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Serie A

  • 5. Dezember 2014
  • • 20:45
  • • Stadio Artemio Franchi, Firenze
  • Schiedsrichter: N. Rizzoli
  • • Zuschauer: 38160
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Luca Antonelli (r.) bejubelt seinen Siegtreffer gegen Milan

Serie A: Milan patzt - Lazio dreht Spiel in Parma

Luca Antonelli (r.) bejubelt seinen Siegtreffer gegen Milan

Spannendes Verfolgerduell in Genua: Antonelli köpft den CFC in Front, Milan schwimmt. Den Rossoneri rennt schließlich die Zeit weg. Lazio klettert auf einen Europacup-Platz.

Florenz. Tabellenführer Juventus Turin kam zum Auftakt des 14. Spieltags in der Serie A nicht über ein 0:0 beim AC Florenz hinaus. Damit verpasste es der italienische Rekordmeister, seinen Vorsprung weiter auszubauen. Der AS Rom konnte diesen Ausrutscher aber nicht nutzen, bejubelte letztlich ein Remis gegen US Sassuolo. Am Sonntag musste sich der AC Mailand knapp beim Überraschungsteam aus Genua geschlagen geben. Lazio Rom klettert dank des Sieges in Parma weiter nach oben.

FC Parma - Lazio Rom 1:2 (1:1)

Tore: 1:0 Palladino (45.), 1:1 Mauri (45.+2), 1:2 Anderson (59.)

Nach drei sieglosen Spielen in der Liga in Folge sind die Laziali wieder in der Spur, hatten beim Schlusslicht aus Parma aber große Mühe. Zunächst der verdiente Rückstand, dazu ein nichtgegebenes Parma-Tor - Lazio hatte am Ende Glück, die Punkte aus dem Ennio Tardini mitgenommen zu haben.

Dabei hatten die Gäste aus Rom bereits nach vier Minuten ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Nach einem Foul von Francesco Lodi brachte Lucas Biglia mit einem fein gezirkelten Freistoß die Querlatte zum Wackeln. Parma aber wachte auf - und wurde um die Führung gebracht. Referee Marco Guida pfiff ein reguläres Tor von Massimo Gobbi fälschlich wegen Abseitsposition zurück (11.).

Die Elf von Roberto Donadoni hatte danach Oberwasser und gute Möglichkeiten, stellte nach 26 Minuten nach Lattentreffern auf 1:1. Lazio war mittlerweile völlig von der Rolle und kassierte das verdiente 0:1, das Raffaele Palladino per Kopf erzielte (45.). Die Gäste aber wachten plötzlich auf - und kamen noch vor der Pause zum Ausgleich. Stefan Mauri nickte nach einer Ecke zum 1:1 ein (45.+2).

Nach der Pause investierte Lazio endlich mehr - und wurde belohnt. Nach einem Ballverlust von Gobbi bediente Filip Djordjevic den einschussbereiten Felipe Anderson, der auf 2:1 stellte (59.) und damit den Sieg sicherte.

CFC Genua - AC Milan 1:0 (1:0)

Tore: 1:0 Antonelli (32.)

Am Ende schmiss Milan alles nach vorne - doch die Schlussoffensive kam zu spät, Giacomo Bonaventura vergab die beste Ausgleichschance aus kurzer Distanz über das Tor (89.). Letztendlich erleidet Milan im Verfolgerduell mit Überraschungsteam Genua eine verdiente Niederlage, da es über 90 Minuten gegen den neuen sensationellen Dritten an den zündenden Ideen fehlte.

Bei Riccardo Montolivos Startelfcomeback nach seiner schweren Verletzung vor der WM hatten sich beide Mannschaften zunächst auf Augenhöhe duelliert. Jeremy Menez sorgte aus der Distanz erstmals für Gefahr (8.). Doch auch auf der Gegenseite zeigte sich Genua aktiv und setzte die eine oder andere Spitze gegen die nicht immer sattelfeste Milan-Abwehr.

