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Süper Lig

  • 22. April 2012
  • • 18:00
  • • Türk Telekom Arena, Istanbul
  • Schiedsrichter: F. Aydinus
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Galatasaray verliert 1:2 gegen Fenerbahce - Hexer Volkan fast unbezwingbar!

Galatasaray verliert 1:2 gegen Fenerbahce - Hexer Volkan fast unbezwingbar!

www.fenerbahce.org

Tragischer geht es kaum! In einem Süper Final der Superklasse verliert Galatasaray mit 1:2 gegen Fenerbahce - und das, obwohl über 90 Minuten fast nur ein Team spielte: Die Löwen!

Istanbul. Man sollte mit Superlativen vorsichtig sein, aber das erste große Istanbul-Derby im Rahmen des Süper Finals war herausragend, gigantisch, tragisch und unfassbar. Was Galatasaray Istanbul gegen Fenerbahce Istanbul geboten hat, war Fußball von einem anderen Stern, der aber nicht belohnt wurde. Mit aller Brutalität bestrafte Fenerbahce kleinste Unachtsamkeiten und Lücken in der Löwen-Abwehr und entschied dieses Giganten-Derby mit 1:2 für sich. 90 Minuten war es fast ein Spiel auf ein Tor und doch konnte sich Galatasaray nicht behaupten – was hauptsächlich am Hexer zwischen den Pfosten bei Fenerbahce lag. Volkan Demirel zeigte am heutigen Abend das Spiel seines Lebens und hat Bälle gehalten, die eigentlich unhaltbar oder schon quasi im Tor waren. Ein Wort: Unglaublich!

Fenerbahce mit leichtem Übergewicht zu Beginn

Fenerbahce ließ zu Beginn des Spiels sehr geschickt Ball und Gegner laufen. Da musste die Löwen-Abwehr hellwach sein und einige Male beherzt dazwischen gehen. Nach knapp 10 Minuten war Galatasaray im Spiel angekommen und nahm das Zepter in die Hand. Die Löwen dominierten das Mittelfeld, spielten ein blitzsauberes Pressing und kauften dem Rekordmeister den Schneid früh ab. Doch alle Überlegenheit ließ sich leider nicht in Treffer ummünzen.

Fenerbahce kontert mit brutaler Präzision

In der 17 Minute sah Baroni sehr gut den freistehenden Alex und der setzte zu einem Traumpass auf Reto Ziegler an. Exakt und millimetergenau in den Lauf. Ziegler zog dann mit dem linken Schuh sehr humorlos ab und markierte zur Überraschung alle Zuschauer das 0:1 mit einem gnadenlosen Konter. Nur Sekunden später war es Alex selbst, der das 0:2 hätte erzielen können, doch Muslera war zur Freude der Löwen auf dem Posten. Nach dem Tor folgte eine kurze „Besinnungsphase“ der Löwen, die sich danach Chance um Chance erspielten. Alleine Necati hatte Chancen für zwei Spiele, doch auch Elmander und Melo scheiterten wieder und wieder am glänzend aufgelegten Volkan. Seine Rettungsaktionen ließen die Löwen schlicht verzweifeln. So ging es mit einem sehr glücklichen 0:1 für Fenerbahce in die Pause.

Galatasaray startete wie die Feuerwehr

Die zweite Halbzeit startete so, wie die erste Hälfte endete: Galatasaray hatte Spiel und Gegner im Würgegriff und konnte mit den besten Chancen nichts anfangen. In Minute 49 vergeigte Necati fei vor Volkan, als er den Hexer nicht überwinden konnte! Das musste der Ausgleich sein – wäre da nicht Demirel zwischen den Pfosten gewesen. Fenerbahce fand keine Möglichkeit Luft zu schöpfen, so drehten die Löwen auf. Torraumszenen bei den Kanarienvögeln sucht man vergeblich, denn die Löwen lagen zu Beginn der zweiten 45 Minuten bei 72 % Ballbesitz. In der 69. Minute ließ es Slecuk dann endlich im Kasten von Volkan klingeln. Er setzte den Freistoß direkt ins Kreuzeck – und selbst da war Volkan noch mit den Fingern dran, was faktisch unmöglich war. Doch auch der Hexer konnte da das 1:1 nicht verhindern.

Chancen für mehrere Spiele

Nur Sekunden nach dem Ausgleich hatte Engin die Chance zur Führung – doch Volkan hielt. Wieder eine Minute später tötete der Hexer eine todsichere Möglichkeit von Aydin. Und wieder eine weitere Minute später zischte Selcuks nächstes Geschoss nur Zentimeter an Volkans Kasten vorbei. In der 72. Minute leitete Coach Kocaman dann den Sieg ein, als er Stoch für den angeschlagenen Alex brachte. Keine sieben Minuten nach seiner Einwechslung dankte er das seinem Trainer. Ziegler spielte Stoch vorbildlich an, der legte an Muslera vorbei und den Löwen das Ei ins Nest – 1:2 in der 79. Minute. Damit war das Spielverlauf vollkommen auf den Kopf gestellt. Es war der blanke Wahnsinn, was da passierte.  Galatasaray hätte mit drei oder vier Toren vorne sein müssen und Fenerbahce schlug brutal zu.

Auch nach diesem Treffer, der die Löwen eiskalt erwischte, hatte Galatasaray weitere gute Einschussmöglichkeiten durch Aydin wie auch durch den eingewechselten Baros, doch das Tor von Fenerbahce schien wie zugenagelt zu sein. So blieb es beim absolut glücklichen – und wenn man ehrlich ist unverdienten – Sieg von Fenerbahce, wodurch aber der Titelkampf wieder offen ist, denn der Vorsprung der Löwen ist damit auf magere zwei Punkte geschrumpft. Das ist dann doppelt bitter.

Eure Meinung: Wird diese Niederlage die Löwen aus dem Konzept bringen oder lassen sie sich davon nicht beeindrucken?

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