thumbnail Hallo,
Live

Bundesliga

  • 30. Oktober 2011
  • • 17:30
  • • Imtech Arena, Hamburg
  • Schiedsrichter: M. Schmidt
  • • Zuschauer: 55000
1
ENDE
1

HSV kann zu Hause nicht gewinnen: 1:1 gegen Kaiserslautern

HSV kann zu Hause nicht gewinnen: 1:1 gegen Kaiserslautern

Bongarts

Wieder kein Sieg für den Messias. Thorsten Fink muss sich erneut mit einem Punkt zufrieden geben, der HSV bleibt in der Imtech-Arena ohne Dreier.

Hamburg. Der 1. FC Kaiserslautern bleibt in der Bundesliga in der Erfolgsspur, die Mini-Siegesserie ist aber gerissen. Zwar reichte es beim Hamburger SV zu einem Punkt, gegen die ambitionierte Truppe von Thorsten Fink wäre aber sogar mehr drin gewesen. Für Hamburg geht die Suche nach der Form weiter. Nach dem schwachen Pokal-Spiel gegen Eintracht Trier war zumindest eine Steigerung zu erkennen. Slobodan Rajkovic hatte früh Rot gesehen der HSV konnte den Rückstand zur Pause dennoch in Unterzahl ausgleichen.

Kurz mit nur einem Stürmer

Marco Kurz stellte wieder auf ein System mit nur einer Spitze um, Shechter setzte er auf die Bank, Kouemaha sollte wie gegen Schalke wirbeln. Für Shechter verstärkte Konstantinos Fortounis das Mittelfeld. Thorsten Fink setzte auf seine Stammelf, in der neben Guerrero auch Marcus Berg stürmte. Jeffrey Bruma sollte die Abwehr stabilisieren.  

HSV viel am Ball, FCK hat die Chancen


Der HSV begann engagiert und war von Beginn an feldüberlegen. Gerade Marcell Jansen und Dennis Aogo bildeten ein starkes Tandem auf der linken Seite, Gökhan Töre zog immer wieder in die Mitte. Konkrete Torchancen hatte zunächst aber der FCK. Die Schüsse von Pierre De Wit (3.) und Dorge Kouemaha (11.) verfehlten ihr Ziel jedoch knapp. Hamburg kam oft an den Strafraum der Gäste, es fehlte aber der klare Abschluss.

Umstrittener Platzverweis für Rajkovic

Nach 22 Minuten sorgte Slobodan Rajkovic mit seinem Ellebogencheck gegen Tiffert für den ersten echten Aufreger. Der HSV-Verteidiger sah Rot, eine harte aber vertretbare Entscheidung des Schiedsrichters. Das Stadion wurde zum Hexenkessel, die HSV-Fans peitschten ihre Mannschaft nach vorne. Fußballerisch tat sich hingegen nicht allzu viel. Hamburg blieb zu unentschlossen vor dem Kasten von Kevin Trapp und Lautern schien auch abzuwarten, wie Hamburg auf die Unterzahl reagiert.

De Wit per Traumtor zur Führung

Lautern fand den Faden zuerst wieder und kam zur Führung. Fortounis stand frei im Strafraum und legte für De Wit ab, der mit einem Schuss wie an der Schnur gezogen ins obere Eck vollendete. Die Gastgeber reagierten wütend und kamen in der 40. Minute mit einem Lattenkracher von Jansen aus 25 Metern zu ihrer bis dahin besten Chance. Zur Pause stand dennoch der Rückstand auf der Anzeigetafel.

HSV-Treffer nicht anerkannt

Die zweite Hälfte begann Kaiserslautern sehr vorsichtig. Sie standen gut in der eigenen Hälfte und warteten auf den Gegner. Hamburg versuchte es mit Geduld, die „Rothosen“ wollten der Kurz-Truppe nicht ins offene Messer laufen. Die abwartende Haltung gab der HSV erst nach knapp einer Stunde auf und kam zum Tor. Da Guerrero aber den Ball mit der Hand mitgenommen hat, erkannte Schmidt den Treffer nicht an. Nach dieser zweiten unglücklichen aber korrekten Entscheidung gegen die Hausherren hatte Markus Schmidt das Stadion endgültig gegen sich aufgebracht.

Guerrero erkämpft die Führung

Die Atmosphäre war jetzt vergiftet und in der Hektik verlor Kaiserslautern die Ordnung. Die erste Lücke nutzte der HSV dann. Töre kam nach sehenswerter Aktion zur Flanke und Guerrero köpfte ein (65.). Das Tor hatte er sich verdient, er ging kämpferisch voran, als seine Kollegen zu zurückhaltend spielten. Hamburg drückte weiter und es war nicht mehr zu erkennen, wer hier in  Unterzahl spielte. Das Spiel war völlig offen.

Nachlassende Kräfte in der Schlussphase

Die Schlussphase läutete ein Lattentreffer von Mathias Abel nach Tiffert-Ecke ein (82.). Hamburg drückte, wollte den Sieg, aber die Kräfte ließen sichtlich nach. Kaiserslautern nutzte die Freiräume nicht, der eingewechselte Shechter blieb blass, so blieb es am Ende beim verdienten 1:1. Mit dem Punkt konnten die Lauterer am Ende besser leben, Fink wartet weiter auf den ersten Sieg.

Dazugehörig