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UEFA Europa League

  • 8. November 2012
  • • 21:05
  • • HDI-Arena, Hannover
  • Schiedsrichter: F. Fautrel
  • • Zuschauer: 33200
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ENDE
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Hannover besiegt Helsingborgs in einem irren Spiel 3:2

Hannover besiegt Helsingborgs in einem irren Spiel 3:2

Getty

Hannover 96 traf als Tabellenführer auf den Tabellenletzten Helsingborgs, der bisher erst einen Punkt ergattern konnte. Die Linie von 96 war klar: Die Tabellenführung ausbauen.

Hannover. Hannover 96 ging mit einer beeindruckenden Vorbilanz in den vierten Spieltag der Europa-League-Gruppenphase. Zu Gast war am heutigen Donnerstag Helsingborgs IF, das man vor zwei Wochen bereits in einem Herzschlag-Finale besiegt hatte. Und auch heute war es ein irres Spiel, mit einem glücklichen 3:2 für Hannover.

Frühe Führung für die Niedersachsen

Hannover machte mit dem Anpfiff klar, wer der Herr im Haus ist. Der Ball lief schnell, man stand sehr gut und bereits nach drei Minuten konnte man die eigene Überlegenheit in Zählbares ummünzen: Flanke von links durch Huszti und in der Mitte stand Diouf ganz alleine. Auch wenn er kein Kopfballspezialist ist, konnte er den perfekt getimten Ball ganz locker verwandeln - 1:0! In der Folgezeit spielte Hannover dann noch ruhiger und noch abgeklärter, denn der Führungstreffer ließ das Team locker aufspielen. Doch auch wenn das Tor den Druck rausnahm und Hannover das Spiel dominierte, war es wenig zwingend, was nach dem frühen Treffer zustande gebracht wurde. Es sah gut aus, es war gefällig, aber keinesfalls hochkarätig, was man an Chancen rausspielte. Und mit fortschreitender Zeit ließ Hannover das Spiel etwas schleifen – doch ohne dass die Schweden davon profitieren konnten.

Das Spiel flachte ab

Natürlich waren die Niedersachsen in der Folge das Team, welches das Match dominierte. Doch das Zählbare fehlte. Und so flachte das Spiel mehr und mehr ab. Man hatte den Ball sicher, die Schweden waren mehr Zuschauer als ein aktiv mitspielender Part und so lief der Ball hin und her. Hannover wollte nicht und die Schweden von Helsingborgs konnten irgendwie nicht. Den Niedersachsen fehlte es an Zielstrebigkeit zum Tor, an Schnelligkeit und Überraschungsmomenten, um die massive Abwehr aus den Angeln zu heben. So blieb es nach 45 Minuten beim verdienten aber glanzlosen 1:0 für Hannover – und reichlich Luft nach oben.

Diouf mit dem Doppelpack

Mit großem Engagement startete Hannover in die zweite Hälfte durch. Und so war das 2:0 ein logische Folge: Schmiedebach mit Doppelpass-Spiel auf Stindl, der ging zur Gundlinie, hatte den vorbildlich Kopf hoch und sah er Diouf in der Mitte. Perfekte Flanke und Diouf macht den Kopfball-Doppelpack! Und wer dachte, man habe nun die Schweden am Boden, der sah sich schwer getäuscht. Denn nach dem 2:0 spielten die Schweden, weil Hannover das Spiel innerlich abhakte. So kam dann in der 59. Minute der Anschlusstreffer. Rausch stand zu weit vom Gegner weg und Lindström bediente Durdic mustergültig - 2:1

Helsingborgs mit dem Ausgleich und das irre Hannover-Finale

Und nachdem Hannover das Spiel immer weiter abgab, kam dann in der 67. Minute sogar der Ausgleich: Eggimann und Schulz sahen hinten gar nicht gut aus, als Bedoya mit Leichtigkeit den Ausgleich erzielen durfte. Damit hatten die Schweden das Spiel, welches Hannover vorher sicher in Händen hatte, binnen acht Minuten komplett gedreht. Und die Schweden drehten weiter auf, waren durch Durdic gar näher am dritten Tor als Hannover. In der 87. Minute kippte dann das Spiel. Foul von Atta und Elfer - aber nicht nur das, denn es gab auch noch Rot. Und in der Folge beleidigte Larsson den Unparteiischen, worauf er auch noch Rot sah. Den Elfer machte Huszti dann glücklich zum 3:2 für Hannover. Was für ein verrücktes Spiel. Dabei blieb es bis zum Abpfiff - Hannover in der Runde der letzten 32 Teams.


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