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2. Bundesliga

  • 20. Dezember 2013
  • • 18:30
  • • Millerntor-Stadion, Hamburg
  • Schiedsrichter: F. Brych
  • • Zuschauer: 29063
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Greuther Fürth auf dem Vormarsch

Zweite Bundesliga: Köln ist Winterkönig - Cottbus taumelt gen Liga 3

Greuther Fürth auf dem Vormarsch

Getty Images

Das Rheinderby ging an den FC, Cottbus muss die 3. Liga fürchten und Greuther Fürth darf wieder träumen. Aber auch Union Berlin bescherte sich einen schönen Jahresabschluss.

Berlin. Der 1. FC Köln ist Winter- und Rheinischer König. Anthony Ujah ebnete mit einem Doppelpack den Sieg gegen Fortuna Düsseldorf. Energie Cottbus wird in der besinnlichen Zeit sich nach der Niederlage gegen den SC Paderborn auf die alten Tugenden besinnen müssen. Greuther Fürth feierte in der Zweiten Bundesliga gegen den VfR Aalen unterdessen einen knappen Sieg. Union Berlin feierte nach einem Blitzstart von Arminia Bielefeld noch einen klaren 4:2-Erfolg und 1860 München musste am 19. Spieltag gegen den FSV Frankfurt einen Rückschlag hinnehmen. Der Karslruher SC hat den FC St. Pauli derweil vom Aufstiegs-Relegationsplatz verdrängt. Den kann am Montag zum Abschluss der 1. FC Kaiserslautern (28) mit einem Sieg in Ingolstadt erobern. Dynamo Dresden und der VfL Bochum verpassten im Krisenduell einen ersehnten Befreiungsschlag. Und der SV Sandhausen stürzte den FC Erzgebirge Aue immer tiefer in den Tabellenkeller.

In Düsseldorf bescherten Anthony Ujah (29./75.) und Ex-Nationalspieler Patrick Helmes (38.) dem FC-Team von Trainer Peter Stöger den elften Saisonsieg. Düsseldorf, das durch Erwin Hoffer (55.) und Charlison Benschop (62.) zwischenzeitlich ausgeglichen hatte, kassierte die erste Niederlage unter Interimscoach Oliver Reck und steckt im Tabellenmittelfeld fest.

Das Rheinderby hatte mit halbstündiger Verspätung begonnen. Randalierende Fans vor dem Gäste-Eingang und ein verspäteter Kölner Fanzug sorgten für die Verzögerung. Zumindest blieb es im Vorfeld der Partie halbwegs friedlich. "Es gab natürlich eine emotionale Stimmung bei den Fans, große Vorfreude, vereinzelt waren Störer dabei. Wir haben die Anreise kontrolliert und gut im Griff gehabt", sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Polizei dem SID.

Im mit 52.500 Zuschauern ausverkauften Stadion flogen jedoch Leuchtraketen aus dem Kölner Block in von Düsseldorfern besetzte Ränge, zudem wurden einige Sitzschalen aus ihrer Verankerung gerissen.

Auf dem Platz gaben die Kölner von Beginn an den Ton an. Taktisch deutlicher besser aufgestellt und gedankenschneller als die biederen Gastgeber, dominierte der FC.

FC Energie: Sechste Pleite im sechsten Spiel unter Schmidt

Energie Cottbus taumelt weiter ungebremst in Richtung Drittklassigkeit. Beim 0:1 (0:0) beim SC Paderborn sorgte ausgerechnet der ehemalige Energie-Profi Uwe Hünemeier mit seinem Tor in der 63. Minute für die achte Niederlage des Zweitliga-Schlusslichts in Serie.

Für den Cottbuser Trainer Stephan Schmidt war es im sechsten Spiel die sechste Pleite, der Rückstand auf den Tabellenvorletzten Dynamo Dresden beträgt bereits acht Punkte. Die meisten Niederlagen nach Amtsantritt in der 2. Liga hatte der ehemalige Bundesligaprofi Manfred Lenz in der Saison 1994/1995 beim FC Homburg kassiert. Er verlor damals zum Einstand sieben Mal.

Fürth erarbeitet sich die drei Punkte

Auf dem Weg zurück in die Fußball-Bundesliga hält die SpVgg Greuther Fürth Anschluss an Tabellenführer 1. FC Köln. In einer hektischen Zweitliga-Begegnung kamen die Franken am 19. Spieltag gegen den VfR Aalen zu einem hart erkämpften 1:0 (0:0)-Arbeitssieg. Die Gastgeber überwintern auf dem zweiten Tabellenplatz, die Schwaben sind Zwölfter.

