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Weltmeisterschaft

  • 30. Juni 2014
  • • 18:00
  • • Estádio Nacional de Brasília, Brasília, Distrito Federal
  • Schiedsrichter: M. Geiger
  • • Zuschauer: 67882
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Pogba köpft zum 1:0 ein

Paul Pogba führt strauchelnde Franzosen ins Viertelfinale

Pogba köpft zum 1:0 ein

Gettyimages

Mit langem Anlauf hat der Favorit die Hürde Nigeria genommen und steht unter den besten acht Teams der Welt. Ein Patzer von Enyeama ermöglicht den Brustlöser durch Pogba.

Brasilia. Jungstar Paul Pogba hat den strauchelnden Mitfavoriten Frankreich erlöst und die Equipe Tricolore in ein mögliches WM-Viertelfinale gegen Deutschland geführt. Der 21-Jährige von Juventus Turin erzielte beim 2:0 (0:0)-Zittersieg gegen Nigeria das späte Führungstor (79.). Nigerias Kapitän Joseph Yobo wendete mit einem Eigentor in der Nachspielzeit (90.+2) das durchaus drohende Aus der Franzosen in der ersten K.o.-Runde endgültig ab.

Der Afrikameister verpasste damit zum dritten Mal nach 1994 und 1998 den erstmaligen Einzug ins Viertelfinale. Dort stehen nun die Franzosen, die mit großem Interesse das zweite Achtelfinale zwischen der deutschen Elf und Algerien in Porto Alegre verfolgen werden. Der Gewinner dieser Partie wird der nächte Gegner von Les Bleus am Freitag (18.00 Uhr) im Maracana von Rio de Janeiro sein.

Die hochgelobten Franzosen hatten von Beginn an große Probleme mit dem unorthodoxen Spiel der Nigerianer, die bissig in die Zweikämpfe gingen und mit ihrer schnellen Offensivspielern immer gefährlich waren. In der 19. Minute fehlten den Super Eagles nur wenige Zentimeter, als Emmanuel Emenike bei seinem Tor nach Pass von Ahmed Musa knapp im Abseits stand.

Frankreich fehlte zunächst die Präzision im Aufbauspiel, um Gefahr auszustrahlen. Das änderte sich nach der ersten schnellen Aktion schlagartig. Mathieu Valbuena flankte von rechts, und bei Pogbas wuchtigem Volleyschuss zeigte Nigerias Vincent Enyeama mit einer Glanzparade seine ganze Klasse (22.).

Viel Leerlauf im Spiel 

Doch diese Aktion war nur ein Strohfeuer, Fankreich tat sich weiter schwer, auch weil der bislang im Turnierverlauf überragende Karim Benzema nicht ins Spiel fand. Es dauerte bis zur 39. Minute, als der nach vorne geeilte Rechtsverteidiger Mathieu Debuchy mit einem Schuss von der Strafraumgrenze knapp neben das Tor wieder für Gefahr sorgte.

Aber auch die "Adler" setzten in der Offensive Akzente. Nach einem Schuss von Emmenike vom rechten Strafraumeck musste Kapitän Hugo Lloris im Tor der Franzosen sein Können zeigen. Grundsätzlich fehlte aber auch den Nigerianern die Genauigkeit im Spiel, um den Gegner noch mehr in Verlegenheit bringen zu können.

Nach der Pause ging das zähe Ringen weiter, der Respekt der Franzosen vor den unbequemen Afrikanern wuchs noch an. Auch die offenbar schwere Knöchelverletzung und die folgende Auswechslung von Ogenyi Onazi - der Teamkamerad von Miroslav Klose bei Lazio Rom war von Blaise Matuidi übel gefoult worden (54.) - schien die Super Eagles nicht weiter zu beeindrucken.

Griezmann sorgt für Belebung 

Trainer Didier Deschamps reagierte, brachte Antoine Griezmann für den wirkungslosen Olivier Giroud und beorderte den bis dahin ebenfalls enttäuschenden Benzema in die Sturmspitze (62.) - der wohl entscheidende Schachzug des Spiels. Sieben Minuten später war das Duo zunächst für die bis dahin beste Chance verantwortlich. Nach einem feinen Doppelpass mit Griezmann tauchte Benzema frei vor Enyeama auf, der den Ball nur Richtung eigener Torlinie abwehren konnte, wo Victor Moses stand und rettete.

Nun war Les Bleus plötzlich da. In der 77. Minute hatte Nigeria Glück, als Yohan Cabaye mit seinem Schuss aus 18 Metern nur die Unterkante der Latte traf. Eine Minute später war der bärenstarke Enyeama noch mit einer Klassereaktion bei einem Kopfball von Benzema zur Stelle, wenige Sekunden später unterlief ihm dann ein verhängnisvoller Fehler. Eine Ecke von Valbuena erreichte er mit der Hand, er leitete den Ball aber direkt auf Pogbas Kopf weiter, der nur noch einzunicken brauchte.

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