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Europameisterschaft

  • 12. Juni 2012
  • • 18:00
  • • Stadion Miejski, Wrocław
  • Schiedsrichter: S. Lannoy
  • • Zuschauer: 41105
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ENDE
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Blitzstart entscheidet Spiel - Tschechien schlägt Griechenland 2:1

Nach der Auftaktpleite hat sich Tschechien rehabilitiert und Griechenland mit 2:1 geschlagen. Die Treffer für Tschechien erzielten Pilar und Jiracek, für Griechenland traf Gekas.

Breslau. Tschechien ist zurück im Rennen um das Viertelfinale! Mit einem 2:1-Sieg über Griechenland konnte die Truppe von Michal Bilek einen großen Schritt in Richtung K.O.-Runde gehen. Nachdem man noch am Freitag mit 1:4 gegen Russland unterlag, dominierten die Tschechen heute von Anfang an und führten bereits nach sechs Minuten mit 2:0. Die Tore erzielten Petr Jiracek und Vaclav Pilar, für Griechenland traf Theofanis Gekas. Auch Griechenland hat noch Restchancen auf das Weiterkommen. Sie haben nun einen Punkt aus zwei Partien geholt.

Beide Trainer ändern Startaufstellungen

Im Vergleich zur ersten Partie veränderten beide Trainer ihre Startformationen. Die Griechen notgedrungen, die Tschechen nach der Klatsche im ersten Spiel leistungsbedingt. Für die Innenverteidigung, in der mit Sokratis (Rotsperre) und A. Papadopoulus (Kreuzbandriss) ersetzt werden mussten, brachte Trainer Fernando Santos den Schalker Papadopoulus sowie Katsouranis. Dessen Mittelfeldplatz übernahm Fotakis. Auch Theofanis Gekas war nicht mehr in der Startaufstellung, der gegen Polen noch eingewechselte Salpingidis rückte stattdessen ins Team.

Auch bei den Tschechen stellte man um. Nach vier Gegentoren gegen die Russen wurde Kadlec für Hubnik ins Zentrum beordert, links außen verteidigte dafür Limbersky. Jiracek rutschte vom defensiven Mittelfeld auf die rechte Außenbahn. Der umstrittene, weil gegen Russland abgetauchte, Angreifer Milan Baros erhielt erneut den Vorzug vor FCN-Angreifer Milan Baros.

Tschechischer Doppelschlag zu Beginn

Gleich in den ersten Minuten legten die Tschechen los wie die Feuerwehr. Nach nicht einmal drei Minuten sorgte Hübschman mit einem präzisen Pass in die Gasse für die erste Chance, die Petr Jiracek vom VfL Wolfsburg prompt zum ersten Treffer nutzte. Geschickt konnte er Keeper Chalkias, der von seiner Abwehr sträflich alleingelassen wurde, überwinden und für die frühe Führung sorgen. Die griechische Innenverteidigung hatte vorbildlich geschlafen, Hübschman hatte dies mit einem perfekten Zuspiel ausgenutzt.

Doch damit nicht genug: Die Tschechen spielten weiter nach vorne und suchten den direkten Ball in die Spitze. So auch in der sechsten Minute, als Tomas Rosicky den Ball auf den rechten Flügel schickte. Von dort aus trieb Gebre Selassie den Ball ein paar Meter und spielte ihn flach und scharf in die Mitte. Der Ball, der von Keeper Chalkias nur knapp abgelenkt werden konnte, landete mehr oder weniger bei Pilar, der den Ball gegen zwei Griechen im Fünfmeterraum über die Linie drücken konnte.



Chalkias verletzt raus

Doch damit nicht genug: Nach etwa 20 Minuten musste Kostas Chalkias, der griechische Keeper, das Feld verletzungsbedingt verlassen. Der älteste Spieler des Turniers (38) zeigte an, dass es nicht mehr weitergehe und wurde von Trainer Fernando Santos durch Michalis Sifakis ersetzt. Bereits im ersten Spiel gegen Polen sah Chalkias nicht besonders souverän aus, bei den beiden Gegentoren gegen Tschechien patzte er zwar nicht, wirkte aber dennoch nicht besonders glücklich.

Offenes Spiel, Griechenland erzielt Abseitstor

In der Folge zeigte sich Griechenland offensiver und traute sich mehr zu. Gefährliche Anspiele in die Mitte waren die Folge, doch die Tschechen, die selbst noch eine tolle Schussgelegenheit durch Rosicky hatten, waren auf dem Posten. Nicht so in Minute 41, als Torosidis eine tolle Flanke auf Forakis flankte. Dieser nickte ein und sorgte für das 1:2 - denkste! Der Schiedsrichter hatte nicht das Tor, sondern Abseits gepfiffen. Es ging mit zwei Toren Unterschied in die Kabine.

Gekas kommt und trifft

Auch nach der Halbzeit zeigte sich Griechenland mindestens gleichwertig, wenn nicht sogar einen Tick stärker. Mit kurzen Pässen und viel Laufbereitschaft versuchte man, die vor vier Tagen noch so anfällige Tschechen-Defensive zu überwinden. Zum ersten Mal gelang dies in Minute 50, aber nur aufgrund eines verheerenden individuellen Fehlers: Nach einem harmlosen Flankenball aus dem linken Halbfeld waren sich Keeper Cech und Innenverteidiger Sivok nicht einig, wer an den Ball gehen sollte. Cech versuchte den Ball zu fangen, ließ ihn anschließend wieder fallen, woraufhin Gekas abstaubte und verkürzte. Das Tor für den eingewechselten Gekas war so einfach wie Cechs Fehler eklatant und verhinderbar.



Verunsicherte Tschechen retten Führung ins Ziel

In der zweiten Halbzeit wirkten die Tschechen mehr und mehr verunsichert. Möglicherweise darin begründet, dass Kapitän Tomas Rosicky zur Halbzeit raus musste und dem Team nach dem Seitenwechsel fehlte. Auch Milan Baros musste im Laufe der zweiten Halbzeit vom Feld - dieser allerdings leistungsbegründet. Es kam Tomas Pekhart. Die Griechen zeigten sich in der letzten halben Stunde zwar als besseres Team, konnten aber effektiv auch keinen Nutzen daraus ziehen. Einmal wurde Gekas noch im Strafraum bedient, wurde aber wegen vermeintlicher Abseitsstellung zurückgepfiffen. Ansonsten rettete sich Tschechien über die Zeit und holte aufgrund der starken ersten Halbzeit einen verdienten Sieg. Am Ende verteidigte man souverän genug, um nichts mehr zuzulassen.

Tschechien trifft Polen, Griechenland Russland

Die Ausgangssituation ist mit dem heutigen Spielausgang weiter offen. Nach der Auftaktpleite hat die Bilek-Truppe nun drei Punkte, ebenso wie Tabellenführer Russland vor dem Abendspiel gegen Polen. Auch der heutige Verlierer Griechenland ist längst nicht ausgeschieden. Heute Abend wäre dabei ein Sieg der Russen positiv für die Mannschaft von Fernando Santos. Am letzten Spieltag (16. Juni, 20:45 Uhr) trifft Tschechien auf Polen sowie Griechenland auf Russland. Weitere Spannung wird dort in jedem Falle geboten sein.

EURE MEINUNG: Wer packts ins Viertelfinale und was sagt ihr zum tschechischen Sieg heute?

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