In der Folge entwickelte sich ein rassiges Spiel mit guten Chancen auf beiden Seiten. Kapitän Luca Antonelli brachte die Hausherren schließlich per Kopf nach einer Ecke nicht unverdient in Front (32.). Milan antwortete mit zwingender werdenden Offensivaktionen, kassierte aber beinahe noch vor der Pause das 0:2. Daniele Bonera rettete auf der Linie gegen Diego Perotti (43.).

Auch nach der Pause wirkte Genua gefährlicher, den überwiegend passiven Mailändern rannte indes zunehmend die Zeit weg. Filippo Inzaghi versuchte es mit der Hereinnahme von Giampaolo Pazzini für den blassen Keisuke Honda, doch gefährlich vor das Tor kam Milan nicht mehr.

AS Roma - US Sassuolo 2:2 (0:2)

Tore: 0:1 Zaza (16.), 0:2 Zaza (18.), 1:2 Ljajic (78./HE), 2:2 Ljajic (90.+3)

Gelb-Rot: De Rossi (51.), Vrsaljko (90.+4)

Der Underdog aus Sassuolo sah lange wie der sichere Sieger gegen den Vizemeister aus, doch dann kam Adem Ljajic, verwandelte zunächst einen Handelfmeter (78.), ehe er in der dritten Minute der Nachspielzeit den umjubelten Ausgleichstreffer aus dem Rückraum erzielte.

Die Roma startete dabei denkbar schlecht ins Spiel, geriet durch einen Fehler von Morgan De Sanctis  nach 16 Minuten in Rückstand. Der Roma-Keeper schlug den Ball nach einem Rückpass nicht weg, sondern versuchte sich an der Ballanahme. Zaza antizipierte die Aktion und grätschte den Klärungsversuch ins Netz (16.). Zwei Minuten später versagte Roms Abseitsfalle - erneut war Zaza frei vor dem Tor zur Stelle (18.).

Die Roma verharrte kurz in der Schockstarre, suchte dann aber den Weg nach vorn. Jose Holebas streifte mit einem wuchtigen Schuss die Querlatte (29.). Danach wurde es ein ansehnlicher Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten, auch wenn die reinen Zahlen für die zurückliegenden Römer sprachen. Aber trotz 14:3 Schüssen und 9:1 Ecken stand es zur Halbzeit 0:2.

Die Gastgeber verzweifelten mehr und mehr, zudem erwies Daniele De Rossi seiner Elf einen Bärendienst, sah nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot (51.). Doch dann kam Ljajic und rettete seinen Farben einen Zähler. Am Ende flog Sime Vrsaljko noch mit Gelb-Rot vom Platz (90.+4).

AC Florenz - Juventus Turin 0:0

Was waren die Hoffnungen nach dem Sieg gegen Cagliari und dem Treffer von Mario Gomez - sogar als Kapitän - groß, dass man dem Tabellenführer aus Turin ein Bein stellen könnte. Am Ende enttäuschte der deutsche Nationalspieler aber wie die komplette  Mannschaft in einer insgesamt unterdurchschnittlichen Partie.

Zwar kamen die Gäste im Artemio Franchi etwas besser in das Spiel, ließen aber vor allem im letzten Spieldrittel die nötige Entschlossenheit vermissen. Gomez geriet währenddessen immer wieder mit Gegenspieler Giorgio Chiellini aneinander und konnte bei den Hausherren - die mit einigen Fernschüssen immerhin für etwas Gefahr  sorgen konnten - ebenfalls nur wenig für offensive Akzente sorgen. Folgerichtig ging es mit dem 0:0 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel ein unverändertes Bild - Juventus verteidigte clever, das Team von Vincenzo Montella fand keine spielerischen Mittel, Torhüter Gianluigi Buffon wirklich ernsthaft unter Druck zu setzen. Die Bianconeri schienen sich mit dem Punktgewinn schließlich zufriedengegeben zu haben und haben nunmehr vier Zähler Vorsprung auf den AS Rom.

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