Für den Treffer des Tages sorgte Niclas Füllkrug, der in der 60. Minute nach einem Eckball per Kopf erfolgreich war, und damit den dritten Heimsieg hintereinander ohne Gegentor unter Dach und Fach brachte. Dagegen scheiterte Zoltan Stieber in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit mit einem umstrittenen Strafstoß an Aalens Keeper Jasmin Fejzic. Vorausgegangen war eine Attacke von Oliver Barth an Dominick Drexler, die Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus als Foul gewertet hatte

In Frankfurt brachte Mathew Leckie die Gastgeber des FSV in Führung (21.), Moritz Stoppelkamp glich aus (38./Handelfmeter). Vor dem Elfmeter hatte FSV-Akteur Manuel Konrad Gelb-Rot gesehen (37.). Die erneute FSV-Führung durch Zafer Yelen (70.) beantwortete Stoppelkamp mit seinem zweiten Treffer (90.). So "verlor" 1860 die wichtige Partie bei Kellerkind Frankfurt.

Blitzstart in Berlin

Für die Berliner trafen Mario Eggimann (18.), Patrick Kohlmann (26.), Adam Nemec (42.) und Torsten Mattuschka (49., Foulelfmeter), Fabian Klos (1.) und Tim Jerat (51., Foulelfmeter) für Bielefeld.

Die 20.314 Zuschauer hatten im Stadion an der alten Försterei kaum Platz genommen, da jubelten schon die Bielefelder. "Maskenmann" Klos köpfte nach 26,5 Sekunden zum 0:1 ein und erzielte damit das zweitschnellste Tor der Saison. Union kam dank einer Standardsituation zurück ins Spiel. Eggimann, der beim Gegentreffer keine gute Figur gemacht hatte, köpfte nach einer Ecke von Mattuschka zum 1:1 ein.

Die Führung der Gastgeber bereitete Adam Nemec im Strafraum der Bielefelder geschickt vor. An Kohlmanns Schuss war Schlussmann Patrick Platins zwar noch dran, verhindern konnte er den Rückstand aber nicht. Nemec selbst war dann nach einer weiteren Mattuschka-Ecke mit dem Kopf zur Stelle. Die zweite Hälfte begann mit einem Elfmeter-Festival. Zunächst erhöhte Mattuschka vom Punkt auf 4:1, ehe Jerat nur zwei Minuten später auf der Gegenseite einen Strafstoß verwandelte.


Sandhausen verschärft Aues Krise 

Weiter tief in der Krise steckt auch Erzgebirge Aue. Beim SV Sandhausen unterlagen die Sachsen mit 0:1 (0:1) und könnten am Wochenende erstmals in der laufenden Saison auf den Abstiegs-Relegationsplatz abrutschen. Der Tabellen-15. (21 Punkte) hat nur eins der vergangenen acht Spiele gewonnen, Sandhausen (27) ist dank des Treffers von David Ulm (31., Foulelfmeter) Siebter.

Den seit neun Spielen ungeschlagenen KSC brachte Ilian Micanski (63.) mit seinem vierten Saisontreffer auf die Siegerstraße, bevor kurz vor Spielende Manuel Torres (84.) für klare Verhältnisse sorgte.

Millerntor sieht ereignisarme erste Halbzeit 

Die 29063 Zuschauer am ausverkauften Millerntor sahen in einer intensiven Partie zunächst wenig Höhepunkte. Der KSC fand besser ins Spiel, dann übernahmen die Kiezkicker zusehends das Kommando. Strafraumszenen blieben jedoch auf beiden Seiten Mangelware. Ein Distanzschuss von Marcel Halstenberg (44.) war die beste Chance der Hamburger, die KSC-Keeper Dirk Orlishausen aber entschärfte.

Im zweiten Durchgang mangelte es den Hausherren, die vier Tage zuvor 2:0 bei 1860 München gewonnen hatten, weiter an Kreativität gegen die defensiv diszipliniert auftretenden Badener. Das bestrafte Micanski: Nach einem Konter über die linke Seite staubte der Stürmer einen Abpraller ab. Torres' Treffer aus spitzem Winkel besiegelte den Erfolg der Gäste.

Dresden spielte ab der 70. Minute in Unterzahl: Mohamed Aoudia sah die Rote Karte, nachdem er Florian Jungwirth bei einem Luftzweikampf mit dem Ellenbogen getroffen hatte. Die Hausherren hatten dynamisch begonnen. Robert Koch (6.) setzte einen Distanzschuss über das Tor, Aoudia (18.) köpfte nach einer Flanke von Thorsten Schulz an den Pfosten. 

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