphase aber offensiv nichts mehr zu sehen. Napoli glich den frühen Rückstand zwar prompt durch den 25-Meter-Treffer von Gökhan Inler aus, suchte aber lange vergebens nach der nötigen Präzision im Abschluss. Erst eine perfekte Flanke Inlers mit Zug zum Tor verwertete Higuain mit dem 15. Torschuss des SSC zum hochverdienten 2:1 (56.).

Real-Madrid-Kombo entscheidet das Spiel

Eine tolle Kombination über Marek Hamsik und Jose Callejon, die Higuain mit dem 26. Torschuss zu seinem 12. Saisontor abschloss, stellte Napolis verdienten Sieg sicher - und besiegelte zugleich die erste Liga-Niederlage des neuen Milan-Trainers Clarence Seedorf im vierten Spiel. Mario Balotelli schien betrübt. Nach seiner Auswechslung in der 73. Minute vergoss der Stürmer augenscheinlich Tränen auf der Erstzbank.


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