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Bundesliga

  • 19. Februar 2012
  • • 17:30
  • • HDI-Arena, Hannover
  • Schiedsrichter: T. Welz
  • • Zuschauer: 37800
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Hannover schlägt Stuttgart und zieht mit Bayer Leverkusen gleich

Hannover schlägt Stuttgart und zieht mit Bayer Leverkusen gleich

Bongarts

Von Europa-League-Müdigkeit war bei Hannover nichts zu spüren. Nach einer zurückhaltenden Anfangsphase fand die Slomka-Elf besser ins Spiel und führte schon zur Pause mit 2:0.

Hannover. Nach dem Sieg gegen Brügge in der Europa League hat Hannover 96 auch in der Bundesliga nachgelegt und den VfB Stuttgart mit 4:2 geschlagen. Während die Niedersachsen damit zu Bayer Leverkusen aufschlossen und Platz sechs weiter im Visier haben, konnten die Gäste nicht an den Kantersieg gegen Hertha BSC in der Vorwoche anknüpfen. Bruno Labbadia kann die Planungen für Europa erst einmal wieder in der Schublade verschwinden lassen.

Tasci und Abdellaoue fehlen

Der VfB musste kurzfristig auf Serdar Tasci verzichten, Maza rückte für ihn in die Innenverteidigung. Ansonsten vertraute Labbadia aber genau dem Personal, dass Michael Skibbe von der Trainerbank in der Hauptstadt geschossen hatte. Bei Hannover reichte es für den angeschlagenen Mohammed Abdellaoue nicht, im Surm durften daher Mame Diouf und Didier Ya Konan ran.

Gemächliche Anfangsphase

Zu Beginn musste Hannover sich die Müdigkeit doch noch ein wenig aus den Beinen laufen. Stuttgart war präsenter im Mittelfeld und erarbeitete sich ein leichtes Übergewicht. Bis zur ersten Torchance vergingen allerdings gut 20 Minuten. Zunächst setzte Diouf eine Ecke von Lars Stindl knapp über den Kasten (20.), im Gegenzug kam Tamas Hajnal zum ersten etwas gefährlicheren Abschluss, als er aus 18 Metern Entfernung abzog, dabei aber ein paar Meter daneben zielte (21.).

Pander dreht bei Standards auf

Hannover fand jetzt über Standardsituationen ins Spiel, so war es kein Zufall, dass der erste Treffer nach einer Ecke fiel. Christian Pander schlug den Ball mit viel Tempo in den Fünfmeterraum, Sven Ulreich blieb auf der Linie und Karim Haggui hatten die Stuttgarter völlig vergessen. Der Verteidiger nickte ein zum 1:0 (25.).

Einzelkritik: Pander sorgt für die Assists, Kvist enttäuscht

Nur zwei Minuten später hätte Martin Harnik bereits den Ausgleich besorgen können, er vergab frei vor Ron-Robert Zieler aber die beste Chance der Schwaben in der ersten Hälfte.

Diouf mit seinem ersten Treffer

So legte Hannover nach. Wieder schlug Pander eine gute Ecke und Mame Diouf hält die Schulter hin. Wieder sah die Abwehr nicht gut aus und bekam prompt die Quittung (32.). Diouf feierte seinen ersten Bundesligatreffer mit einem sehenswerten Flick-Flack. Die Gastgeber hatten die Partie jetzt im Griff, bei Stuttgart häuften sich die Fehler im Spielaufbau. So ging es mit einem verdienten 2:0 in die Kabine.

Blitztor nach der Pause

Nach dem Wechsel stellte Labbadia die Weichen auf Offensive. Cacau sollte Schwung bringen, doch schon wenige Sekunden nach Wiederanpfiff kassierten die Stuttgarter die nächste Ecke und das nächste Tor. Stindl brachte den Ball nach innen, die Abwehr von Harnik angelte sich Pander im Rückraum und traf zum 3:0 (46.). Damit waren alle Pläne der Gäste mit einem Mal über den Haufen geworfen.

Stuttgart gibt nicht auf, aber die Mittel fehlen


Mit dem Vorsprung konnte Hannover sich früh daran machen, das Ergebnis zu verwalten, die zweiten 45 Minuten blieben arm an Höhepunkten. Der VfB bewies Moral und spielte weiter nach vorne, die Mittel reichten allerdings nicht aus, um die immer stärker werdenden 96er ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

Okazaki mit Traumtor in starker Schlussphase

In einer bereits entschiedenen Partie durfte Lars Stindl den Dreier in trockene Tücher bringen. Nach erneutem Durcheinander in der VfB-Defensive zog er sehenswert ins kurze Eck ab (74.). Die komfortable Führung schien für Leichtsinn zu sorgen, denn jetzt kamen die Gäste noch einmal. Zuerst stand Harnik frei und vollendete per Flachschuss zum ersten Treffer der Schwaben (75.). Und vier Minuten später gelang sogar ein weiterer Treffer: Okazaki brillierte mit einem tollen Fallrückzieher, Zieler hatte erneut das Nachsehen (79.). Das Spiel nahm eine unglaubliche Wendung und drohte sogar zu kippen.

Sieg letztlich verdient

Trotz einer weiteren guten Chance von Ibisevic blieb es aber beim 2:4 aus Sicht der Labbadia-Truppe. Das ging auch in der Höhe in Ordnung, weil Stuttgart zu spät aufgewacht ist. Bis zur Schlussviertelstunde hatte Hannover das Geschehen im Griff und macht Leverkusen in der Tabelle weiterhin Druck. Stuttgart hat die Chance verpasst, näher an die internationalen Plätze heranzurücken.

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