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Bundesliga

  • 27. Januar 2013
  • • 15:30
  • • Imtech Arena, Hamburg
  • Schiedsrichter: T. Kinhöfer
  • • Zuschauer: 54758
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ENDE
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HSV gewinnt 3:2 gegen Werder - Ein irreguläres Tor, zwei Platzverweise

HSV gewinnt 3:2 gegen Werder - Ein irreguläres Tor, zwei Platzverweise

Bongarts

Duell im Norden! Am Samstag wurde erneut die Vorherrschaft der Hansestädte ausgewürfelt. Der HSV gewann 3:2, allerdings mit einem irregulären Treffern!

Hamburg. Zum insgesamt 98. Mal trafen am 19. Spieltag der Bundesligasaison 2012/13 der Hamburger SV und Werder Bremen aufeinander. Das Nordderby ist für beide Mannschaften immer ein ganz besonderes Spiel. In den letzter Jahren konnte Werder die Duelle dominieren. Heute trennten sich die Teams von Thorsten Fink und Thomas Schaaf 3:2, die Treffer erzielten Assani Lukimya, Heung-Min Son, Dennis Aogo und Sokratis Papastathopoulos.

Schaaf: „Zu viele Fehler“
Blitzstart für Werder

Nach gerade einmal neun Minuten köpfte Assani Lukimya die Gäste in Front. Nach einer Ecke landete der zweite Ball bei Ignjovski, der eine butterweiche Flanke direkt auf den Innenverteidiger lenkte. Der hatte das Auge, den Ball direkt an Adler vorbei ins Netz zu drücken. Und Werder blieb in der Folge dran! Ihnen gehörte die Anfangsphase des Spiels. Hamburg konnte nur in der dritten Minute einen schönen Konter setzen, bei dem Artjoms Rudnevs den Ball allerdings über das Tor von Mielitz zog.

Son mit dem Ausgleich

Es dauerte dann doch nur eine knappe Viertelstunde, bis Heung-Min Son nach einem individuellen Geniestreich ausglich. Von links dribbelte er in den Strafraum, schaute kurz und zimmerte den Ball aus unmöglichem Winkel ins lange Eck. Mielitz konnte dem Ball nur hinterher schauen, er sah beim Tor schlecht aus, konnte wohl nicht schnell genug reagieren, als der Ball an seiner Schulter vorbei ins Netz flog. Hamburg war plötzlich da und übernahm erst einmal die Partie.

Wenig Chancen bis zur Pause

Nur selten konnten sich die Teams bis zur Pause klare Chancen erarbeiten. Werder fand erst ab der 35. Minute wieder in die Spur, während der HSV fast ausschließlich von seinem linken Flügel lebte. Van der Vaart war beinahe unsichtbar. Die erste Hälfte ging ohne weitere Tore zu Ende. Trotz vieler Ungenauigkeiten und schreienden Fehlpässen waren die ersten 45 Minuten sehr attraktiv und kurzweilig.



Aogo mit Arm und Füßchen

Nur 25 Sekunden nach Wiederanpfiff brachte Dennis Aogo den Hamburger SV in Führung. Diekmeier flankte in den Strafraum, wo der Ball nach einigem Gestocher von Son zu Aogo gespielt wurde. Pikant: Der Außenverteidiger spielte den Ball klar mit dem Arm, bevor er ihn reinschoss. Das war nicht regulär, wie die Zeitlupen eindeutig bewiesen. Aber das Tor zählte, der HSV lag vorn. Der Bremer Abwehr musste vorgeworfen werden, dass sie die Situation nicht konsequent geklärt hat.

Abseitstor von Rudnevs, Sokratis mit Anschluss

Das nächste irreguläre Tor ließ keine paar Minuten auf sich warten. In einem grotesk hohen Tempo marschierte Dennis Aogo mit dem Ball nach vorn, zog leicht nach innen und passte quer auf Rudnevs, der direkt abzog und einnetzte. Dabei stand der Lette allerdings im Abseits. Zweite Fehlentscheidung! Auf der anderen Seite war es Sokratis, der in der 54. Minute Adler übertölpelte. Gebre-Selassie traute sich zuvor nicht, direkt draufzuschießen. Er legte für Sokratis auf, der nicht lange schnackte und einfach an Adler vorbeischoss. Dabei sah der Keeper schwach aus.

Kleine Pause nach dem Torfestival

Bis in die letzten zehn Minuten hinein nahmen sich beide Mannschaften etwas zurück. Fink wechselte Arslan ein, Schaaf schickte den Magen-Darm-geschwächten Arnautovic auf das Feld, aber die Spritzigkeit der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte konnte natürlich nicht gehalten werden. Hundertprozentige Chancen suchte man vergebens. Viel mehr war der HSV darauf bedacht, wieder Ordnung ins eigene Spiel zu bekommen. Bremen hätte vielleicht mehr versuchen sollen - schließlich lagen sie weiter hinten.

Gelb-Rot für Fritz und Arnaute!

Die letzten zehn Minuten des Spiels wurden vom Platzverweis für Fritz eingeleutet. Damit brachte der Kapitän sein Team in eine bedeutend schlechtere Position für die Schlussphase. Auch Thomas Schaaf würdigte Fritz keines Blickes, als er den Platz verließ. So konnte der HSV in den letzten Minuten noch einmal den Turbo anstellen und nach vorn preschen. Auch Arnautovic sah in der 90. Minute noch Gelb-Rot, nachdem er erst für ein Foul verwarnt wurde und danach andeutete, er würde Kinhöfer den Ball gegen das Bein schießen - das war die zweite Gelbe.

Ein Tor konnten die Gastgeber allerdings nicht mehr erzielen. Von den Spielanteilen her ist der knappe Sieg der Hamburger verdient, allerdings haben sie ihn durch zwei irreguläre Tore perfekt gemacht. Das darf eigentlich nicht passieren!

UPDATE: Wie Zeitlupen belegen, stand Rudnevs bei seinem Torerfolg nicht im Abseits. Das war noch gleiche Höhe! Aogo hat also den perfekten Moment zum Passen gefunden.

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