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Bundesliga

  • 5. Oktober 2012
  • • 20:30
  • • WWK Arena, Augsburg
  • Schiedsrichter: K. Kircher
  • • Zuschauer: 28133
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ENDE
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FC Augsburg 3:1 Werder Bremen: Es rappelt in der Puppenkiste

FC Augsburg 3:1 Werder Bremen: Es rappelt in der Puppenkiste

Bongarts

Werder Bremen spielte in Augsburg um wichtige Punkte. Die Trendwende sehnten beide Klubs herbei, am Ende konnte der FCA feiern.

Augsburg. Dieses Jahr ging es tatsächlich schneller: Schon am 7. Bundesliga-Spieltag hat der FC Augsburg seinen ersten Sieg gefeiert und damit den erhofften Befreiungsschlag im Tabellenkeller gelandet. Tobias Werner nach 94 Sekunden, Stephan Hain (32.) und Daniel Baier (72.) sorgten in einer unterhaltsamen Partie vor 28.113 Zuschauern in der Augsburger Arena für das 3:1 (2:1) gegen Werder Bremen und damit den ersten Saisonerfolg der als einzige Mannschaft zuvor noch sieglosen Schwaben. Für mindestens 19 Stunden steht die Mannschaft von Markus Weinzierl, der gleichzeitig seinen Premieren-Sieg als Bundesliga-Trainer feierte, sogar auf Platz 15.

Bremen, das durch einen Freistoß von Kevin de Bruyne (19.) kurzzeitig ausglich, zeigte über weite Strecken zwar eine gute Partie, wurde von den hellwachen Augsburgern für Unachtsamkeiten aber bestraft. Mit nur einem Sieg aus den vergangenen fünf Spielen verlieren die Nordlichter die internationalen Plätze immer weiter aus den Augen. Der Blick muss sich mit sieben Punkten im Tabellenmittelfeld wohl nun erstmal nach unten richten.

In der vergangenen Saison hatte der FC Augsburg bis zum 9. Spieltag auf den ersten Dreier warten müssen und konnte zu Hause gar am 14. Spieltag zum ersten Mal gewinnen. Die Mannschaft schien daher zu wissen, um was es am Tabellenende nun geht - und erlebte einen Traumstart. Paul Verhaegh hatte auf der linken Außenbahn allen Platz der Welt, um präzise in den Strafraum und auf den Kopf von Werner zu flanken. Der Ball lag exakt 94 Sekunden nach Spielbeginn im Netz - und Augsburg zum ersten Mal in dieser Saison in Führung. Das Selbstbewusstsein aus dem frühen Erfolgserlebnis sah man der Mannschaft von Weinzierl an.

De Bruyne und Hain schlagen zu

Das Spiel lebte von kombinationsstarken Bremern, aber konterwilligen und frischen Gastgebern. Augsburg gab sich keineswegs wie ein sicherer Abstiegskandidat, sondern kam immer wieder gefährlich vor das Bremer Tor. Eine der wenigen Schwächeperioden wurde von den Gästen allerdings jäh bestraft. Marko Arnautovic (15.) hatte genauso wie Joseph Akpala (17.) gegen den Augsburger Torwart Mohamed Amsif den Ausgleich noch verpasst. Der Deutsch-Marokkaner ließ de Bruynes Freistoß aus dem linken Halbfeld wenige Minuten später aber kurz vor dem Tor aufprallen und vergab somit jegliche Abwehrchance (19.).

Die schnelle Antwort auf das längst verdiente 1:1 verpasste Jan Moravek, der eine gute Hereingabe von Werner aus elf Metern freistehend in den Nachthimmel schoss (20.). Am zweiten Augsburger Führungstor war dann aber die schlafende Bremer Innenverteidigung schuld, die sich von den beiden überraschend in der Startelf stehenden Hain und Knowledge Musona austanzen ließ. Hain musste zu seinem ersten Saisontreffer und dem 2:1 nur noch ins kurze Eck einschieben (32.). Aaron Hunt (38.) und Sebastian Prödl (43.) auf Bremer sowie erneut Werner (41.) auf Augsburger Seite vergaben in der unterhaltsamen ersten Hälfte weitere Chancen.

Nach dem Seitenwechsel baute Bremen zunehmend Druck auf, Augsburg gab aber nicht klein bei. Erneut Hain (49.) und Musona (63.) hatten die Entscheidung auf dem Fuß. Die Fahrlässigkeit allerdings rächte sich nicht: Baier hämmerte einen Freistoß aus rund 21 Metern zur Entscheidung ins Tor (72.) - Werders Torhüter Sebastian Mielitz machte dabei keine glückliche Figur. Für den Mittelfeldspieler war es im 68. Anlauf das erste Bundesliga-Tor - und die Puppen tanzten. In den letzten Minuten konnten es sich die Augsburger sogar leisten, reihenweise Chancen auf einen sogar noch höheren Sieg zu vergeben. Milan Petrzela traf in der 90. Minute nur den Pfosten.

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