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Europameisterschaft

  • 11. Juni 2012
  • • 18:00
  • • Donbass Arena, Donets'k
  • Schiedsrichter: N. Rizzoli
  • • Zuschauer: 47400
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ENDE
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1:1! England und Frankreich teilen sich zum Auftakt in einem insgesamt schwachen Spiel die Punkte

1:1! England und Frankreich teilen sich zum Auftakt in einem insgesamt schwachen Spiel die Punkte

Getty

In einem vor allem in der zweiten Hälfte schwachen Spiel trennten sich England und Frankreich am Ende 1:1. „Les Bleus“ fand kein wirksames Mittel gegen Englands Verteidigung.

Donezk. Tag vier der Europameisterschaft. Im ersten Spiel des Tages standen sich in Gruppe D Frankreich und England gegenüber. Während die erste Hälfte dabei noch durchaus ansehnlich war, war es in der zweiten Hälfte mehr Krampf als Kampf. Die Partie endete 1:1-Unentschieden, weil England mit dem Punkt zufrieden war und Frankreich in der zweiten Halbzeit größtenteils nur vom Tor fernhalten wollte. Die Franzosen fanden gegen zwei dichte Viererketten kaum zu gefährlichen Torabschlüssen und müssen sich daher mit einem Punkt zufrieden geben.

„The Ox“ und Welbeck statt Downing und Carroll

Zur Überraschung vieler schenkte Roy Hodgson zu Beginn Alex Oxlade-Chamberlain anstelle von Stewart Downing das Vertrauen. Zudem hatten einige damit gerechnet, im Sturm würde Andy Carroll beginnen. Der Stürmer des FC Liverpool nahm aber zunächst auf der Bank Platz, weil Danny Welbeck den Vorzug bekam. Der Rest des Teams stellte sich aufgrund der Verletzungssorgen Englands nahezu von selbst auf: Hart - G. Johnson, Lescott, Terry, A. Cole - Gerrard, Parker - Milner, A. Young, Oxlade-Chamberlain – Welbeck.

Keine Überraschung bei Frankreich

Laurent Blanc schickte zu Beginn, wie von vielen erwartet, die folgenden elf Spieler ins Rennen: Lloris - Debuchy, Rami, Mexes, Evra - Nasri, Cabaye, A. Diarra, Malouda, Ribery – Benzema. Die Augen ruhten vor allem auf Karim Benzema und Franck Ribery, die sich in den Testspielen in glänzender Form präsentiert hatten.

Frankreich zu Beginn zurückhaltend

England begann durchaus forsch, Frankreich etwas zurückhaltender. In der dritten Minute luchste der überraschend spielende Oxlade-Chamberlain Nani in der französischen Hälfte den Ball ab und zog von links Richtung Tor. Bevor es jedoch gefährlich werden konnte, kam Debuchy dazwischen.

Nasri und Benzema mit ersten Szenen für Frankreich

Für die Franzosen schien das eine Art Weckruf gewesen zu sein, denn sie spielten nun wesentlich zielstrebiger nach vorne. In der fünften Minute suchte Samir Nasri mit einem Heber Benzema, der die erste Ecke für Frankreich herausholte, von der allerdings keine Gefahr ausging. In der elften Minute versuchte Nasri es dann zum ersten Mal aus der Distanz, sein Schuss aus knapp 20 Metern ging aus Sicht von Torhüter Joe Hart rechts am Tor vorbei.



Frankreich spielt, aber Milner mit der Riesenchance

Frankreich übernahm immer mehr das Kommando, aber plötzlich hatte England in der 15. Minute durch James Milner die Riesenchance zur 1:0-Führung! Nach einem hervorragenden Pass von Ashley Young in den Lauf von Milner, umkurvte dieser Hugo Lloris und hätte den Ball nur noch aus leicht spitzem Winkel ins Tor schießen müssen. Milner kam jedoch ins Straucheln und schoss den Ball nur ans Außennetz. Nur eine Minute später zog Frankreichs Cabaye kurz vor dem Strafraum der „Three Lions“ ab, Hart konnte den Ball erst spät sehen und hatte ihn erst im Nachfassen sicher. England überließ Frankreich zunehmend das Spiel und lauerte auf Konter. Die Franzosen konnten ihre leichte, aber dennoch deutliche Überlegenheit nicht in Torabschlüsse umwandeln.

