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Bundesliga

  • 8. Mai 2015
  • • 20:30
  • • Volksparkstadion, Hamburg
  • Schiedsrichter: K. Kircher
  • • Zuschauer: 57000
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ENDE
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Hamburgs Torschütze Gojko Kacar (r.) und Karim Guede zählten zu den besten Spielern auf dem Platz

Gojko Kacar rettet den Hamburger SV gegen Freiburg

Hamburgs Torschütze Gojko Kacar (r.) und Karim Guede zählten zu den besten Spielern auf dem Platz

Getty Images

Lange Zeit führten die Freiburger verdient beim HSV. Im Schlussspurt zogen die Rothosen an und erkämpften sich noch einen ganz wichtigen Punkt. Die Analyse.

Der Hamburger SV darf einen späten Punktgewinn feiern. Die Rothosen kamen zum Auftakt des 32. Spieltags der Bundesliga im Heimspiel gegen den SC Freiburg zu einem 1:1 (0:1)-Unentschieden.

Vor 57.000 Zuschauern in der ausverkauften Imtech-Arena gingen die Breisgauer durch das dritte Saisontor von Admir Mehmedi in der 25. Minute in Führung. Für den HSV war es im 1762 Bundesliga-Spiel das 2500. Gegentor - die Rothosen sind damit der erste Bundesligist, der diese Marke erreicht.

Hamburg glich durch Gojko Kacar, der bereits beim Sieg in Mainz das späte 2:1 erzielte, in der 90. Minute aus.

Die Stimmen zum Spiel

Der Sport-Club bleibt damit auch im fünften Spiel in Folge ohne Sieg, auch wenn Trainer Christian Streich nur eine seiner sieben Bundesligapartien gegen den HSV verloren hat (zwei Siege, vier Remis).

Damit gab es in den letzten neun Bundesliga-Duellen zwischen beiden Teams keinen Sieg des jeweiligen Heimteams. Ganze fünf Mal siegte der jeweilige Gast (drei Mal Freiburg, zwei Mal Hamburg), vier Mal endete das Duell remis.

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Im Vergleich zum 2:1-Sieg in Mainz nimmt Labbadia zwei Änderungen in der Startformation vor. Für Müller (Ödem im Sprunggelenk) und Ilicevic (Einblutung am Oberschenkel) beginnen Stieber und Holtby.

Überraschung beim SCF, bei dem Streich gegenüber dem 1:2 gegen Paderborn gleich fünf Mal wechselt. Petersen, Riether und Schuster finden sich auf der Bank wieder, Frantz (Bluterguss) und Sorg (Schambeinreizung) müssen passen. Mitrovic, Mujdza, Günter, Klaus und Guede beginnen. Mujdza ist erstmals in der Bundesliga Kapitän.

18.: Ballverlust Olic, Konter über Guede. Der passt von rechts flach nach innen zu Darida. Dem grätscht van der Vaart die Kugel vom Fuß. Sie landet bei Klaus, der links am Fünfmeterraum freie Schussbahn hat. Adler klärt stark mit der Fußspitze - Mega-Chance für den SCF!

24.: Olic legt links für Ostrzolek ab. Der spielt flach in den Rückraum zu Stieber. Dessen Direktschuss mit links fälscht Mitrovic mit der Brust ab. Bürki, der bereits nach rechts hechtete, pariert den Ball mit dem Fuß sensationell.

25., 0:1, Mehmedi: Im Gegenzug die Freiburger Führung! Abschlag Bürki, Guede verlängert per Kopf in die Lauf von Mehmedi. Der hat sich im Rücken von Djourou gelöst und lässt Adler aus vollem Lauf keine Chance.

49.: Mehmedi scheitert zunächst an Adler, der den Schuss aus 16 Metern zur Seite prallen lässt. Guede setzt nach und flankt weit an den zweiten Pfosten, wo Mehmedi es erneut volley versucht, aber Adler wieder zur Stelle ist und zur Ecke klärt.

