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Bundesliga

  • 8. Februar 2014
  • • 18:30
  • • Imtech Arena, Hamburg
  • Schiedsrichter: D. Aytekin
  • • Zuschauer: 48593
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Die Herthaner durften in Hamburg feiern

HSV weiter im freien Fall - Was wird aus van Marwijk?

Die Herthaner durften in Hamburg feiern

Bongarts

Gegen die Berliner kassierte der HSV die sechste Liga-Niederlage in Serie. Damit bleiben die Hanseaten auf einem direkten Abstiegsplatz.

Hamburg. Keine Ideen, keine Leidenschaft, keine Punkte: Der Absturz des Hamburger SV geht ungebremst weiter. Nach der historischen Grusel-Serie von sechs Pleiten nacheinander und dem erschreckenden 0:3 (0:3) gegen Hertha BSC taumelt der Traditionsklub mehr denn je dem ersten Abstieg der Vereinsgeschichte entgegen.

Zudem wird die Luft für den in die Kritik geratenen Trainer Bert van Marwijk immer dünner. Mirko Slomka wird an der Elbe bereits als sein möglicher Nachfolger gehandelt. "Ich bleibe Trainer, ich resigniere nicht und gebe nicht auf", sagte van Marwijk zunächst jedoch.

Frustrierte Fans ließen ihre Wut an der Mannschaft aus. Hunderte Anhänger blockierten am Stadion die Ausfahrt des Spielerparkplatzes, die Polizei musste zur Sicherheit aufmarschieren. Besonders Kapitän Rafael van der Vaart bekam den Zorn der Fans zu spüren, der Niederländer wurde beschimpft und mit Gegenständen beworfen. Feuerzeuge und Bierbecher flogen ihm entgegen.

Vier Tage vor dem Viertelfinale im DFB-Pokal gegen Bayern München enttäuschte der HSV am 20. Spieltag der Bundesliga erneut auf ganzer Linie und schlitterte nahezu wehrlos ins nächste Debakel. Sami Allagui (15.) und Adrian Ramos (23. und 38.) trafen für die überlegenen Berliner, der HSV war dagegen an Harmlosigkeit kaum zu überbieten. Der Dino der Liga bleibt Tabellenvorletzter.

Adler hält Elfmeter

Die Berliner schafften unter Trainer Jos Luhukay dagegen die Wende und feierten im dritten Rückrundenspiel den ersten Sieg - ein wichtiger Schritt des Tabellensiebten im Kampf um die Europa League. Noch nie zuvor hatte der HSV in seiner Bundesliga-Geschichte sechs Spiele nacheinander verloren.

Vor 48.593 Zuschauern war den Gastgebern die Verunsicherung nach den jüngsten Rückschlägen von Beginn an deutlich anzumerken. Entsprechend früh gerieten sie durch zwei Standardsituationen auf die Verliererstraße. Erst konnte Keeper Rene Adler (Sprunggelenkprobleme) bei seinem Comeback noch einen Foulelfmeter von Ramos abwehren, nach der anschließenden Ecke nutzte Allagui die Unordnung der stets wackligen HSV-Abwehr eiskalt aus und traf aus kurzer Distanz.

Doppelpack von Ramos

Nur acht Minuten später sprang Ramos bei einer Freistoßflanke höher als der ganz schwache Johan Djourou und köpfte zu seinem 13. Saisontor ein. Wenig später war der stets gefährliche Kolumbianer erneut nicht zu halten und ließ Adler keine Chance. Der Nationalkeeper wurde bei seiner Rückkehr von seinen Vorderleuten wieder einmal sträflich im Stich gelassen.



Die Hamburger Fans verabschiedeten ihre Mannschaft mit einem Pfeifkonzert in die Kabine. An der Elbe liegen die Nerven mittlerweile blank. Die Mannschaft um Kapitän Rafael van der Vaart scheint den Ernst der Lage noch immer nicht verstanden zu haben. Die "Rothosen" präsentierten sich mutlos und ergaben sich ohne Gegenwehr ihrem Schicksal. Lediglich bei einem Fernschuss von Marcell Jansen (19.) kam einmal so etwas wie Torgefahr auf.

Auch in der zweiten Hälfte präsentierte sich der HSV als nicht bundesligatauglich. Das Fehlpassfestival setzte sich fort, die wenigen Möglichkeiten wurden wie von Jacques Zoua (53.) kläglich vergeben. Auf der Gegenseite verhinderte Adler gegen Ramos (52.) ein noch höheres Debakel.

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