Freistoß Gerrard, Kopfball Lescott, 1:0 England

Nachdem Torchancen fünfzehn Minuten lang Mangelware waren, schlug England nach einer Standardsituation in der 30 Minute gnadenlos zu: Kapitän Steven Gerrard schlug einen Freistoß von rechts an den Fünf-Meter-Raum, wo Lescott mutterseelenallein nur noch einköpfen musste. Lloris war ohne jede Abwehrchance.



Frankreich nicht geschockt

Frankreich steckte nach dem Rückstand nicht auf und bekam in der 35. Minute die Möglichkeit zum Ausgleich. Alou Diarra köpfte aus zentraler Position einen Nasri-Freistoß von rechts mit Wucht aufs Tor, aber auch genau auf Torwart Hart, der mit einem Reflex zur Seite abwehren konnte. Noch im Strafraum brachte Ribery den Ball erneut auf Diarra, der dieses Mal aber den Kopfball verzog.

Nasri gleicht verdient aus

In der 39. Minute fiel der vollkommen verdiente Ausgleich für Frankreich. „Les Bleus“ kombinierte über links bis der Ball schließlich Ribery im Strafraum fand. Der legte ab auf Nasri, der es erneut mit einem Distanzschuss in die kurze Ecke versuchte, und damit erfolgreich war. Hart war erneut die Sicht verdeckt, sodass er nicht mehr an den Ball herankam.



England rettet 1:1 in die Pause

England kam bis zur Halbzeitpause kaum noch aus der eigenen Hälfte heraus. Frankreich wollte das Spiel unbedingt vor der Pause drehen und hatte in der 45. Minute erneut die Chance durch Benzema. Der Winkel war allerdings zu spitz, Hart konnte mit einer Fußabwehr klären. Wenige Augenblicke später pfiff Schiedsrichter Nicola Rizzoli zur Halbzeitpause. Aufgrund des Dauerdrucks, den Frankreich phasenweise ausübte, ein eher glückliches 1:1 für Roy Hodgsons Team.

Zwanzig Minuten Leerlauf

Beide Mannschaften kamen unverändert aus der Kabine. England setzte weiterhin auf zwei solide Viererketten im und am Strafraum. Frankreich suchte weiter nach einem Mittel, diese dichte Abwehr zu knacken. Auf Torchancen wartete man auf beiden Seiten zwanzig Minuten vergebens. Erst in der 65. Minute versuchte es Benzema mit einem erneuten Distanzschuss, den Hart sicher parieren konnte.

England will nicht, Frankreich kann nicht

Die „Three Lions“ wirkten mit dem 1:1 zufrieden und gingen nur selten in den Angriff über, Frankreich fiel nicht viel ein außer Distanzschüssen, die zumeist problemlos abgeblockt wurden. So lief die Uhr in der zweiten Halbzeit größtenteils einfach herunter.

Ribery, das Schlitzohr

In der 75. Minute sahen die Zuschauer dann endlich mal wieder eine Torchance. Franck Ribery kam auf der rechten Seite durch und brachte den Ball aus spitzem Winkel noch auf den Kasten Harts, doch Englands Schlussmann war auf dem Posten. Fünf Minuten später legte Ribery per Kopf auf für Cabaye, der es, erwartungsgemäß, aus der Distanz probierte. Welbeck fälschte den Ball entscheidend zur Ecke ab.

Gerrard klärt Benzema-Schuss

Nach einer Ecke in der 85. Minute blieb Frankreich zunächst im Ballbesitz. Der Ball landete schließlich bei Benzema, der aus halblinker Position im Strafraum abzog. Gerrard hielt, wie es sich für einen Kapitän gehört, den Kopf hin und lenkte so den Ball zur Ecke ab. Sekunden vor Abpfiff hatte Benzema noch einmal die Chance mit einem weiteren Distanzschuss, Hart hielt den Punkt für England allerdings fest. Danach hatte Rizzoli ein Einsehen mit den Fans und pfiff beim Stand von 1:1 ab.

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