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Bundesliga

  • 1. September 2012
  • • 18:30
  • • ESPRIT arena, Düsseldorf
  • Schiedsrichter: T. Kinhöfer
  • • Zuschauer: 29999
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Keine Puste, keine Tore - Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach torlos im Derby

Keine Puste, keine Tore - Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach torlos im Derby

Thorsten Wagner

Vor der reduzierten Kulisse in Düsseldorf trauten sich die Hausherren erst spät nach vorne, während die Borussen am Ende aus dem letzten Loch pfiffen und sich ins Ziel quälten.

Düsseldorf (dapd). Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf hat gegen Borussia Mönchengladbach den ersten Punktverlust hinnehmen müssen: Das Niederrhein-Derby endete am Samstag abend in Düsseldorf leistungsgerecht und etwas enttäuschend 0:0. Die favorisierten Gladbacher dominierten, taten aber zu wenig für einen Sieg.

Das erste Bundesliga-Heimspiel der Fortuna nach 15 Jahren und drei Monaten fand wegen eines Teilausschluß-Urteils der DFB-Gerichtsbarkeit nach den Vorfällen in der Relegation vor nur 29.999 Zuschauern statt. Die sahen ein zähes Spiel, in dem Mönchengladbach aktiver war, drei Tage nach dem Scheitern in der Qualifikation zur Champions League in Kiew aber mit den Kräften haushalten musste.

Borussia Mönchengladbach begann druckvoller, von einer Müdigkeit aufgrund der internationalen Beanspruchung war zunächst nichts zu spüren. Die Fortuna-Spieler dagegen waren spürbar nervös und voller Respekt vor dem Gegner. Bezeichnend dafür waren die Fehlgriffe von Düsseldorfs Torhüter Fabian Giefer, der gleich zu Beginn drei Schüsse ohne Bedrängnis abprallen ließ. Mit Tobias Levels, Johannes van den Bergh und Andrej Voronin standen insgesamt drei ehemalige Mönchengladbacher in der Startformation der Fortuna.

Stranzl und de Jong verpassen Führung

Nach 23 Minuten erspielte sich der Aufsteiger die erste Möglichkeit: Robbie Kruse wollte Axel Bellinghausen bedienen, doch der Neuzugang aus Augsburg verpasste den Ball vor dem gegnerischen Tor knapp. In der 29. Minute rettete Fabian Giefer seine Mannschaft vor dem Rückstand. Borussias Angreifer Luuk de Jong überraschte die Düsseldorfer Abwehr mit einem Seitfallzieher, doch Giefer war mit einem sehr guten Reflex zu Stelle. Andrej Voronin war in der ersten Halbzeit der aktivste Akteur der Düsseldorfer, aber die Abwehr der Borussia stand durchgehend sicher.

Das Niederrhein-Derby fand in Düsseldorf vor nur insgesamt 29.999 Zuschauern statt. Der Grund ist ein Urteil des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), wonach der Aufsteiger die ersten beiden Heimspiele gegen Mönchengladbach und Freiburg nur unter Teilausschluss der Fans austragen darf. Am 15. Mai waren Fortuna-Fans vor dem Spielschluss der zweiten Relegationspartie gegen Hertha BSC Berlin auf den Platz gestürmt. Zuvor hatten zahlreiche Anhänger Pyrotechnik gezündet und auf den Rasen geworfen. Dass nur so wenige Zuschauer in der insgesamt 51.000 Fans fassenden Arena waren, fiel jedoch erst auf den zweiten Blick auf: Viele der Sitzschalen sind farbig, so wurde optisch der Eindruck erweckt, die Plätze seien besetzt. Als der Stadionsprecher die Zuschauerzahl bekannt gab, gab es ein gellendes Pfeifkonzert von den Rängen.



Gladbach quält sich ins Ziel

Zu Beginn der zweiten Hälfte trauten sich die Düsseldorfer etwas mehr. In der 50. Minute passte Johannes van den Bergh in den Rücken der Mönchengladbacher Abwehr, aber Mittelfeldspieler Adam Bodzek war zu langsam im Strafraum und kam deshalb nicht an den Ball heran. Nach einer Stunde reagierte Norbert Meier: Der Coach, der sowohl als Spieler wie auch als Trainer in Diensten der Mönchengladbacher stand, wechselte Stefan Reisinger aus und brachte Dani Schahin, den zweifachen Torschützen beim Auswärtssieg in der Auftaktbegegnung in Augsburg.

Das tat der Offensive des Aufsteigers gut. Vor allem der ukrainische EM-Teilnehmer Andrej Voronin sorgte auch in der Schlussphase immer wieder für Unruhe in der gegnerischen Abwehr. In der 78. Minute tauchte Dani Schahin vor Marc-Andre ter Stegen auf, der Kopfball des Düsseldorfers flog jedoch über das Tor. Insgesamt zeichnete sich das torlose Unentschieden früh ab - beide waren nicht bereit, große Risiken einzugehen.

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