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Bundesliga

  • 15. September 2012
  • • 15:30
  • • HDI-Arena, Hannover
  • Schiedsrichter: D. Aytekin
  • • Zuschauer: 49000
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Wahnsinn in Hannover! Huszti schießt 96 zum Last-Second-Sieg gegen Werder Bremen

Wahnsinn in Hannover! Huszti schießt 96 zum Last-Second-Sieg gegen Werder Bremen

AFP

„Kleines Nordderby“ in Hannover! Werder Bremen musste in die AWD-Arena von Hannover 96 reisen - nach 90 Minuten voller Wendungen, stand am Ende ein 3:2 für 96!

Hannover. Nach der Länderspielpause ging es nun endlich wieder mit Bundesligafußball weiter. Hannover 96 empfang vor heimischer Kulisse den SV Werder Bremen zum „kleinen Nordderby“. Es wurde ein echtes Spitzenspiel, am Ende siegte Hannover in letzter Sekunde mit 3:2.

Werder ohne Prödl und Junuzovic

96-Coach Mirko Slomka setzte auf den Polen Artur Sobiech als Sturmpartner von Jan Schlaudraff. Sobiech hatte zuletzt überzeugt und steht in der Stürmerhierarchie nun vor Mohammed Abdellaoue, der sich mit einem Platz auf der Bank begnügen musste.Auf Bremer Seite musste Thomas Schaaf zwei Umstellungen vornehmen. Prödl (Muskelprobleme) und Junuzovic (Erkältung) fielen aus, Lukimya und Bargfrede ersetzten die beiden.

Huszti mit ganz viel Gefühl

In den Anfangsminuten tasteten sich beide Teams noch ab, die ersten kleinen Angriffsversuche beider Teams wurden im Keim erstickt. Doch man merkte früh, dass beide Mannschaften offensiv nach vorne spielten und den Zuschauern pure Unterhaltung bieten wollten. Nach sechs Minuten gab es dann Freistoß für die Gastgeber: Szabolcs Huszti schnipste den Ball vom rechten Strafraumeck genau unter die Latte - 1:0 für 96 (6.)!

Andreasen setzt einen drauf

Und dieses Tor motiverte die Niedersachsen weiter. Über Sobiech landete das Leder auf der linken Seite bei Huszti. Der Ungar agierte dieses Mal als Vorbereiter und flankte präzise in die Mitte. Leon Andreasen kam angesprintet und drückte das Leder mit der Stirn zum 2:0 ins Netz (10.). Ausgerechnet Andreasen: Der Däne begann seine Bundesligakarriere beim SV Werder Bremen.

Hunt verkürzt per Strafstoß

Werder ließ sich davon allerdings nur wenig beeindrucken und spielte weiter gut nach vorne. Arnautovic (18.) und Elia (24.) setzten sich jeweils gut in Szene, konnten die Möglichkeit jedoch nicht nutzen. Dann sprang dem Hannoveraner Innenverteidiger Mario Eggimann das Leder im Strafraum unglücklich an die Hand - Schiedsrichter Deniz Aytekin entschied sofort auf Strafstoß. Aaron Hunt übernahm Verantwortung und donnerte das Leder zum 1:2-Anschlusstreffer ins Netz (26.).

Derbyatmosphäre kommt auf

In der Folgezeit wurde das Spiel immer hitziger. Viele kleine Fouls und Zickigkeiten machten das Spiel zu einem echten Derby. Deniz Aytekin hatte viel zu tun. Stindl sprang der Ball im Strafraum erneut an die Hand - Aytekin verzichtete diesmal jedoch auf den Elfmeterpfiff (36.). Wenig später hatte Stindl die Chance auf 3:1 zu erhöhen, sein Schuss wurde jedoch noch von Lukimya abgefälscht und zischte nur knapp am Werder-Tor vorbei (38.).



Arnautovic hat Ausgleich auf dem Fuß

In der zweiten Halbzeit erhöhte Werder das Tempo und wollte unbedingt den Ausgleich erzwingen. Nach einem missglückten Hackentrick von Pinto im Mittelfeld, kam der Ball schnell zu Arnautovic, der aus halblinker Position im Strafraum einfach mal abzog - die Kugel ging nur knapp am Kasten von Ron-Robert Zieler vorbei (51.). Werder drängte die Niedersachsen jetzt immer wieder in die eigene Hälfte - noch stand die Abwehr der „Roten“ aber noch stabil.

De Bruyne feiert Torpremiere

Mit den Einwechslungen von Junuzovic (für Bargfrede) und Akpala (für Petersen) versprach sich Thomas Schaaf neue Offensivakzente - und die bekam er. Nach einer Flanke von Arnautovic, legte Elia das Leder schön auf Kevin de Bruyne ab. Der junge Belgier nahm genau Maß und verwandelte zum 2:2 (74.). Erstes Bundesligator der Chelsea-Leihgabe.

Hektische Schlussphase - Huszti vollendet

In der Schlussphase setzte Werder alles auf Sieg. Sokratis (82.) und Lukimya (83.) erzielten den dritten Werder-Treffer, wurden jedoch beide Male von Aytekin zurückgepfiffen. Zumindest bei dem ersten Treffer lag der Schiedsrichter wegen einer Abseitsposition richtig. Wenig später hatte Arnautovic das 3:2 auf dem Fuß, Zieler hielt jedoch überragend (85.). Und einen hatte Hannover noch: In der zweiten Minute der Nachspielzeit, flankte Rausch von der linken Seite. Huszti setzte zum Fallrückzieher an und erzielte tatsächlich noch das 3:2 (90+2.). Für seinen Jubel auf dem Zaun, sah der Ungar dann auch noch die gelb-rote Karte.

Nun folgt Europa League-Auftakt für 96

Während Bremen nächste Woche Sonntag auf den VfB Stuttgart trifft, muss 96 bereits am kommenden Donnerstag ran. Dann geht es zum ersten Europa League-Spiel zum niederländischen Klub FC Twente Enschede. In der Liga geht es für die Niedersachsen 23. September mit dem Auswärtsspiel in Hoffenheim weiter.

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