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Bundesliga

  • 4. April 2014
  • • 20:30
  • • Volksparkstadion, Hamburg
  • Schiedsrichter: B. Dankert
  • • Zuschauer: 49575
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ENDE
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Verzweifelter Existenzkampf des HSV: "Platz 15 ist weiter unser Ziel"

Der HSV muss gegen Leverkusen gewinnen, um sich im Abstiegskampf Luft zu verschaffen. Für Bayer zählt jeder Zähler im Rennen um die Champions League.

Hamburg. Es geht es um die nackte Existenz, im Kampf gegen den ersten Bundesliga-Abstieg zählen jetzt nur noch Siege: Vor dem Duell mit Bayer 04 Leverkusen am Freitag (20.30 Uhr/Liveticker bei Goal) steht der Hamburger SV unter enormen Druck. Trotz des erneuten Ausfalls des großen Hoffnungsträgers soll die vermeintliche Heimstärke den Klub retten.

"Platz 15 ist weiter voller Überzeugung unser Ziel", sagte HSV-Trainer Mirko Slomka vor dem Duell mit der angeschlagenen Werkself, die um den erneuten Einzug in die Champions League zittert: "Wir können am Freitag vorlegen, wir müssen schon fast gewinnen."

Doch gegen Leverkusen fehlt den Hanseaten einmal mehr ihre "Lebensversicherung" Pierre-Michel Lasogga. Statt sich mit seiner Mannschaft auf die wegweisende Partie vorzubereiten, saß der 22-Jährige in dieser Woche beim Zahnarzt. Endlich soll die Ursache für die andauernden Muskelbeschwerden ausgemacht werden, die Lasogga seit Wochen bremsen.

Zu Hause viermal unbesiegt

Die psychische Belastung wird immer größer. Die Norddeutschen sind auf Rang 17 abgestürzt und haben nur noch sechs Spiele Zeit, um Punkte für den Sprung aus der Abstiegszone zu sammeln. Siege in den Heimspielen sind angesichts der eklatanten Auswärtsschwäche des HSV Pflicht. Immerhin acht Punkte holten die Hamburger zuletzt vor eigenem Publikum, blieben viermal ungeschlagen.

Slomka, der nach einer Gelbsperre wieder auf Mittelfeldspieler Milan Badelj zurückgreifen kann, erhofft sich gegen Bayer insbesondere vom zuletzt formschwachen Regisseur Rafael van der Vaart mehr Impulse. Doch die niederländische Fußball-Ikone Johan Cruyff ist da skeptisch. "Er muss in Hamburg viel laufen - und das ist nicht seine Stärke", sagte Europas Fußballer des Jahrhunderts der Hamburger Morgenpost.

Nationaltorhüter Rene Adler macht sich und der Mannschaft dagegen Mut. "Wir werden bis zum Abwinken alles geben, und wenn ein Tor für uns fällt, ist alles möglich", sagte Adler. Seinen kriselnden Ex-Klub will er nicht schonen: "Wir müssen punkten, denn unterm Strich zählen nur Ergebnisse. Egal, gegen welchen Gegner."

Son schiebt Mitleid beiseite 

Genauso sieht es Heung-Min Son - doch der spielt seit dem vergangenen Sommer für Leverkusen. "Mir tut es sehr leid, dass der HSV so eine schwere Zeit hat", sagte der Südkoreaner, der für den Bundesliga-Dino in drei Spielzeiten 20 Bundesliga-Treffer erzielte und erstmals in die Hamburger Arena zurückkehren wird. Schon im Hinspiel schenkte Son den Rothosen dreimal ein. "Für diese 90 Minuten denke ich nur an Bayer", droht er nun.

Auch Leverkusen hat Punkte bitter nötig. Das Jahr 2014 war bislang ein einziges Desaster, und der finnische Trainer Sami Hyypiä gerät zunehmend in Bedrängnis. Nach der "unentschuldbaren" Vorstellung (Geschäftsführer Michael Schade) beim 1:1 gegen Braunschweig erwartet auch Sportchef Rudi Völler eine Reaktion im "Schlüsselspiel".

Bleibt der erhoffte Befreiungsschlag aus, werden die Diskussionen an Schärfe gewinnen - über eine mögliche Hyypiä-Ablösung und einen radikalen Schnitt im hoch bezahlten Kader. Dies sind allerdings Luxusprobleme, zumindest, wenn man die Ängste des HSV zum Maßstab macht.

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