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DFB Pokal

  • 30. Juli 2011
  • • 15:30
  • • Voith-Arena, Heidenheim an der Brenz
  • Schiedsrichter: J. Drees
  • • Zuschauer: 10000
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ENDE
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Blamable Bremer verabschieden sich beim 1. FC Heidenheim aus dem DFB-Pokal

Blamable Bremer verabschieden sich beim 1. FC Heidenheim aus dem DFB-Pokal

Bongarts

Werder Bremen ist raus! Die zweibeste Pokalmannschaft Deutschlands präsentierte sich beim 1. FC Heidenheim erschreckend schwach und verlor trotz einer Halbzeitführung mit 1:2.

Heidenheim. Katastrophaler Saisonstart für Werder Bremen: Der Pokalsieger von 2009 verabschiedete sich bereits in der 1. Runde aus dem DFB-Pokal. Das 1:2 gegen den 1. FC Heidenheim war nicht einmal unverdient, denn die Elf von Trainer Thomas Schaaf präsentierte sich spielerisch schwach und ohne die richtige Einstellung gegen einen aufopferungsvoll kämpfenden Drittligisten.

Arnautovic auf der Bank, Thy von Beginn an

Werders Trainer Thomas Schaaf entschied sich im ersten Pflichtspiel der Saison für seine bewährte 4-4-2-Formation mit Mittelfeldraute. Die Neuzugänge Sokratis Papastathopoulos, Andreas Wolf und Lukas Schmitz spielten von Beginn an, der leicht angeschlagene Mehmet Ekici wurde geschont. Eine Überraschung gab es im Angriff, wo Spanien-Rückkehrer Markus Rosenberg und Youngster Lennart Thy den Vorzug gegenüber Marko Arnautovic erhielten. Heidenheims Trainer Frank Schmidt entschied sich gegen den Pokalsieger von 2009 für ein 4-2-3-1 mit Bastian Heidenfelder als einziger Spitze.

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Wenig Tempo in den ersten Minuten

Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der die Gäste erwartungsgemäß in den ersten Minuten etwas mehr vom Spiel hatten. Es deutete sich allerdings bereits an, dass sie gegen die clever verschiebenden Heidenheimer so ihre Probleme haben sollten, für das Überraschungsmoment in der Offensive zu sorgen. Den einzigen Warnschuss in der Anfangsminuten auf den Kasten von Frank Lehmann gab Aaron Hunt mit einem unplatzierten Versuch aus 18 Metern ab (5.). Die Schmidt-Elf legte nach gut zehn Minuten den Respekt ab und gestaltete die Partie in der Folge ausgeglichen. Mit einem guten Mix aus Kombinationen und Einzelaktionen brachten sie Werders neuformierte Viererkette mehrfach in die Bredouille.

Sirigu verzieht, Rosenberg vollstreckt

Die beste Chance der Hausherren vergab der aufgerückte Rechtsverteidiger Sandro Sirigu in der 25. Minute: Zunächst ließ er Andreas Wolf mit einer körpertäuschung alt aussehen, verzog dann aber freistehend im Abschluss von der Strafraumgrenze. Deutlich besser machte es dagegen auf der anderen Seite Markus Rosenberg. Nach Vorlage von Thy drosch er das Leder humorlos aus 18 Metern in den Winkel und der Favorit führte mit 1:0 (33.). Für den Schweden war es bereits der siebte Treffer im zehnten DFB-Pokal-Einsatz. Bitter für Heidenheim, dass Schiedsrichter Dr. Jochen Drees kurz vor dem Bremer Führungstor nach einem strittigen Zweikampf zwischen Sokratis und Christian Essig auf Weiterspielen entschied. So ging es mit dem 1:0 für Werder in die Pause.



Marin verschießt aus elf Metern, Heidenheim wittert Morgenluft

Wenige Minuten nach Wiederanpfiff bot sich den Hanseaten die dicke Chance zu Vorentscheidung. Einen zweifelhaften Handelfmeter (Florian Tausendpfund hatte die Kugel aus kurzer Distanz an den Arm bekommen) vergab Marko Marin. Der Mittelfeldspieler, der auffälligster Mann auf dem Platz war, scheiterte aus elf Metern am starken Frank Lehmann (51.). Nun war aus der unterkühlten Begegnung endgültig ein echter Pokalfight geworden und Heidenheim witterte Morgenluft. Folgerichtig sorgte Christian Sauter mit einem glänzend getretenen Freistoß aus 20 Metern für den verdienten Ausgleich (57.).

Schnatterer dreht das Spiel

Keine 120 Sekunden später hatte der Drittligist die Partie endgültig gedreht. Die Bremer ließen sich kinderleicht auskontern, Andreas Wolf gab in der Mitte keine gute Figur ab und Mittelfeldspieler Marc Schnatterer netzte zum 2:1 für den FC ein (59.). Thomas Schaaf reagierte prompt und brachte Mehmet Ekici und Marko Arnautovic ins Spiel. Zunächst ohne Wirkung, stattdessen verhinderte Schlussmann Tim Wiese im Eins-gegen-Eins mit Sirigu das 3:1 (67.).

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Wolfs Schuss wird von der Linie gektratzt

Werder hatte weiterhin große Probleme, Druck aufzubauen und Chancen zu kreieren. Ein Gewalt-Freistoß von Arnautovic (76.) und ein Kopfball des ebenfalls eingewechselten Sandro Wagner (79.) blieben bis zur Schlussphase die einzig halbwegs gefährlichen Szenen. Heidenheim verteidigte den knappen Vorsprung mit Mann und Maus, Werders beste Gelegenheit, noch den Ausgleich zu erzielen, verpasste Andreas Wolf. Sein Schuss nach einem Eckball klärten die Gastgeber mit vereinten Kräften auf der Linie (86.). Vier Minuten später rissen jubelnde Heidenheimer die Arme nach oben und die Bremer schlichen wie begossene Pudel vom Platz.

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