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Süper Lig

  • 6. Mai 2012
  • • 18:00
  • • Türk Telekom Arena, Istanbul
  • Schiedsrichter: B. Yildirim
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ENDE
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Galatasaray gegen Besiktas: Remis im Istanbuler Derby

Galatasaray gegen Besiktas: Remis im Istanbuler Derby

www.besiktas.com.tr

Galatasaray hat eine 2:0-Führung vor heimischer Kulisse leichtfertig hergeschenkt und muss nun im echten Endspiel gegen Fenerbahce auswärts zumindest ein Unentschieden holen.

Istanbul. Da war das Glück am fünften Spieltag des Süper Finals der türkischen Süper Lig im Heimspiel gegen Besiktas Istanbul nicht mit den Gelb-Roten von Galatasaray Istanbul. Einen sicher geglaubten Sieg nach einer 2:0-Halbzeitführung ließ sich das Team von Fatih Terim mit einem glücklichen Doppelschlag kurz vor Spielende noch aus den Händen reißen und man muss nun nach dem 2:2 zittern – auch wenn man es selbst in den Händen hat – am letzten Spieltag nicht beim Ortsrivalen Fenerbahce Istanbulzu verlieren. Doch nicht nur das Spiel der Löwen war recht glücklos, auch der Schiedsrichter war kein Freund der Gelb-Roten.

Elfmeter oder nicht?

Bereits in der 3. Spielminute kam es zum ersten Aufreger im Spiel. Nach Zuspiel von Elmander saß Baros plötzlich auf dem Hosenboden im Strafraum und man forderte lautstark einen Strafstoß, den der insgesamt sehr schwache Schiedsrichter nicht pfeifen wollte. Es war sicher eine strittige Entscheidung – der viele weitere strittige Entscheidungen folgen sollten –, denn man hätte den Strafstoß mit Wohlwollen geben können. Nicht zwingend müssen, aber können. Doch keine sechs Minuten später war es auch ohne Elfer soweit und Melo konnte in der 9. Minute zum 1:0 einnetzen. Nach einer wunderbaren Ecke von Engin bewegte sich Fabian Ernst völlig unverständlich rückwärts und damit vom Ball weg. Melo schaltete am schnellsten, lief lässig an Ernst vorbei und hatte freie Bahn, um mit dem Kopf einzunicken – 1:0 für die Löwen, was nach dem druckvollen Spiel absolut verdient war.

Chancen satt für Galatasaray

In der 28. Minute fiel fast das zweite Tor für Galatasaray. Nach einer tollen und sehenswerten Ballstafette zog Emre volley ab und Cenk musste all sein Können aufbieten, den Ball zu halten. Gala war immer dann extrem stark und sehr gefährlich, wenn der Ball ruhte. Jede Standardsituation geriet zu einer gefährlichen Aktion. Melo hatte in der 41. Minute nach einem solchen Standard die Chance, sein Führungstor zu wiederholen und wieder stand Ernst zu weit von ihm weg. So verwundert es dann auch nicht, dass in der Nachspielzeit der ersten Hälfte ein Standard das 2:0 für die Heimmannschaft brachte. Einen Freistoß aus halblinker Position schlug Selcuk stramm und scharf vor das Tor. Almeida hatte das Pech, den Ball noch leicht mit dem Kopf zu berühren und so in der 46. Minute die verdiente 2:0-Führung für die Löwen per Eigentor zu erzielen. Mit dem Ergebnis ging es in die Pause und niemand rechnete mit dem, was in den zweiten 45 Minuten passieren sollte.

Fehlentscheidung gegen Baros

Galatasaray legte wieder los wie die Feuerwehr, auch wenn die Auswechslungen vom extrem schwachen Simao und Fernandes – Holosko und Pektemek kamen – sich rentierten. Das Spiel der Adler wurde etwas gefährlicher. Trotzdem war es GS, das die ersten sehr gute Möglichkeit hatte. Baros ging nach wunderbarem Pass durch, stand frei vor Cenk und wurde zurückgepfiffen – Abseits, aber klare Fehlentscheidung. In der 54. Minuten rasselten Semih und Pektemek nach einer Flanke zusammen und mussten beide nach einer Platzwunde mit Kopfverband weiterspielen. BJK kam besser und besser ins Spiel, aber an echten Torchancen konnte man nichts vermelden. Es sah gefällig aus, aber es entstand der Eindruck, die Adler könnten Stunden spielen, ohne das Tor zu machen.

Galatasaray gab das Spiel mehr und mehr aus der Hand

Mit der sicheren 2:0-Führung im Rücken ließen es die Löwen lockerer angehen. Man verwaltete den Vorsprung eigentlich sogar sehr geschickt. Nach 65 Minuten wurden Elmander und der rührige Emre vom Platz genommen und sie sollten von Sabri und Riera ersetzt werden. In der 68. Minute fiel fast die 3:0-Führung: Engin nimmt aus der Distanz Maß und Cenk muss wie eine Katze arbeiten, den Ball abwehren zu können. Sechs Minuten später war es Selcuk, der einen Hammer losließ, doch wieder konnte Hexer Gönen die Chance vereiteln – wobei Selcuks Schuss wirklich einen Treffer verdient hätte. In der 82. Minute war es wieder Selcuk, der nach einem Foul an Baros aufs Kreuzeck zielte und fast traf – doch Cenk verhinderte mit einer irren Parade das Tor.

Zwei Punkte innerhalb einer Minute verzockt

Das Unheil nahm dann in der 86. Minute seinen Lauf: Ernst spielte am Strafraumeck nach außen zu Quaresma, der nahm Maß und flankte phantastisch in die Mitte, wo Holosko wie in der ersten Hälfte Melo sträflich alleine gelassen wurde – und zum 2:1-Anschlusstreffer für die Adler einnicken konnte. Direkt nach dem Anstoß konnte sich Besiktas den Ball wieder erarbeiten, Pektemek ging auf der linken Angriffsseite durch, hämmerte den Ball flach nach innen und der reinrutschende Ujfalusi überwand seinen Keeper Muslera zum 2:2-Ausgleich – Eigentor. Damit waren alle Tore reine Duplikate. Die Fans ließen dann Feuerwerke abbrennen und erschwerten so die Sicht, was sicher eine Strafe nach sich ziehen wird. Am Ende blieb es beim für Besiktas sehr schmeichelhaften und glücklichen 2:2.

Eure Meinung: Hat Galatasaray damit den Titel verspielt?


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