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Bundesliga

  • 28. November 2010
  • • 16:00
  • • Generali Arena, Wien
  • Schiedsrichter: L. Hofmann
  • • Zuschauer: 11825
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ENDE
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Spielbericht tipp3-Bundesliga: Austria Wien - Rapid Wien

Spielbericht tipp3-Bundesliga: Austria Wien - Rapid Wien

Bei heftigem Schneetreiben entschied Rapid Wien das 295. Wiener Derby für sich. Das Goldtor erzielte Hamdi Salihi in der zweiten Halbzeit, nachdem die Veilchen zuvor dominiert hatten. Michael Liendl flog zudem mit Rot vom Platz.

Wien. Die Heimserie der Wiener Austria ist ausgerechnet im Derby gegen Rapid Wien gerissen. Die Veilchen waren über weite Strecken besser, verloren das Spitzenspiel der tipp3-Bundesliga aber mit 0:1. Das Goldtor erzielte Hamdi Salihi in der zweiten Halbzeit.

PERSONAL & TAKTIK

Austria Wien formierte sich gegen Rapid Wien im klassischen 4-4-2, wobei Tomas Jun etwas zurückgezogen agierte und gemeinsam mit Zlatko Junuzovic das Offensivspiel ordnete. Liendl und Stankovic bildeten wie schon in den letzten Spielen die Flügelzange, Ortlechner und Dragovic bildete die Innenverteidigung.

Die Tabelle der tipp3-Bundesliga

Auch Peter Pacult setzte auf das 4-4-2, wobei er im Gegensatz zu Karl Daxbacher auf eine flache Vier und ein klares Sturmduo setzte. Das bildeten Hamdi Salihi und Rene Gartler. Die freie Stelle von Hofmann besetzte Saurer, Kavlak unterstützte ihn im Offensivspiel.

SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE

Die erste Halbzeit war geprägt von rollenden Angriffen der Hausherren, die zum Teil hochklassigen Fussball spielten. Zu wirklich dicken Chancen kam die Austria aber selten: Tomas Jun scheiterte mit einem Drehschuss (4.) und kurz vor der Pause verhinderte Held nach einem Querpass eine Großchance (44.). Ansonsten spielte sich das Wiener Derby meist im Mittelfeld ab, wobei Rapid fast nur mit Defensivaufgaben auffiel. Eine Halbchance nach Saurer-Flanke vergab Gartler, nachdem er und Salihi sich nicht einig waren (24.). Mit dem torlosen Remis ging es dann auch in die Pause, wennglich die Veilchen eine Führung durchaus verdient hätten.

SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE

Das Spiel begann ähnlich wie die ersten 45 Minuten, nämlich mit der Wiener Austria als die bessere Mannschaft. Entgegen dem Trend gelang aber den Hütteldorfern der erste Treffer des Spiels: Nach einer Ecke bugsierte Liendl den Ball an die Querlatte, Hamdi Salihi stand goldrichtig und staubte eiskalt zum 1:0 ab (51.). Das Spiel entglitt den Veilchen dann mehr und mehr. In der 64. Minute dann der nächste Rückschlag: Liendl ließ sich provozieren, und streckte seinen Gegenspieler Dober mit einer Roten Karte nieder. In der Folge wurde Rapid immer stärker, hatte durch Kavlak auch eine weitere gute Chance (71.), doch Lindner war zur Stelle. Die letzten Minuten verteidigten die Grün-Weißen geschickt und brachten den Sieg über die Bühne.

SCHLÜSSELSPIELER & -SZENEN

In den ersten 45 Minuten war die Austria klar besser, doch die spielentscheidenden Situation ereigneten sich nach Wiederanpfiff. Erst gelang Salihi die glückliche Führung, dann flog Liendl auch noch mit Rot vom Platz. Bei der Wiener Austria überzeugte vorallem Zlatko Junuzovic, bei Rapid gehörte neben dem starken Veli Kavlak auch noch Torhüter Hedl zu den Besseren.

SPIELER DES SPIELS: Veli Kavlak

Es war auch das Duell der Jungregisseure: Veli Kavlak entschied es minimal für sich, auch wenn Zlatko Junuzovic in der ersten Halbzeit besser war. Mit seiner robusten Spielweise rackerte er viel und sorgte so für zahlreiche gute Akzente.

SCHIEDSRICHTER: Luis Hoffmann – Note: 8

Der Schiedsrichter steht bei einem Derby immer im Mittelpunkt, doch der erfahrene Hoffmann machte seine Sache heute sehr gut. Die Rote Karte ging völlig in Ordnung und war eine Dummheit von Liendl.

Anmerkung: Die Noten reichen wie bei der Spielnote von einem Punkt (grottenschlecht) bis zu zehn Punkten (Weltklasse).

SPIELNOTE: 6

Es hat mit Sicherheit schon bessere Derbies gegeben, doch spannend war es auch heute. Nach dem Platzverweis fehlten den Veilchen dann aber die spielerischen Mittel, um das Spiel offen zu gestalten und die Wende herbeizuführen.

FAZIT

Die Wiener Austria war über weite Strecken das bessere Team, konnte sich aber kaum Torchancen herausarbeiten. Rapid Wien schlug bei einer der wenigen Gelegenheiten eiskalt zu und entschied das Spiel zu seinem Gunsten. So ist Fussball...

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