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2. Bundesliga

  • 8. März 2013
  • • 18:00
  • • Frankfurter Volksbank Stadion, Frankfurt am Main
  • Schiedsrichter: B. Brand
  • • Zuschauer: 4187
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ENDE
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2. Liga: FSV Frankfurt zerlegt VfR Aalen und jagt Kaiserslautern

2. Liga: FSV Frankfurt zerlegt VfR Aalen und jagt Kaiserslautern

Bongarts

Der FSV Frankfurt kann wieder ins Rennen um den Aufstieg eingreifen. Die Hessen siegten gegen Aalen sensationell mit 6:1.

Frankfurt.Der FSV Frankfurt mischt nach einer Galavorstellung weiter im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga mit. Gegen Aufsteiger VfR Aalen feierte das Team von Trainer Benno Möhlmann einen auch in dieser Höhe verdienten 6:1 (3:0)-Sieg und verbesserte sich zumindest vorübergehend auf Platz vier. Aufsteiger Aalen bleibt dagegen 2013 noch ohne Sieg und muss mit 31 Punkten nach starker Hinrunde wieder nach unten schauen.

John Verhoek (24.), Matthew Leckie (35.) und Kapitän Björn Schlicke (39.) leiteten mit ihren Treffern den Sieg ein. Der VfR agierte ab der 27. Minute in Unterzahl, nachdem Innenverteidiger Jürgen Mössmer bei seinem Startelf-Debüt nach einer Notbremse die Rote Karte sah. Moise Bambara (54.) und Zafer Yelen (58./86., Foulelfmeter) bauten das Ergebnis mit ihren Treffern in der zweiten Hälfte weiter aus. Der Aalener Marco Haller sorgte noch für Ergebniskorrektur (88.).

Nach einem ausgeglichenen Beginn erhöhte Frankfurt nach zwanzig Minuten deutlich das Tempo. Der Niederländer Verhoek verwandelte eine Hereingabe von Geburtstagskind Michael Görlitz (26) per Kopf zum verdienten 1:0. Drei Minuten später brachte Mössmer Verhoek zu Fall, Schiedsrichter Benjamin Brand zeigte zurecht Rot.

Die Frankfurter nutzten ihre Überzahl, als Leckie mit einem flachen Linksschuss nach Vorlage von Görlitz zum 2:0 traf, ehe Schlicke aus abseitsverdächtiger Position erhöhte. Auch in der zweiten Halbzeit ließen die Frankfurter den eigentlich abwehrstarken Gästen, die zuvor nur 22 Gegentreffer kassiert hatten, keine Chance. Bambara nutzte eine Lücke in der Abwehr zum 4:0 nach Vorlage von Yelen (54.), der später zum 5:0 mit einem Kopfball erhöhte (58.). Nach einem Foulspiel durch Haller an Leckie machte Yelen per Elfmeter das halbe Dutzend voll, ehe Haller kurz vor Abpfiff mit einem schönen Heber den Aalener Ehrentreffer erzielte.

1860 greift wieder oben an

1860 München wittert im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga wieder Morgenluft. Einen Tag nach der Rücktritts-Ankündigung ihres Präsidenten Dieter Schneider gewannen die "Löwen" beim Tabellenvorletzten SV Sandhausen hochverdient mit 1:0 (1:0). Damit rückten die Sechziger zumindest vorübergehend auf Rang fünf und punktgleich mit dem Vierten FSV Frankfurt bis auf drei Zähler an den 1. FC Kaiserslautern auf dem Relegationsplatz heran.

Aufsteiger Sandhausen droht dagegen nach der ersten Zweitliga-Saison der Geschichte mehr denn je der sofortige Abstieg. Den Siegtreffer für die Münchner erzielte der Kroate Marin Tomasov (54.), der seiner Tor-Premiere in der Vorwoche beim 1:1 gegen den FC Ingolstadt gleich den zweiten Saisontreffer folgen ließ. 1860 ist damit nun schon seit sieben Auswärtsspielen ungeschlagen.

6200 Zuschauer im Hardtwaldstadion sahen eine mäßige erste Halbzeit. Dabei waren die Gäste die bessere von zwei schwachen Mannschaften und hatten auch die beiden einzigen Chancen. Zunächst köpfte Rob Friend den Ball SVS-Keeper Daniel Ischdonat freistehend in die Arme (10.), dann standen sich Dominik Stahl und Tomasov nach Ablage von Friend gegenseitig im Wege (38.).

Eine vergleichbare Situation führte dann zur verdienten Führung für das Team von Alexander Schmidt: Friend verlängerte einen Einwurf per Kopf, und Tomasov schoss den Ball per Direktabnahme unhaltbar für Ischdonat unter die Latte.

Irres Spiel am Millerntor

Der FC St. Pauli hat sich in der der 2. Fußball-Bundesliga den ärgsten Abstiegssorgen entledigt und die Situation von Schlusslicht Jahn Regensburg weiter verschärft. Die Hamburger besiegten in einem verrückten Spiel den Aufsteiger mit 3:2 (1:1) und haben nach dem dritten Sieg in Folge nun acht Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone. Für die Domstädter wird die Lage angesichts von sieben Punkten Rückstand auf das rettende Ufer hingegen immer brenzliger.

Akaki Gogia brachte die "Kiezkicker" durch einen abgefälschten Schuss in Führung (18.), der Spanier Koke glich nur fünf Minuten später aus. Daniel Ginczek sorgte mit seinem zwölften Saisontor für das 2:1 (66.), sah in der 87. Minute wegen groben Foulspiels allerdings die Rote Karte. Wilson Kamavuaka nutzt die Überzahl zum Ausgleich (89.), doch Florian Bruns verwandelte das Millerntor mit dem Siegtor zum Tollhaus (90.).

Der Tabellenletzte setzte die Gastgeber zunächst früh unter Druck, ohne wirklich Torgefahr zu entwickelten. St. Pauli kam durch Ginczek zu seinem ersten Torschuss (12.). Die Entstehung des Führungstreffers von Gogia war derweil glücklich: Regensburgs Kapitän André Laurito hatte den Schuss des Mittelfeldspielers noch abgefälscht. Die im Jahr 2013 auswärts zuvor noch ungeschlagenen Gäste zeigten sich nicht geschockt und kamen durch einen Drehschuss von Koke zum Ausgleich.

Nach der Pause legten die Gäste vor 27.074 Zuschauern noch einmal zu. St. Pauli ließ die Gäste kommen und verlegte sich auf Konter, Gefahr entwickelten die Gastgeber jedoch kaum. Als die Kräfte der Regensburger merklich nachließen, schlug Ginczek zu. Sein Platzverweis war dann der Startschuss zu einer emotionalen Schlussphase.

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