53.: Kacar legt den Ball von der Strafraumgrenze zurück auf Holtby, der aus 25 Metern scharf abzieht. Der Schuss wird noch leicht abgefälscht und schrammt knapp am rechten Pfosten vorbei.

55.: Westermann verliert rechts außen den Ball. Mehmedi geht dazwischen und passt den eroberten Ball im Strafraum auf Klaus. Der zieht sofort, aber viel zu zentral, Adler hat die Hände rechtzeitig oben.

79.: Philipp setzt sich auf der rechten Seite durch und passt scharf in die Mitte. Petersen hat am Fünfmeterraum sehr viel Platz, doch Djourou wirft sich erfolgreich in den Abschluss.

90., 1:1, Kacar: Van der Vaart mit einem Eckball von links. Der landet bei Olic, dessen Kopfball Bürki stark pariert. Kacar aber setzt nach und bringt die Kugel über die Linie.

Fazit: Freiburg muss sich mangelnde Chancenverwertung vorwerfen lassen. Der HSV spielte limitiert, gab aber nicht auf und kam nicht unverdient zum Ausgleich.

Galerie: Die besten Bilder des Spiels

Der Star des Spiels: Admir Mehmedi. Ständiger Unruheherd, bewegte sich intelligent um Stoßstürmer Guede herum und war so kaum zu greifen. Schmiss sich in die meisten Zweikämpfe aller Freiburger und war an den meisten Offensivszenen beteiligt - allen voran natürlich bei der Führung. Stark beim HSV: Keeper Adler.

Der Flop des Spiels: Lewis Holtby lieferte erneut eine sehr diskrete Vorstellung ab. Schwach im direkten Duell und ohne Zug in seinen Aktionen. Musste als erster Hamburger runter.

Noten: Mehmedi und Guede glänzen

Der Schiedsrichter: Knut Kircher hatte mit der fairen Partie keinerlei Probleme. Beim Duell zwischen Stieber und Klaus im Strafraum der Gäste spielte der Freiburger allerdings nicht den Ball und traf auch den Hamburger, so dass sich der SCF nicht über einen Elfmeterpfiff hätte beschweren dürfen. Das gilt jedoch auch für den HSV, das Zerren von Rajkovic an Krmas in der Schlussphase war ebenfalls grenzwertig. Korrekt dagegen, den Ausgleichstreffer zu geben und nicht auf Foul an Bürki zu entscheiden.

Das fiel auf:

  • Hamburg begann bissig und presste den Freiburger Spielaufbau mit mehreren Mann tief in des Gegners Hälfte, konnte mit den seltenen Ballverlusten des Gegners dann aber kaum etwas anfangen und kam nicht ins Umschaltspiel.
  • Baute der HSV auf, standen die Außenverteidiger zwar hoch, waren aber wie die Mittelfeldspieler kaum in die Ballzirkulation eingebunden. Das Zentrum lag vollkommen brach. Die Rothosen versuchten es zumeist mit langen Bällen in Richtung Lasogga, die allerdings schnell wieder verloren gingen. Auch bei zweiten Bällen stand der HSV schlecht.
  • Freiburg dagegen zog sich im Spiel gegen den Ball weit zurück, formierte bisweilen eine Fünferkette und ließ Hamburg kommen. Wenn die Offensivspieler pressten, dann meistens gegen Rajkovic. Die großen Probleme der Hausherren in der Spielgestaltung eröffneten den Breisgauern mehrere Kontersituationen, die mutig und mit Zug zum Tor ausgespielt wurden.
  • Es überraschte, dass man Hamburg kein gestiegenes Selbstvertrauen nach zuletzt zwei Siegen in Folgen anmerken konnte. Im Gegenteil, die Psyche wurde mit zunehmender Spieldauer zum Hemmschuh. Sicher- und Klarheit in den Aktionen fehlten, die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen gerieten bisweilen deutlich zu groß.
  • Immerhin: Einsatz und Moral stimmten. Hamburg zeigte großes Kämpferherz, spielte weiter bemüht nach vorne und erzwang den Ausgleich. Freiburg trotz vieler Abschlüsse letztlich zu wenig zielstrebig vor dem Kasten.

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