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Bundesliga

  • 7. Dezember 2012
  • • 20:30
  • • Imtech Arena, Hamburg
  • Schiedsrichter: M. Weiner
  • • Zuschauer: 47000
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ENDE
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Hoffenheim in Seenot: Hamburg springt über Nacht nach Europa

Hoffenheim in Seenot: Hamburg springt über Nacht nach Europa

Bongarts

Spieltag 1 nach Babbel: Die TSG wollte sich am eigenen Schopf aus dem Keller ziehen. Der HSV blickt immer noch gespannt in Richtung Europa und siegte durch Tore des Letten Rudnevs.

Hamburg. Der Hamburger SV empfing am Freitagabend die TSG 1899 Hoffenheim. Bei diesem Bundesliga-Duell ging es um viel: Der HSV hatte am letzten Spieltag den Anschluss an die Europa-Plätze verpasst und wollte diese Chance nicht noch einen Spieltag liegen lassen. Die TSG hingegen musste eine Woche nach der Entlassung von Markus Babbel zeigen, aus welchem Holz sie geschnitzt ist und sich selbst etwas Luft im Tabellenkeller machen. Die Tore von Artjoms Rudnevs entschieden letztendlich, dass der HSV die Nase vorn hatte und Hoffenheim mit 2:0 besiegte.

Rudnevs trifft aus dem Nichts

Die Partie begann ungemein unattraktiv mit wenig Torszenen auf beiden Seiten. Die Gastgeber fielen durch die schlechte Statistik von gerade einmal 41 Prozent gewonnener Zweikämpfe nach 20 Minuten auf. Die TSG stand sehr massiert mit drei defensiven Mittelfeldspielern. Erst in der 27. Minute konnten die Hamburger aus dem Nichts treffen: Diekmeier schlug eine hohe Flanke in den Sechzehner, wo Rudnevs frei zum Kopfball kam und Casteels leicht zappelnd die falsche Entscheidung traf. Aus einer Partie auf Augenhöhe entstand die Führung zum 1:0. Danach hatte der HSV weitere gute Chancen durch Son und später Arslan. Bis zur Pause kam allerdings kein Tor mehr zu Stande. Die TSG wirkte nach dem Gegentreffer nahezu erschüttert.

Stand statt Kampf

Die zweite Hälfte begann erbarmungslos unattraktiv, auch wenn sich die TSG offensichtlich mehr vorgenommen hatte, konnte sie doch nicht zum Abschluss kommen. Eine schwer zu bewertende Szene war eine mögliche Elfmetersituation in der 57. Minute, als Compper Rudnevs zu Fall brachte. Der Verteidiger traf den Stürmer noch an der Fußspitze, nachdem er klar zum Ball gegangen war. Der Schiri sah hier kein unfaires Verhalten und hatte damit recht. Mehr oder weniger seit der 35. Minute konnte sich der HSV den Ball ungestört zurechtlegen, bis man nach vorne stechen konnte. Darauf legten es die Hausherren nun aber immer weniger an. Kramer suchte sein Glück in der 66. Minute mit der Einwechslung von Schröck für Williams, der gerade einmal 13 Ballkontakte bis dahin gehabt hatte.

Rudnevs schafft klare Verhältnisse

Aus dem blutleeren Gedümpel heraus war es wieder Rudnevs, der diesmal mit dem Fuß für das nötige Tor seines Teams sorgte. Nach einem Freistoß von Aogo auf den kurzen Pfosten landet der Ball eher unfreiwillig vor Rudnevs, der am hinteren Pfosten lauerte. Schipplock war zwar zugeteilt, hatte aber gerade andere Verpflichtungen, so kam der Lette zu seinem ersten Doppelpack in der Bundesliga. Man kann argumentieren, dass Westermann beim Treffer knapp im Abseits stand, aber die Regel konnte nicht greifen, da er Casteels nicht behinderte. Bis zum Schluss konnte sich die Verfassung der Gäste nicht dramatisch verbessern, so ging dieses Spiel vollkommen berechtigt mit 2:0 aus und Hamburg springt über Nacht nach Europa.


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