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Bundesliga

  • 16. März 2014
  • • 15:30
  • • Imtech Arena, Hamburg
  • Schiedsrichter: M. Fritz
  • • Zuschauer: 52183
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ENDE
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Hart umkämpfte Zweikämpfe: In Hamburg war es Abstiegskampf pur

HSV gewinnt Keller-Krimi gegen Nürnberg

Hart umkämpfte Zweikämpfe: In Hamburg war es Abstiegskampf pur

Oliver Hardt

Mit einem schwer erkämpften, aber dann doch absolut verdienten 2:1-Erfolg setzt der Hamburger SV im Abstiegskampf ein Zeichen. Slomkas Elf befreit sich etwas.

Hamburg. Der Hamburger SV hat im Keller-Krimi gegen den 1. FC Nürnberg einen Befreiungsschlag gelandet. Die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka bezwang die Franken nach einem Treffer von Hakan Calhanoglu (80.) und einem Eigentor von Mike Frantz (86.) mit 2:1 (0:0) und verließ als Tabellen-14. erstmals seit Dezember die Abstiegsplätze.

Die punktgleichen Nürnberger, die durch Josip Drmic (90.+1) zum Anschlusstreffer kamen, rutschten nach der dritten Niederlage in Folge hinter die Hanseaten zurück und müssen wieder kräftig zittern. Hamburg und Nürnberg liegen neun Spieltage vor Saisonende zwei Zähler vor dem VfB Stuttgart auf dem Relegationsrang.

Beide Mannschaften hatten es vor 52.183 Zuschauern eilig und gingen von Beginn an in die Offensive. Nachdem der erste Schuss von Nürnbergs Torjäger Drmic nach 48 Sekunden nur knapp am Tor von HSV-Keeper René Adler vorbeigerollt war, wurden auch die Gastgeber sofort gefährlich. Erst stellte ein langer Freistoß von Rafael van der Vaart den starken Torhüter Raphael Schäfer vor Probleme (2.), dann verzog Calhanoglu einen Rechtsschuss nur knapp (3.).

Ohne Lasogga trotzdem volle Power

Der HSV, der Toptorschütze Pierre-Michel Lasogga (Oberschenkelprobleme) vermisste, wirkte wild entschlossen. Insbesondere Mittelfeld-Juwel Calhanoglu wollte es wissen und stellte Schäfer mit einem Gewaltschuss aus 16 Metern auf die nächste Probe (17.).

Doch auch der Club spielte mit und versuchte oftmals über die rechte Seite und den agilen Robert Mak gefährlich zu werden. Fast hätte der Slowake die Führung eingeleitet, doch Markus Feulner traf nach feinem Zuspiel bei einem Konter nur den Außenpfosten (24.).

Der nächste Hochkaräter in der äußerst temporeichen Partie gehörte erneut den Hausherren, doch Innenverteidiger Johan Djourou verpasste bei einem seiner zahlreichen Vorstöße eine Hereingabe von Sturmspitze Jacques Zoua nur knapp, die Führung wäre zu diesem Zeitpunkt längst verdient gewesen (34.).



Chancen im Minutentakt

Doch fast hätten die Hamburger einem Rückstand hinterherlaufen müssen, denn Nürnbergs Japaner Hiroshi Kiyotake verlangte Adler mit einem abgefälschten Distanzschuss alles ab (36.). So ging es ohne Treffer in die Kabinen, auch weil Zoua nach einer Ilicevic-Flanke in der Nachspielzeit nur den Pfosten traf (45.+1).

Nach dem Wechsel drängten die Hausherren weiter auf die Führung. Fast im Minutentakt hatten die Hanseaten einen Treffer auf dem Fuß, doch van der Vaart (59.) und Calhanoglu vergaben (63., 64.). Wenig später klärte Javier Pinola nach einem Kopfball von Zoua auf der Linie (70.), bevor Schäfer einen Rechtsschuss von Ilicevic glänzend entschärfte (74.).

Das erlösende 1:0 fiel, als Frantz in seinem 100. Bundesligaspiel einen Schuss von Calhanoglu unhaltbar für Schäfer abfälschte. Dann unterlief dem Nürnberger noch ein Eigentor. Der Treffer von Drmic kam zu spät, da Adler Sekunden vor dem Ende den Sieg bei einem Freistoß von Jose Campana mit einer Glanzparade rettete.

Bei den Hausherren überzeugten Mittelfeld-Lenker Milan Badelj und Calhanoglu, bei den Gästen wussten Schäfer und Mak zu gefallen.

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